Von:
David Lorenz
„Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien. Sie müssen erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen. Das ist die beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.
„Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen. Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten.“
Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, CDU, CSU, Erneuerbare Energien, Horst Seehofer, Kernkraftwerk, Kohlekraftwerk, Norbert Röttgen
Von:
David Lorenz
Die globale Atom-Renaissance hält weiter an. Mittlerweile plant die polnische Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk, das erste Atomkraftwerk des Landes zu bauen. Bis ins Jahr 2020 soll mindestens ein Kernreaktor in Polen ans Stromnetz gehen.
Der ehrgeizige Zeitplan sieht vor, bis 2013 einen geeigneten Standort für die Anlage zu finden und spätestens 2016 mit dem Bau des Atomkraftwerks zu beginnen. Dabei wird bereits in Erwägung gezogen, den Reaktor im Norden des Landes zu errichten, da dieser Teil der Republik bisher nur lückenhaft mit Strom versorgt werden kann.
Befürworter des polnischen Atomeinstieges argumentieren mit einem stark verringerten CO2-Ausstoß. Aktuell bezieht das Land rund 90 Prozent seiner Stromerzeugnisse aus Kohlekraftwerken.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Donald Tusk, Kernkraftwerk, Kohlekraftwerk, Polen
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David Lorenz
Der schwedische Stromerzeuger Vattenfall steht vor einem unfreiwilligen Strategiewechsel. Dem staatseigenen Unternehmen wurde von der Regierung Schwedens auferlegt, zukünftig vermindert auf die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken zu setzen.
Vor allem die zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerke im europäischen Ausland, speziell in Deutschland, zogen jüngst den Unmut der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Oloffson auf sich, die konkret die Pläne Vattenfalls zum Neubau eines Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg kritisierte. “In Zukunft werden wir umfangreiche Handlungsanweisungen für die Umstellung auf umweltfreundliche Technik geben”, so die Ministerin laut Financial Times Deutschland (FTD).
Ein Sprecher des in Stockholm ansässigen Konzerns ließ daraufhin verlauten, man werde die Direktiven des Staates umsetzen, auch wenn es sich nicht einfach gestalten werde, kurzfristig komplett auf erneuerbare Energien umzusatteln.
Vattenfall, in der Bundesrepublik hinter E.ON und RWE drittgrößtes Betreiber-Unternehmen, gewinnt in Deutschland einen Großteil seines Stroms aus fossilen Energieträgern, während der Konzern in Schweden lediglich auf Atom-, Wasser- und Windkraft setzt.
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