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David Lorenz
Im Atomkraftwerk Isar 1 nahe Landshut ereignete sich Anfang der Woche eine technische Panne. Laut E.ON, Betreiber der Anlage, kam es zu einem Leck an einem Brennelement. Zudem sei in der vergangenen Woche ein Transformator ausgefallen. Der Energie-Konzern gab bekannt, dass aufgrund der Störungen Isar 1 für die kommenden zehn Tage vom Netz genommen wird.
Der Ausfall könnte E.ON Berechnungen zufolge rund 10 Millionen Euro kosten. Die Fraktion der Grünen forderte derweil im bayrischen Landtag, die Panne umgehend aufzuklären.
Das Atomkraftwerk Isar 1 nördlich von München ist bereits seit 1977 am Netz und soll im kommenden Jahr planmäßig abgeschaltet werden.
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David Lorenz
Der für diesen Herbst geplante Transport plutoniumhaltiger Brennelemente von Sellafield (Großbritannien) ins niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde wurde vom Energie-Konzern E.ON bis auf unbestimmte Zeit verschoben.
Als Grund gab eine Sprecherin des Unternehmens an, dass bisher noch keine exakte Route für die Überführung feststehe. Der geplante Transport hatte zuletzt das öffentliche Aufsehen erregt, da die Brennelemente zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder per Schiff von Großbritannien nach Deutschland verfrachtet werden sollten.
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David Lorenz
Das Ergebnis der Bundestagswahlen 2009 lässt die Betreiber deutscher Atomkraftwerke von verlängerten Laufzeiten ihrer Reaktoren träumen. So bot RWE-Chef Jürgen Großmann bereits an, im Gegenzug die daraus resultierenden Gewinne seines Konzerns zu 25 Prozent an Bund und Länder abzugeben.
Silke Lautenschläger (CDU), hessische Energieministerin, plant derweil, mögliche Zusatzgewinne durch längere Laufzeiten in die Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren.
Die Landesbank Baden-Württemberg kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass bei einer Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke um 25 Jahre rund 200 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen entstehen würden. Bei zehn Jahren beliefe sich die Summe auf ca. 38 Milliarden Euro.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden. Ob und wie die neue Regierung unter Schwarz-Gelb diesen Beschluss korrigieren wird, ist noch nicht bekannt. Vor der Wahl hatten sich jedoch mehrere Spitzenpolitiker von CDU, CSU und FDP für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke stark gemacht.
SPD, die Linke sowie die Grünen plädieren auf der Gegenseite vehement dafür, am Atomausstieg festzuhalten.
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David Lorenz
Der deutsche Energie-Konzern E.ON will die Zusammenstellung seines Energie-Mixes ändern. Laut dem „Handelsblatt“ plant die Unternehmensführung, deutsche Kohlekraftwerke gegen eine Beteiligung an französischen Atomkraftwerken einzutauschen.
Dabei geht es vorerst um Kapazitäten von rund 800 Megawatt, die E.ON an den französischen Reaktoren in Fessenheim und Cattenom übernehmen will. Im Gegenzug erhält Electricité de France (EdF), der staatliche Energiekonzern Frankreichs, Anteile an Kohlekraftwerken von E.ON und der Tochter EnBW.
Darüber hinaus strebt Konzern-Chef Wulf Bernotat an, die 25-prozentige Beteiligung der EdF am französischen Stromversorger Snet zu übernehmen, an dem E.ON bereits eine Mehrheitsbeteiligung innehält. Somit würde sich E.ON als erstes privates Energie-Unternehmen auf dem französischen Strom-Markt etablieren.
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Atomkraftwerk im niedersächsischen Grohnde
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Beim gestrigen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kernkraftwerks in Grohnde lies der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlauten, er hielte es für falsch, das Atomkraftwerk an der Oberweser wie geplant im Jahre 2018 von Netz zu nehmen.
„Es wäre ein großer Fehler, die zuverlässig laufende Anlage nur aufgrund einer politischen Entscheidung abzuschalten”, so der 50-jährige Politiker.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden.
Der Atommeiler in Grohnde ist ein 1430-Megawatt-Reaktor, wird von E.ON und den Stadtwerken Bielefeld betrieben und ist seit 1985 am Netz.
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Nuklearkomplex in Sellafield, Großbritannien
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Das hat es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben. Der deutsche Energie-Riese E.ON plant, plutoniumhaltige Brennelemente aus dem nordenglischen Sellafield per Schiff nach Deutschland zu verfrachten. Als Umschlagplatz dient Cuxhaven, von wo aus die Brennelemente an ihren Bestimmungsort transportiert werden sollen, das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde.
Laut einer E.ON-Sprecherin steht noch kein genauer Termin für den Transport fest, man plane allerdings, den Transfer der Brennelemente noch im Herbst durchzuführen. Zuletzt wurde im Jahre 1996 radioaktives Material von Sellafield nach Deutschland verschifft.
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David Lorenz
Ähnlich der Situation in Armenien muss Litauen im kommenden Jahr das Kernkraftwerk Ignalina aufgrund seines hohen Alters (Inbetriebnahme: 1984) sowie diverser Baumängel auf Anordnung der EU vom Netz nehmen. Das baltische Atomkraftwerk, das die Länder Litauen, Estland, Lettland und Polen mit Strom versorgt, hat mittlerweile nur noch einen von ursprünglich zwei Reaktoren in Betrieb. Bereits 2004 wurde der erste Block heruntergefahren.
Da Litauen eine große Abhängigkeit von der Nutzung atomaren Stroms aufweist, ist schon seit geraumer Zeit der Bau eines neuen Kernkraftwerkes am selben Standort geplant. Ohne ausreichende Kapazitäten an eigenen Energiequellen würde das Land in extreme Abhängigkeiten von russischen Strom-Importen schlittern, was die Regierung um Ministerpräsident Andrius Kubilius unbedingt verhindern will. Daher sollen bereits im Jahr 2018 zwei Reaktoren mit einer Leistung von zusammengerechnet 3.200 Megawatt in Betrieb genommen werden.
Aufgrund interner Streitigkeiten zwischen den beteiligten Nationen steht ein Abschluss des ehrgeizigen Projektes momentan allerdings noch auf der Kippe. Lettlands Staatschef Valdis Dombrovskis weiß wegen etlichen offenen Fragen den Optimismus seines litauischen Amtskollegen nicht zu teilen und geht frühestens für das Jahr 2025 mit einer Fertigstellung der Anlage aus.
Der deutsche Strom-Konzern E.ON sowie das schwedische Energie-Unternehmen Vattenfall sollen derweil bereits Interesse an einer Inbetriebnahme des neuen Atomkraftwerkes bekundet haben.
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David Lorenz
Der schwedische Stromerzeuger Vattenfall steht vor einem unfreiwilligen Strategiewechsel. Dem staatseigenen Unternehmen wurde von der Regierung Schwedens auferlegt, zukünftig vermindert auf die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken zu setzen.
Vor allem die zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerke im europäischen Ausland, speziell in Deutschland, zogen jüngst den Unmut der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Oloffson auf sich, die konkret die Pläne Vattenfalls zum Neubau eines Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg kritisierte. “In Zukunft werden wir umfangreiche Handlungsanweisungen für die Umstellung auf umweltfreundliche Technik geben”, so die Ministerin laut Financial Times Deutschland (FTD).
Ein Sprecher des in Stockholm ansässigen Konzerns ließ daraufhin verlauten, man werde die Direktiven des Staates umsetzen, auch wenn es sich nicht einfach gestalten werde, kurzfristig komplett auf erneuerbare Energien umzusatteln.
Vattenfall, in der Bundesrepublik hinter E.ON und RWE drittgrößtes Betreiber-Unternehmen, gewinnt in Deutschland einen Großteil seines Stroms aus fossilen Energieträgern, während der Konzern in Schweden lediglich auf Atom-, Wasser- und Windkraft setzt.
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David Lorenz
Nachdem vor rund vier Wochen bereits das Atomkraftwerk in Grohnde routinemäßigen Wartungsarbeiten unterzogen wurde, ging gestern Abend nun auch Brokdorf für die jährlich durchzuführende Revision vom Netz.
Das zuständige Sozialministerium Schleswig-Holsteins gab in Kiel bekannt, dass 56 der 193 im Reaktorkern befindlichen Brennelemente ausgetauscht werden sollen. Daneben müssen fällige Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt, sowie die Sicherheitslage des Kernkraftwerkes einer genauen Prüfung unterzogen werden.
Das Atomkraftwerk an den Ufern der Elbe wird aufgrund der Revision insgesamt einen Monat lang keinen Strom produzieren. Damit befindet sich Brokdorf in prominenter Gesellschaft, denn die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel im Norden Deutschlands befinden sich seit Störfällen aus dem Jahr 2007 ebenfalls nicht am Netz.
Brokdorf gehört zu 80 Prozent dem Betreiber-Konzern E.ON und zu 20 Prozent dem schwedischen Energie-Riesen Vattenfall. Seit 1986 ist das Kernkraftwerk in Betrieb und soll laut Atomkonsens planmäßig im Jahre 2018 abgeschaltet werden.
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David Lorenz
Trendwende auf dem Strommarkt. Im Jahr 2008 stieg der Atomstrom-Anteil am deutschen Energiemix von 22,3 Prozent aus dem Vorjahr auf 23,5 Prozent an. Auch Erzeugnisse aus Erdgas sowie von Wind-, Wasser,- und Biomasse-Kraftwerken nahmen nach einem vorläufigen Ergebnis des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem unter Anderem die größten Betreiber-Konzerne wie RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW angehören, um etwa 13 Milliarden Kilowattstunden zu, während Braun- und Steinkohle-Kraftwerke zum Teil deutlich weniger Strom produzierten als noch 2007.
Insgesamt wurden in Deutschland 2008 599,3 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, was einem Plus von lediglich 400 Millionen Kilowattstunden im Vergleich zu 2007 entspricht. Grund für die nur marginale Zunahme ist laut BDEW-Vorsitzender Hildegrard Müller der Konjunktureinbruch aus dem letzten Quartal 2008.
Die Kernenergie stellt durch das Ergebnis den größten Anteil am deutschen Strommarkt und löst somit den bisherigen Spitzenreiter, die Braunkohle, ab. Wichtigster Grund für die Trendwende ist die Tatsache, dass 2007 mehrere Atomkraftwerke aufgrund von Störfällen nicht am Netz waren (Biblis, Krümmel, Brunsbüttel). Im Februar 2008 wurde Biblis wieder in Betrieb genommen, was den Atomstrom-Anteil am deutschen Energiemix stark beeinflusste.
Vattenfall plant derweil noch für dieses Jahr die Reaktoren in Krümmel und Brunsbüttel nach umfangreichen Revisionsarbeiten wieder ans Netz zu nehmen, was den Anteil an Atomstrom-Erzeugnissen im Vergleich zur Braun- und Steinkohle weiter erhöhen würde.
Energiemix in Deutschland (2008) in Milliarden Kilowattstunden:
- Kernenergie: 140,8
- Braunkohle: 138,3
- Steinkohle: 114,4
- Erneuerbare Energien: 90,9
- Erdgas: 83,2
- Sonstige: 31,8
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