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David Lorenz
Was sich lange angebahnt hatte, erlangt nun Gewissheit. Der deutsche Energie-Riese RWE wird sich nicht wie geplant am Bau des Kernkraftwerkes im bulgarischem Belene beteiligen.
Grund für die gescheiterten Investitionsbemühungen ist die ungesicherte Finanzierung von Seiten der bulgarischen Regierung, deren staatliche Energiegesellschaft ursprünglich mit 51 Prozent an dem Atomkraftwerk beteiligt werden sollte. RWE hatte bereits im Vorfeld einige Millionen Euro in das ehrgeizige Vorhaben investiert, die bedingt durch den Rückzug nun abgeschrieben werden müssen.
Das Prestige-Projekt von RWE-Chef Jürgen Großmann stand vor allem bei Atomkraftgegnern und Umweltschützern stark in der Kritik, da sich Belene in einem von Erdbeben bedrohten Gebiet befindet.
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David Lorenz
Das Ergebnis der Bundestagswahlen 2009 lässt die Betreiber deutscher Atomkraftwerke von verlängerten Laufzeiten ihrer Reaktoren träumen. So bot RWE-Chef Jürgen Großmann bereits an, im Gegenzug die daraus resultierenden Gewinne seines Konzerns zu 25 Prozent an Bund und Länder abzugeben.
Silke Lautenschläger (CDU), hessische Energieministerin, plant derweil, mögliche Zusatzgewinne durch längere Laufzeiten in die Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren.
Die Landesbank Baden-Württemberg kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass bei einer Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke um 25 Jahre rund 200 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen entstehen würden. Bei zehn Jahren beliefe sich die Summe auf ca. 38 Milliarden Euro.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden. Ob und wie die neue Regierung unter Schwarz-Gelb diesen Beschluss korrigieren wird, ist noch nicht bekannt. Vor der Wahl hatten sich jedoch mehrere Spitzenpolitiker von CDU, CSU und FDP für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke stark gemacht.
SPD, die Linke sowie die Grünen plädieren auf der Gegenseite vehement dafür, am Atomausstieg festzuhalten.
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David Lorenz
Kernkraftwerk im niederländischen Borssele
Die Expansions-Pläne des deutschen Energie-Riesen RWE erhalten einen erneuten Dämpfer. Nachdem das Unternehmen bereits in Bulgarien einen Rückschlag hinnehmen musste, geraten nun auch die Investitions-Bemühungen in den Niederlanden ins Stocken.
RWE wollte sich ursprünglich mit 50 Prozent am einzigen niederländischen Atomkraftwerk in Borssele beteiligen. Der Anteil sollte im Zuge der geplanten Übernahme des angeschlagenen Energie-Versorgers Essent an RWE übergehen. Die EU hatte der Übernahme bereits zugestimmt, die RWE 9,3 Milliarden Euro zuzüglich bestehender Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden Euro des niederländischen Konzerns gekostet hätte.
Mittlerweile konnte allerdings Delta Energy, wie Essent mit 50 Prozent an Borssele beteiligt, eine einstweilige Verfügung gegen die Übernahme durch RWE erwirken. Delta Energy beruft sich dabei auf ein niederländisches Gesetzt, dass es privaten Investoren untersagt, nationale Kerntechnik zu kaufen.
RWE und Essent werden gegen den Gerichtsbeschluss Einspruch einlegen. Da mit einer Prozess-Dauer von mindestens sechs Jahren zu rechnen ist, wird bei der Essent-Übernahme durch RWE die Beteiligung an der Atomanlage in Borssele vorerst ausgeklammert. Der Übernahmepreis wird laut einer Sprecherin des deutschen Energie-Versorgers somit um 950 Millionen Euro vermindert.
RWE ist jedoch weiterhin stark daran interessiert, Borssele nach geklärter Rechtslage zu übernehmen.
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David Lorenz
RWE-Konzernchef Jürgen Großmann könnte in Kürze um eines seiner größten Prestige-Projekte beraubt werden. Laut „Financial Times Deutschland” steht der milliardenschwere Bau des Atomkraftwerkes im bulgarischen Belene aufgrund finanzieller Engpässe vor dem Aus.
Der deutsche Energie-Riese hält an der Projektgesellschaft zur Errichtung des Kernkraftwerkes einen Anteil von 49 Prozent. 51 Prozent sind im Besitz des Staates Bulgarien. Aus Regierungs-Kreisen der Balkan-Republik wurde nun bekannt, dass man das Projekt als überteuert einstufe und die Finanzierung derzeit nicht gewährleistet werden kann.
RWE seinerseits ist auf der Suche nach einem zusätzlichen Investor für den Bau der Anlage bisher nicht fündig geworden. Falls das ehrgeizige Projekt in Bulgarien scheitern sollte, müsste RWE Konzern-Quellen zufolge einen zweistelligen Millionen-Betrag abschreiben.
Das Vorhaben in Belene war zuletzt immer wieder in die Kritik von Umweltschützern geraten, da das geplante Atomkraftwerk in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt.
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David Lorenz
Das Kernkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen ist wieder in Betrieb. Nachdem die Anlage vorvergangene Woche aufgrund eines defekten Maschinentrafos abgeschaltet werden musste, konnte das Atomkraftwerk dank erfolgreichen Funktionstests am gestrigen Montag wieder ans Netz gehen.
Der Wiederinbetriebnahme war ein Streit zwischen zuständigem Landesumweltministerium und dem Bundesumweltministerium um Sigmar Gabriel (SPD) vorangegangen. Erst am Wochenende erhielt der Betreiberkonzern RWE grünes Licht, das Kernkraftwerk wieder hochzufahren.
Laut RWE produziert der 1988 in Betrieb genommene 1400-Megawatt-Reaktorblock jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Atomstrom.
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David Lorenz
Erneut sorgt die Atomindustrie für Aufsehen. Am heutigen Freitagmorgen musste das Kernkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen abgeschaltet werden. Ausgelöst wurde der Zwischenfall laut RWE, Betreiber des Atomkraftwerkes, durch eine Überwachungseinrichtung am Maschinentrafo, die nicht ordnungsgemäß ihren Dienst verrichtete.
Das niedersächsische Umweltministerium gab umgehend bekannt, dass dem Vorfall lediglich eine geringe Bedeutung beigemessen werde und von einem Störfall nicht die Rede sein kann. Eine Sicherheitsgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden und Radioaktivität sei nicht ausgetreten.
Derzeit untersuchen Beamte der zuständigen Aufsichtbehörde den Reaktor und entscheiden dann, wann die Anlange, die seit 1988 in Betrieb ist, wieder hochgefahren werden kann.
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David Lorenz
Der schwedische Stromerzeuger Vattenfall steht vor einem unfreiwilligen Strategiewechsel. Dem staatseigenen Unternehmen wurde von der Regierung Schwedens auferlegt, zukünftig vermindert auf die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken zu setzen.
Vor allem die zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerke im europäischen Ausland, speziell in Deutschland, zogen jüngst den Unmut der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Oloffson auf sich, die konkret die Pläne Vattenfalls zum Neubau eines Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg kritisierte. “In Zukunft werden wir umfangreiche Handlungsanweisungen für die Umstellung auf umweltfreundliche Technik geben”, so die Ministerin laut Financial Times Deutschland (FTD).
Ein Sprecher des in Stockholm ansässigen Konzerns ließ daraufhin verlauten, man werde die Direktiven des Staates umsetzen, auch wenn es sich nicht einfach gestalten werde, kurzfristig komplett auf erneuerbare Energien umzusatteln.
Vattenfall, in der Bundesrepublik hinter E.ON und RWE drittgrößtes Betreiber-Unternehmen, gewinnt in Deutschland einen Großteil seines Stroms aus fossilen Energieträgern, während der Konzern in Schweden lediglich auf Atom-, Wasser- und Windkraft setzt.
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David Lorenz
Die Expansionspläne des deutschen Energie-Riesen RWE nehmen immer deutlichere Konturen an. Nachdem das Unternehmen bereits auf dem Strommarkt in Großbritannien tätig wurde, möchte RWE nun eine 50 prozentige Beteiligung des niederländischen Atomkraftwerks in Borssele erwerben.
Dies würde im Zuge einer Übernahme des maroden Energie-Konzerns Essent geschehen, der die Hälfte des Kernkraftwerkes im Süden der Niederlande inne hält. Allerdings werden in Politk und Wirtschaft Stimmen gegen das Investment RWE’s laut. Das Betreiber-Unternehmen Delta, in Besitz der anderen 50 Prozent von Borssele, würde die Anteile von Essent gerne selber kaufen. Letzten Endes wird die Entscheidung von den Eignern des mit 9,3 Milliarden Euro verschuldeten Energie-Versorgers sowie der nötigen Genehmigung durch die EU-Kommission abhängen. Laut RWE sind bereits rund 90 Prozent der Anteilseigner Essents mit einer Übernahme durch den deutschen Konzern einverstanden.
RWE ist aufgrund des nationalen Atomkonsenses, der die Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke bis 2020 regelt, an ausländischen Kernenergie-Projekten interessiert und bereit, im großen Stile zu investieren. Borssele passt exakt in dieses Schema. Das einzige Kernkraftwerk der Niederlande soll noch bis 2033 Strom erzeugen.
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David Lorenz
Die Störfälle in Biblis wollen nicht abreißen. Wie der Betreiber-Konzern RWE am gestrigen Montag dem zuständigen hessischen Umweltministerium mitteilte, wurde im Block A der Anlage am 3. Juni eine defekte Rohrleitung am Nebenkühlwassersystem entdeckt.
Das Leck wurde daraufhin umgehend abgedichtet und die betroffene Leitung ausgetauscht. Laut RWE war der Kühlungsprozess des Reaktors durch den Zwischenfall zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Weder für Personal noch für die Umgebung habe eine Gefahr bestanden.
Die Reaktorblöcke A und B in Biblis sind bereits seit mehreren Monaten aufgrund anhaltender Instandsetzungsarbeiten außer Betrieb. RWE plant, das älteste deutsche Atomkraftwerk trotz nicht abreißender Proteste von Umweltschützern und Kernenergie-Gegnern in naher Zukunft wieder ans Netz zu nehmen. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.
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David Lorenz
Nachdem vor rund vier Wochen bereits das Atomkraftwerk in Grohnde routinemäßigen Wartungsarbeiten unterzogen wurde, ging gestern Abend nun auch Brokdorf für die jährlich durchzuführende Revision vom Netz.
Das zuständige Sozialministerium Schleswig-Holsteins gab in Kiel bekannt, dass 56 der 193 im Reaktorkern befindlichen Brennelemente ausgetauscht werden sollen. Daneben müssen fällige Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt, sowie die Sicherheitslage des Kernkraftwerkes einer genauen Prüfung unterzogen werden.
Das Atomkraftwerk an den Ufern der Elbe wird aufgrund der Revision insgesamt einen Monat lang keinen Strom produzieren. Damit befindet sich Brokdorf in prominenter Gesellschaft, denn die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel im Norden Deutschlands befinden sich seit Störfällen aus dem Jahr 2007 ebenfalls nicht am Netz.
Brokdorf gehört zu 80 Prozent dem Betreiber-Konzern E.ON und zu 20 Prozent dem schwedischen Energie-Riesen Vattenfall. Seit 1986 ist das Kernkraftwerk in Betrieb und soll laut Atomkonsens planmäßig im Jahre 2018 abgeschaltet werden.
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