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David Lorenz
„Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien. Sie müssen erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen. Das ist die beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.
„Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen. Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten.“
Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, CDU, CSU, Erneuerbare Energien, Horst Seehofer, Kernkraftwerk, Kohlekraftwerk, Norbert Röttgen
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David Lorenz
„Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist in Deutschland aber seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall und wird sich nach meiner Einschätzung auch nicht mehr ändern.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Bild“-Zeitung.
Schlagworte: · Atomausstieg, CDU, Kernenergie, Norbert Röttgen
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David Lorenz
Von 1998 bis 2005 Bundesminister für Umwelt: Jürgen Trittin
„Der Ausbau der erneuerbaren Energie wird durch die Verlängerung der Atomkraft ausgebremst. Die von Schwarz-Gelb als Brückentechnologie verkaufte Atomkraft bricht in Wahrheit die Brücke in das Solarzeitalter ab.“
Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, gegenüber der „Financial Times Deutschland“.
(Photo by gruenenrw | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
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David Lorenz
Das Ergebnis der Bundestagswahlen 2009 lässt die Betreiber deutscher Atomkraftwerke von verlängerten Laufzeiten ihrer Reaktoren träumen. So bot RWE-Chef Jürgen Großmann bereits an, im Gegenzug die daraus resultierenden Gewinne seines Konzerns zu 25 Prozent an Bund und Länder abzugeben.
Silke Lautenschläger (CDU), hessische Energieministerin, plant derweil, mögliche Zusatzgewinne durch längere Laufzeiten in die Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren.
Die Landesbank Baden-Württemberg kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass bei einer Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke um 25 Jahre rund 200 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen entstehen würden. Bei zehn Jahren beliefe sich die Summe auf ca. 38 Milliarden Euro.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden. Ob und wie die neue Regierung unter Schwarz-Gelb diesen Beschluss korrigieren wird, ist noch nicht bekannt. Vor der Wahl hatten sich jedoch mehrere Spitzenpolitiker von CDU, CSU und FDP für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke stark gemacht.
SPD, die Linke sowie die Grünen plädieren auf der Gegenseite vehement dafür, am Atomausstieg festzuhalten.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkonsens, Atomkraftwerk, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Die Linke, E.ON, FDP, Jürgen Großmann, Kernkraftwerk, Laufzeitverlängerung, RWE, Silke Lautenschläger, SPD
September 16th, 2009 · 1 Kommentar
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David Lorenz
Annette Schavan ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung
Brisante Enthüllung vor der anstehenden Bundestagswahl. Laut „Financial Times Deutschland“ hält Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bereits seit mehreren Monaten eine von ihr selbst in Auftrag gegebene Studie zur nationalen Gewinnung und Nutzung von Kernenergie zurück. Rund 100 renommierte Forscher sprechen sich in dem Gutachten für den Bau neuer Atomkraftwerke aus. Daneben regen sie die Suche nach alternativen Standorten für die Endlagerung von radioaktiven Rückständen in Deutschland an.
Das Ergebnis der Studie steht somit im direkten Kontrast zum Programm der CDU, das den Neubau von Kernkraftwerken bisher nicht vorsah. Auch in Sachen Endlagerung kommt es zu einem anderen Fazit als Schavan, die Gorleben stets als geeigneten Standort für die Deponierung von Atommüll darstellte.
Der Verschluss des Gutachtens dürfte für Schavan und die CDU jedoch noch einen anderen Grund haben. Zwar tritt die Union zusammen mit der FDP für längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke ein, doch aufgrund der kritischen Haltung vieler Bundesbürger wurde im bisherigen Wahlkampf kaum auf das Thema eingegangen. Das Gutachten der Forschergruppe hätte durch eine Veröffentlichung neue Diskussionen angeregt und dem politischen Gegner, in Form von SPD, Grünen und der Linken, Angriffsfläche für den Wahlkampf geboten. Genannte Parteien werben offensiv mit dem Atomausstieg um Stimmen bei der Bundestagswahl.
(Photo by Andreas Schepers | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
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September 14th, 2009 · 1 Kommentar
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David Lorenz
Offshore-Windpark vor der Küste Dänemarks
Die jüngsten Ereignisse im Atomkraftwerk Krümmel und die Enthüllungen zum Endlager Gorleben haben direkten Einfluss auf die nationale Energiepolitik. Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge plant die Große Koalition noch vor den Bundestagswahlen am 27. September den Bau von 40 Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee zu genehmigen.
Laut Bundesverkehrminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sollen rund 2.500 Windräder auf See errichtet werden. „Wir rechnen im Norden mit 30.000 neuen industriellen Arbeitsplätzen in der Offshore-Windindustrie in den kommenden Jahren“, so Tiefensee. „Die aktuelle Diskussion um das Atommülllager Gorleben zeigt uns wieder mal ganz deutlich, dass wir erneuerbare Energien weiter ausbauen müssen. Offshore-Windparks sind dabei ein sinnvoller Beitrag zur umweltbewussten Energiegewinnung.“
Nach Berechnungen des Verkehrsministeriums können durch die Anlagen bei vollem Wind rund 12.000 Megawatt Windenergie erzeugt werden - das entspräche einer Leistung von 12 mittelgroßen Atomkraftwerken und könnte ca. 12 Millionen deutsche Haushalte mit Strom versorgen.
Von den geplanten 40 Windparks sollen 30 in der Nord-, und zehn in der Ostsee errichtet werden. Dabei ist geplant, die Anlagen zwischen 50 und 90 Kilometer vor den Küsten im Meer zu platzieren. Laut Tiefensee sind 22 Windparks bereits genehmigt.
(Photo by m. prinke | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Bundestagswahlkampf 2009, CDU, CSU, Endlagerung, Erneuerbare Energien, Gorleben, Krümmel, SPD, Windkraft, Wolfgang Tiefensee
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David Lorenz
Wurde das Atommüll-Endlager Gorleben Anfang der achtziger Jahre trotz Bedenken zuständiger Expetern in Betrieb genommen? Laut Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ hat die schwarz-gelbe Regierung unter Helmut Kohl (CDU) 1983 massiv Einfluss auf verschiedene Gutachten genommen, die Gorleben als geeignetes Zwischen- und Endlager für radioaktive Rückstände in Frage stellten.
So ließen die damaligen Ministerien für Forschung und Inneres unter der Leitung von Heinz Riesenhuber (CDU) und Friedrich Zimmerman (CSU) angeblich kritische Passagen aus den von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) verfassten Berichten beschönigen oder an weniger prominenten Stellen platzieren. Zudem seien positive Aspekte für eine Inbetriebnahme stärker herausgehoben und das abschließende Fazit komplett diktiert worden.
Der frühere Abteilungsleiter der PTB, Helmut Röthemeyer, hatte bereits Anfang 2009 öffentlich beklagt, dass seine Behörde zum damaligen Zeitpunkt unter erheblichem Druck der Politik stand, die Gorleben unbedingt in Betrieb nehmen wollte.
Schlagworte: · Atommüll, CDU, CSU, Endlagerung, FDP, Gorleben, Zwischenlagerung
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David Lorenz
Setzt auch zukünftig auf Kernenergie: Angela Merkel
„Für eine ausgewogene Energiepolitik über das Jahr 2020 hinaus ist die Nutzung von Atomenergie eine Brückentechnologie und unverzichtbar. Ein Ausstieg in zehn Jahren, wie noch unter der rot-grünen Regierung beschlossen, kommt für die nationale Energieversorgung zu abrupt.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am gestrigen Sonntag auf einer Pressekonferenz in Hamburg.
(Photo by World Economic Forum | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: · Angela Merkel, Atomausstieg, Atomkonsens, CDU
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David Lorenz
Atomkraftwerk im niedersächsischen Grohnde
(Photo by ich bin woanders… | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Beim gestrigen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kernkraftwerks in Grohnde lies der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlauten, er hielte es für falsch, das Atomkraftwerk an der Oberweser wie geplant im Jahre 2018 von Netz zu nehmen.
„Es wäre ein großer Fehler, die zuverlässig laufende Anlage nur aufgrund einer politischen Entscheidung abzuschalten”, so der 50-jährige Politiker.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden.
Der Atommeiler in Grohnde ist ein 1430-Megawatt-Reaktor, wird von E.ON und den Stadtwerken Bielefeld betrieben und ist seit 1985 am Netz.
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David Lorenz
„Ich bin außerordentlich beunruhigt über die Sicherheitslage in Philippsburg, Krümmel und Emsland. In allen drei Atomkraftwerken gibt es Probleme im Bereich der Maschinentransformatoren, obwohl alle drei Anlagen kurz zuvor in der Revision waren oder umfassend saniert wurden. Inzwischen sind sechs von 17 eigentlich noch laufenden Reaktoren in Deutschland vom Netz - aus Sicherheitsgründen wohlgemerkt.“
Sigmar Gabriel (SPD), Bundesumweltminister, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.
„Wer will, dass Deutschland bei der Energieversorgung eine vernünftige Perspektive hat, darf die Kernkraft nicht verteufeln. Es ist verantwortungslos, die Pannen in Krümmel für Propaganda zu nutzen.“
Annette Schavan (CDU), Bundesforschungsministerin, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.
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