Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

Betreiber von Atomkraftwerken in Deutschland: E.ON

Mai 2nd, 2009 · 3 Kommentare

Von: David Lorenz

Im zweiten Teil der Betreiber-Serie auf atomstrom-info soll nach RWE heute E.ON vorgestellt werden, der größte Energie-Lieferant Deutschlands.

E.ON wurde im Juni 2000 durch eine Fusion der Konzerne VEBA und VIAG gegründet. Der Firmensitz befindet sich in Düsseldorf und das Unternehmen ist an der Börse notiert. Zu den Kernkompetenzen der Aktiengesellschaft gehört der Handel mit Gas und Elektrizität an Endverbraucher sowie Industrie und Handel. Teils stammt der Strom aus eigenen Atomkraftwerken, teils wird er in großen Mengen aus dem Ausland hinzugekauft.

Die Distributionswege von E.ON funktionieren bevorzugt über Zwischenhändler auf regionaler Ebene, zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens gehören Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Österreich, die Niederlande, Tschechien, Rumänien und die Slowakei.

Der Energie-Riese beschäftigt aktuell rund 93.500 Mitarbeiter und konnte 2008 einen Umsatz von 87,65 Milliarden Euro erwirtschaften.

Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungs-unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für E.ON waren das im Jahr 2007 folgende Werte:

  • Erneuerbare Energieträger: 14 Prozent
  • Kernenergie: 38,5 Prozent
  • Fossile Energieträger: 47,5 Prozent

Das Unternehmen betreibt mittels der Tochtergesellschaft E.ON Kernkraft GmbH folgende aktive Atomkraftwerke in Deutschland:

  • Brokdorf
  • Grafenrheinfeld
  • Grohnde
  • Isar 1 und 2
  • Unterweser
  • Grundremmingen B und C
  • Brunsbüttel
  • Krümmel
  • Emsland

Daneben verfügt E.ON über mehrere Gas-, Öl-, Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke sowie drei Biomasse- und ein Hybridkraftwerk. Außerdem ist das Unternehmen in Besitz eines eigenen Stromnetzes.

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Betreiber von Atomkraftwerken in Deutschland: RWE

April 7th, 2009 · 2 Kommentare

Von: David Lorenz

Die RWE AG ist hinter E.ON der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland. Das Unternehmen betreibt die Atomkraftwerke in Biblis, Emsland, Gundremmingen, Lingen, Mülheim-Kärlich und Belene (Bulgarien). Daneben verfügt RWE über verschiedene Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Wasserkraftwerke sowie eine Müllverbrennungsanlage und eine eigene Gas-Leitung durch Tschechien.

Außerdem ist RWE im Besitz verschiedener Stromnetze, Umspannanlagen und einer eigenen Eisenbahnstrecke.

Seinen Sitz hat das traditionsreiche Unternehmen (Gründungsjahr 1898) in Essen. Der Firmenname lautete bis 1990 „Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk  AG“. 

Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für RWE waren das im Jahr 2007 folgende Werte:

  • Erneuerbare Energieträger: 18 Prozent
  • Kernenergie: 16 Prozent
  • Fossile Energieträger: 66 Prozent

RWE beschäftigte 2008 weltweit 60.000 Mitarbeiter, der Umsatz betrug im selben Jahr 48,96 Milliarden Euro. Das Unternehmen unterhält verschiedenen Tochterfirmen in Europa, hauptsächlich in England, Polen und Tschechien.

2007 hatte RWE ein Missbrauchsverfahren von der EU-Kommission am Hals, die dem Energieriesen vorwarf, Konkurrenten gezielt den Zugang zum Erdgasmarkt über das firmeneigene Transportnetz zu erschweren. Nach einer Bußgeld-Androhung über einen dreistelligen Millionen-Betrag willigte RWE ein, sein Gas-Übertragungsnetz in Deutschland an einen neutralen Dritten zu verkaufen. Das Verfahren wurde daraufhin erst im März 2009 eingestellt, mit der Bedingung, den geplanten Verkauf auch umzusetzen.  

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