Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

Wirtschaftskrise erfasst Energie-Konzern

Mai 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Wirtschaftskrise macht auch vor dem hyperrentablen Energie-Sektor nicht halt

Das musste im letzten Quartal Branchen-Primus E.ON schmerzhaft erfahren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde der Überschuss von Januar bis März zwar um 2,5 Milliarden Euro gesteigert (ein Plus von 17 Prozent), doch das ist lediglich stichtagsbezogenen Derivatsgeschäften zu verdanken. Ohne diese Erträge wäre der Gewinn um zwei Prozent auf 1,8 Milliarden Euro geschrumpft.

Im Vergleich zu anderen Branchen handelt es sich dabei sicherlich um Jammern auf hohem Niveau, doch der Energie-Wirtschaftszweig war in den vergangenen Jahren stets für neue Super-Zahlen und Rekordgewinne verantwortlich und schien von der Finanzkrise lange nicht betroffen zu sein.

Neben der weltweiten Rezession gibt es einen weiteren Grund für die stagnierenden Zahlen von E.ON: stillstehende Atomkraftwerke sowie ein Absatz-Einbruch auf dem Gas-Markt.

Dennoch konnte der Energie-Riese zuletzt seinen Umsatz um 14 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro steigern. Für das laufende Geschäftsjahr geht die Konzern-Führung von ähnlichen Zahlen wie 2008 aus. Aufgrund der aktuell unsicheren Lage ist die Prognose allerdings möglichen Schwankungen ausgesetzt.

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E.ON will weiter expandieren

Mai 12th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Investitions-Pläne deutscher Energie-Konzerne im europäischen Ausland haben Hochkonjunktur.

Nachdem bereits ein Gemeinschaftsunternehmen um die Betreiber E.ON und RWE in Großbritannien den Strommarkt aufmischen will, gibt es weitere Expansions-Bemühungen zu vermelden. E.ON möchte sich Medienberichten zufolge in das französische Kernkraftwerk bei Penly (Normandie) einkaufen.

„Wir diskutieren mit E.ON über einen Austausch von Aktiva“, so der Chef des französischen Stromanbieters EDF, Pierre Gadonneix, am vergangenen Dienstag gegenüber dem Pariser Wirtschaftsblatt „Les Echos“.

Für EDF hat die Beteiligung auch einen politischen Hintergrund, da durch die Zusammenarbeit mit E.ON der Vorwurf entkräftet werden könnte, Frankreich würde seinen Strommarkt für Investitionen aus dem Ausland abriegeln. Der Staatskonzern hält in der Grande Nation quasi die Monopolstellung auf dem Energie-Sektor. Daneben ist EDF mit Investitionen in Großbritannien, der Schweiz, Italien, Belgien und Deutschland teils mit starken Markt-Positionen ausgestattet.

E.ON, deutscher Marktführer in Sachen Energieversorgung, plant derweil, die nationale Konkurrenz mit ins Boot zu holen. EnBW soll laut Bestrebungen des Unternehmens mit 500 Megawatt Atomstrom am Projekt in Frankreich beteiligt werden. Insgesamt würde der Verbund etwa 8,5 Prozent an dem Kernkraftwerk erwerben.

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Routine-Revision in Grohnde

Mai 8th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Aufgrund jährlicher Wartungsarbeiten geht das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln kommenden Samstag für rund zwei Wochen vom Netz.

Laut dem niedersächsischen Umweltministerium sollen während dieser Zeit 48 der 193 Brennelemente ausgetauscht, sowie der Reaktor auf sicherheitsrelevante Punkte hin überprüft werden. Zudem müssen Armaturen und Behälter kontrolliert, das nukleare Dampferzeugungssystem per Röntgen- und Ultraschallprüfung durchleuchtet, und Instandhaltungsmaßnahmen routinemäßig vorgenommen werden. 

Das Kernkraftwerk an der Weser, in Besitz von E.ON, hat eine voraussichtliche Laufzeit bis ins Jahr 2017 und ist bereits seit 1984 in Betrieb.

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Führungswechsel: E.ON-Chef kündigt Rücktritt an

Mai 7th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Auf der Hauptversammlung des Energie-Riesen E.ON in Essen gab Konzernchef Wulf Bernotat am gestrigen Mittwoch überraschend bekannt, seinen im Mai 2010 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Als Grund gab der Manager die Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen an.

Seit 2003 hält der 60-Jährige nun schon die Leitung des größten deutschen Energielieferanten inne. Sein persönliches Fazit für diese Zeit viel durchaus positiv aus. E.ON habe sich hervorragend auf dem europäischen Markt positioniert und die Aussichten für die Zukunft seien viel versprechend.

Dabei solle der Konzern laut Bernotat nicht durch Zukäufe, sondern aus eigener Kraft weiter wachsen. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen hauptsächlich durch Investitionen in Spanien, Frankreich, Italien Russland an Marktmacht gewonnen.

Vor allem die Modernisierung bestehender Kraftwerke und Stromnetze soll nach Plänen des scheidenden Konzern-Chefs zukünftig Gegenstand finanzieller Aufwendungen sein. Daneben sieht E.ON vor, moderne Kohle- und Gaskraftwerke in Deutschland und Großbritannien zu errichten.

Als Nachfolger für Bernotat wird derweils Johannes Teyssen, stellvertretender Vorstandschef, gehandelt. Der Aufsichtsrat des Unternehmens lies jedoch umgehend verlauten, man werde sich bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger Zeit lassen.

Bernotat selbst übte währenddessen auf der Hauptversammlung harsche Kritik an der europäischen Energiepolitik. „Je nach kurzfristiger Stimmungslage stehen mal die Energiepreise, mal der Klimaschutz und mal eine sichere Versorgung im Mittelpunkt. Wir können aber die Schwerpunkte unserer Unternehmensstrategie nicht immer wieder den Schwankungen der energiepolitischen Debatte anpassen.”

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Betreiber von Atomkraftwerken in Deutschland: E.ON

Mai 2nd, 2009 · 3 Kommentare

Von: David Lorenz

Im zweiten Teil der Betreiber-Serie auf atomstrom-info soll nach RWE heute E.ON vorgestellt werden, der größte Energie-Lieferant Deutschlands.

E.ON wurde im Juni 2000 durch eine Fusion der Konzerne VEBA und VIAG gegründet. Der Firmensitz befindet sich in Düsseldorf und das Unternehmen ist an der Börse notiert. Zu den Kernkompetenzen der Aktiengesellschaft gehört der Handel mit Gas und Elektrizität an Endverbraucher sowie Industrie und Handel. Teils stammt der Strom aus eigenen Atomkraftwerken, teils wird er in großen Mengen aus dem Ausland hinzugekauft.

Die Distributionswege von E.ON funktionieren bevorzugt über Zwischenhändler auf regionaler Ebene, zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens gehören Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Österreich, die Niederlande, Tschechien, Rumänien und die Slowakei.

Der Energie-Riese beschäftigt aktuell rund 93.500 Mitarbeiter und konnte 2008 einen Umsatz von 87,65 Milliarden Euro erwirtschaften.

Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungs-unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für E.ON waren das im Jahr 2007 folgende Werte:

  • Erneuerbare Energieträger: 14 Prozent
  • Kernenergie: 38,5 Prozent
  • Fossile Energieträger: 47,5 Prozent

Das Unternehmen betreibt mittels der Tochtergesellschaft E.ON Kernkraft GmbH folgende aktive Atomkraftwerke in Deutschland:

  • Brokdorf
  • Grafenrheinfeld
  • Grohnde
  • Isar 1 und 2
  • Unterweser
  • Grundremmingen B und C
  • Brunsbüttel
  • Krümmel
  • Emsland

Daneben verfügt E.ON über mehrere Gas-, Öl-, Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke sowie drei Biomasse- und ein Hybridkraftwerk. Außerdem ist das Unternehmen in Besitz eines eigenen Stromnetzes.

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Erfolg für deutsche Energiekonzerne

April 29th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

E.ON und RWE drängen mit aller Macht auf den britischen Energiemarkt.

In Form eines frisch gegründeten Gemeinschafts-unternehmens ersteigerten die Stromkonzerne in Großbritannien zwei äußerst begehrte Grundstücke, auf denen bis 2018 jeweils ein neues Atomkraftwerk  entstehen soll.

Die britische Regierung hatte 2008 den Bau dreier Kernreaktoren ausgeschrieben, von denen nun zwei von E.ON und RWE betrieben werden sollen. Dabei streben die deutschen Energie-Riesen eine Gesamt-Kapazität von 6.000 Megawatt an. Der französische Konzern EDF bekam den Zuschlag für Meiler Nummer drei.

Bei den Standorten für die geplanten Atomkraftwerke handelt es sich laut der zuständigen Behörde, National Decommissioning Authority (NDA), um die besten Großbritanniens. 

Für RWE/E.ON ist die Inbetriebnahme ausländischer Kernkraftwerke deswegen so interessant, da ihnen in Deutschland bis 2020 bei aktueller politischer Lage der Atomausstieg droht. Kommt es jedoch zu veränderten Mehrheitsverhältnissen im Bundestag nach der Wahl 2009, könnten sich die Voraussetzungen komplett verändern.

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Kartellamt wird auf dem Strommarkt aktiv

April 17th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Bereits seit längerem besteht in Deutschland der Verdacht, Energie-Konzerne wie RWE, E.ON oder Vattenfall würden Strommengen absichtlich verknappen, um die Preise für den Verbraucher hoch zu halten.

Nun schaltet sich das Kartellamt ein.

Laut einem Pressebericht durchleuchtet die Bonner Behörde in einer groß angelegten Aktion die Preisgestaltung von 60 Unternehmen der Strombranche. Im Vordergrund des Verfahrens stehen dabei Kraftwerksbetreiber und Großhändler. Endverteiler wie verschiedene Stadtwerke sind dagegen von geringerem Interesse für das Kartellamt.

Gegenüber der „Financial Times Deutschland“ äußerte sich ein Sprecher der Behörde, die Unternehmen müssten bis Anfang Mai in umfangreichen Fragebögen Auskunft zu ihrem Angebotsverhalten offen legen.

Seit 2005 gestattet das deutsche Kartellrecht so genannte Sektorenuntersuchungen, die bei Verstößen gegen geltende Gesetze als Grundlage für Auflagen oder Strafen dienen können. Die Mineralölindustrie sowie das Ferngasnetz wurden im vergangenen Jahr bereits Gegenstand ähnlicher Untersuchungen. In den kommenden Wochen rechnet das Kartellamt in beiden Fällen mit Ergebnissen.

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E.ON mit Expansions-Plänen

April 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der größte Energiekonzern Deutschlands will weiter expandieren.

Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“ erläuterte E.ON-Energie-Chef Klaus Dieter Maubach die Expansions-Bestrebungen des Betreibers. Veraltete Anlagen sollen durch neue Gas-, Kohle-, und Windkraftwerke ersetzt werden. Auch Beteiligungen an ausländischen Atomkraftwerken zieht das Unternehmen laut Maubach in Betracht.

Nach internen Berechnungen durch E.ON brauche Deutschland für die Zukunft jedoch keine zusätzlichen Kernkraftwerke, um den Strom-Bedarf von Elektroautos zu decken. “Selbst in den Szenarien, die sehr optimistisch sind und die höchste zu erwartende Zahl von Elektroautos für 2020 oder 2030 voraussagen, brauchen wir kein neues Kraftwerk“, so Maubach gegenüber dem Focus.

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Betreiber von Atomkraftwerken in Deutschland: RWE

April 7th, 2009 · 2 Kommentare

Von: David Lorenz

Die RWE AG ist hinter E.ON der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland. Das Unternehmen betreibt die Atomkraftwerke in Biblis, Emsland, Gundremmingen, Lingen, Mülheim-Kärlich und Belene (Bulgarien). Daneben verfügt RWE über verschiedene Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Wasserkraftwerke sowie eine Müllverbrennungsanlage und eine eigene Gas-Leitung durch Tschechien.

Außerdem ist RWE im Besitz verschiedener Stromnetze, Umspannanlagen und einer eigenen Eisenbahnstrecke.

Seinen Sitz hat das traditionsreiche Unternehmen (Gründungsjahr 1898) in Essen. Der Firmenname lautete bis 1990 „Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk  AG“. 

Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für RWE waren das im Jahr 2007 folgende Werte:

  • Erneuerbare Energieträger: 18 Prozent
  • Kernenergie: 16 Prozent
  • Fossile Energieträger: 66 Prozent

RWE beschäftigte 2008 weltweit 60.000 Mitarbeiter, der Umsatz betrug im selben Jahr 48,96 Milliarden Euro. Das Unternehmen unterhält verschiedenen Tochterfirmen in Europa, hauptsächlich in England, Polen und Tschechien.

2007 hatte RWE ein Missbrauchsverfahren von der EU-Kommission am Hals, die dem Energieriesen vorwarf, Konkurrenten gezielt den Zugang zum Erdgasmarkt über das firmeneigene Transportnetz zu erschweren. Nach einer Bußgeld-Androhung über einen dreistelligen Millionen-Betrag willigte RWE ein, sein Gas-Übertragungsnetz in Deutschland an einen neutralen Dritten zu verkaufen. Das Verfahren wurde daraufhin erst im März 2009 eingestellt, mit der Bedingung, den geplanten Verkauf auch umzusetzen.  

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