Von:
David Lorenz
Im Atomkraftwerk Isar 1 nahe Landshut ereignete sich Anfang der Woche eine technische Panne. Laut E.ON, Betreiber der Anlage, kam es zu einem Leck an einem Brennelement. Zudem sei in der vergangenen Woche ein Transformator ausgefallen. Der Energie-Konzern gab bekannt, dass aufgrund der Störungen Isar 1 für die kommenden zehn Tage vom Netz genommen wird.
Der Ausfall könnte E.ON Berechnungen zufolge rund 10 Millionen Euro kosten. Die Fraktion der Grünen forderte derweil im bayrischen Landtag, die Panne umgehend aufzuklären.
Das Atomkraftwerk Isar 1 nördlich von München ist bereits seit 1977 am Netz und soll im kommenden Jahr planmäßig abgeschaltet werden.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Bündnis 90/Die Grünen, E.ON, Isar 1, Kernkraftwerk, Panne
Von:
David Lorenz
Von 1998 bis 2005 Bundesminister für Umwelt: Jürgen Trittin
„Der Ausbau der erneuerbaren Energie wird durch die Verlängerung der Atomkraft ausgebremst. Die von Schwarz-Gelb als Brückentechnologie verkaufte Atomkraft bricht in Wahrheit die Brücke in das Solarzeitalter ab.“
Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, gegenüber der „Financial Times Deutschland“.
(Photo by gruenenrw | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: · Atomstrom, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Erneuerbare Energien, FDP, Jürgen Trittin
Von:
David Lorenz
Das Ergebnis der Bundestagswahlen 2009 lässt die Betreiber deutscher Atomkraftwerke von verlängerten Laufzeiten ihrer Reaktoren träumen. So bot RWE-Chef Jürgen Großmann bereits an, im Gegenzug die daraus resultierenden Gewinne seines Konzerns zu 25 Prozent an Bund und Länder abzugeben.
Silke Lautenschläger (CDU), hessische Energieministerin, plant derweil, mögliche Zusatzgewinne durch längere Laufzeiten in die Erforschung erneuerbarer Energien zu investieren.
Die Landesbank Baden-Württemberg kam nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass bei einer Laufzeitverlängerung der deutschen Kernkraftwerke um 25 Jahre rund 200 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen entstehen würden. Bei zehn Jahren beliefe sich die Summe auf ca. 38 Milliarden Euro.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden. Ob und wie die neue Regierung unter Schwarz-Gelb diesen Beschluss korrigieren wird, ist noch nicht bekannt. Vor der Wahl hatten sich jedoch mehrere Spitzenpolitiker von CDU, CSU und FDP für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke stark gemacht.
SPD, die Linke sowie die Grünen plädieren auf der Gegenseite vehement dafür, am Atomausstieg festzuhalten.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkonsens, Atomkraftwerk, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Die Linke, E.ON, FDP, Jürgen Großmann, Kernkraftwerk, Laufzeitverlängerung, RWE, Silke Lautenschläger, SPD
September 16th, 2009 · 1 Kommentar
Von:
David Lorenz
Annette Schavan ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung
Brisante Enthüllung vor der anstehenden Bundestagswahl. Laut „Financial Times Deutschland“ hält Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bereits seit mehreren Monaten eine von ihr selbst in Auftrag gegebene Studie zur nationalen Gewinnung und Nutzung von Kernenergie zurück. Rund 100 renommierte Forscher sprechen sich in dem Gutachten für den Bau neuer Atomkraftwerke aus. Daneben regen sie die Suche nach alternativen Standorten für die Endlagerung von radioaktiven Rückständen in Deutschland an.
Das Ergebnis der Studie steht somit im direkten Kontrast zum Programm der CDU, das den Neubau von Kernkraftwerken bisher nicht vorsah. Auch in Sachen Endlagerung kommt es zu einem anderen Fazit als Schavan, die Gorleben stets als geeigneten Standort für die Deponierung von Atommüll darstellte.
Der Verschluss des Gutachtens dürfte für Schavan und die CDU jedoch noch einen anderen Grund haben. Zwar tritt die Union zusammen mit der FDP für längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke ein, doch aufgrund der kritischen Haltung vieler Bundesbürger wurde im bisherigen Wahlkampf kaum auf das Thema eingegangen. Das Gutachten der Forschergruppe hätte durch eine Veröffentlichung neue Diskussionen angeregt und dem politischen Gegner, in Form von SPD, Grünen und der Linken, Angriffsfläche für den Wahlkampf geboten. Genannte Parteien werben offensiv mit dem Atomausstieg um Stimmen bei der Bundestagswahl.
(Photo by Andreas Schepers | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: · Annette Schavan, Atomausstieg, Atomkraftwerk, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Die Linke, Endlagerung, FDP, Gorleben, Kernkraftwerk, Laufzeitverlängerung, SPD
Von:
David Lorenz
Atomkraftwerk im niedersächsischen Grohnde
(Photo by ich bin woanders… | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Beim gestrigen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kernkraftwerks in Grohnde lies der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlauten, er hielte es für falsch, das Atomkraftwerk an der Oberweser wie geplant im Jahre 2018 von Netz zu nehmen.
„Es wäre ein großer Fehler, die zuverlässig laufende Anlage nur aufgrund einer politischen Entscheidung abzuschalten”, so der 50-jährige Politiker.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden.
Der Atommeiler in Grohnde ist ein 1430-Megawatt-Reaktor, wird von E.ON und den Stadtwerken Bielefeld betrieben und ist seit 1985 am Netz.
Schlagworte: · Atomkonses, Atomkraftwerk, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Christian Wulff, E.ON, Grohnde, Kernkraftwerk, SPD
Von:
David Lorenz
Die Panne von Krümmel aus der vergangenen Woche hat direkten Einfluss auf das Bewusstsein der Deutschen im Hinblick auf ältere Atomkraftwerke. Eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ kann jetzt zu dem Ergebnis, dass rund 72 Prozent der Bundesbürger für eine sofortige Abschaltung des Kernkraftwerkes in Krümmel sowie anderer älterer Atommeiler sind. Nur 26 Prozent der Befragten sind für einen Verbleib von Krümmel & Co. am deutschen Stromnetz.
Währenddessen rückt die zukünftige Nutzung von Atomstrom mitten ins Zentrum des diesjährigen Bundestagswahlkampfes. Während SPD, Grüne und die Linke geschlossen für einen Atomausstieg bis ins Jahr 2020 oder sogar früher eintreten, und damit laut der Emnid-Umfrage den Nerv der Wähler treffen, setzen sich CDU, CSU und die FDP nach wie vor mehrheitlich für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke ein.
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) machte sich jüngst für individuelle Laufzeiten der einzelnen Kernkraftwerke stark. „Die Laufzeiten sollen zukünftig streng nach den vorliegenden Sicherheitskriterien festgelegt werden“, so Wulff gegenüber der Online-Ausgabe der „WELT“. Pannen wie die in Krümmel müssten sorgfältig untersucht und aufgeklärt werden. „Kraftwerke, die sicher sind und bei denen es keinen Zweifel am neuesten Stand der Technik gibt, sollen weiter betrieben werden“, so der 50-Jährige.
Roland Koch (CDU) geht sogar noch einen Schritt weiter. Der hessische Ministerpräsident forderte gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ unbegrenzte Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland. „Wir wollen alle politischen Laufzeitbeschränkungen aufheben. Die Frage, wie lange ein Kernkraftwerk sicher ist, soll nach dem Stand von Wissenschaft und Technik entschieden werden - der TÜV und nicht Herr Gabriel soll das bestimmen.“
Gleichzeitig übte Koch allerdings harsche Kritik an der missglückten Kommunikationspolitik von Seiten des Betreibers im Falle Krümmel. „Die Dummheit der Energiekonzerne in ihrer Kommunikation ist kaum noch beschreibbar. Konzerne wie Vattenfall machen sich so unfreiwillig selbst zu den größten Gegnern der Kernkraft.“
SPD-Chef Franz Müntefering setzte sich währenddessen lautstark für eine Stilllegung des Pannenreaktors an der Elbe ein. „Was in Krümmel passiert stinkt zum Himmel. Legt das Ding endlich still.“
Vattenfall sieht sich mittlerweile von einer nationalen Kampagne gegen das Unternehmen bedroht. Gegenüber dem „Focus“ äußerste sich Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka mit deutlichen Worten. „Ich warne ausdrücklich vor einem Anti-Atomwahlkampf auf unsere Kosten. Das Ereignis in Krümmel jetzt zu instrumentalisieren, ist unverantwortlich. Der Kurzschluss war ein bedauerlicher Einzelfall und die Sicherheitslage des Reaktors war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Einige Politiker versuchen jetzt, mit den Ängsten der Menschen in diesem Land auf Stimmenfang zu gehen.“
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atomstrom, Betreiber, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Christian Wulff, CSU, Die Linke, FDP, Franz Müntefering, Kernkraftwerk, Krümmel, Roland Koch, Sigmar Gabriel, SPD, Tuomo Hatakka, Vattenfall
Von:
David Lorenz
Die aktuelle Pannenserie im Atomkraftwerk Krümmel bringt neuen Schwung in die öffentliche Diskussion um Sicherheitslage und Zustand deutscher Kernkraftwerke.
Laut der „Berliner Zeitung“ wurde jetzt bekannt, dass bereits seit 2006 offizielle Regierungs-Erklärungen existieren, die Anlagen wie Krümmel und Biblis attestieren, „nicht auf dem aktuellsten Stand von Technik und Wissenschaft“ zu sein. Sie gehören „nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten Atomkraftwerken.“
In der Antwort auf eine aktuelle parlamentarische Anfrage der Grünen heißt es zudem, „die neueren Siedewasserreaktoren sowie die Druckwasserreaktoren der dritten oder vierten Generation haben grundsätzlich bessere Sicherheitseigenschaften.“
Krümmel und Biblis gehören mit Inbetriebnahmen aus den Jahren 1984 und 1975 zu den ältesten deutschen Kernkraftwerken und verfügen über Siedewasserreaktoren einer bereits betagten Bauart. Beide Anlagen hatten während der vergangenen Jahre in regelmäßigen Abständen mit Pannen und Störfällen auf sich aufmerksam gemacht.
Vattenfall gab derweil bekannt, dass der Meiler im norddeutschen Krümmel aufgrund von fälligen Sanierungsarbeiten für mindestens zehn Monate still stehen würde. Außerdem wurden schwerwiegende Fehler eingestanden, unter anderem eine mangelhafte Kommunikationspolitik mit Behörden und Öffentlichkeit sowie die fehlende Installation einer Messeinrichtung am Transformator, die den Störfall früher hätte melden können. Der verantwortliche Leiter des Kraftwerkes wurde mittlerweile von seinen Aufgaben entbunden.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Biblis, Bündnis 90/Die Grünen, Kernkraftwerk, Krümmel, Panne, Vattenfall
Von:
David Lorenz
Einen Tag nachdem der Kernrektor in Krümmel am gestrigen Sonntag aufgrund eines Trafokurzschlusses heruntergefahren werden musste, kam es zu heftigen Demonstration gegen Vattenfall, den schwedischen Betreiberkonzern des Atomkraftwerkes an der Elbe.
Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace versperrten mit schweren Ketten den Zugang zur Anlage und forderten auf Schildern und Plakaten die zuständige Atomaufsicht dazu auf, Vattenfall unverzüglich die Lizenz zum Betrieb des Atomkraftwerkes zu entziehen und den Reaktor in Krümmel für immer vom Netz zu nehmen.
Der Energie-Konzern war bei dem Störfall durch eine mangelhafte Kommunikationspolitik aufgefallen. Nicht der Betreiber, sondern die örtliche Polizei hatte die Panne zuerst gemeldet. Zudem wurde bekannt, dass die Folgen des Kurzschlusses deutlich schlimmer waren als von Vattenfall zunächst verbreitet.
Währenddessen wird auch aus der Politik vermehrt die Forderung laut, das durch Störfälle geplagte Kernkraftwerk endgültig stillzulegen. Claudia Roth, Partei-Chefin der Grünen, rief die Bundesregierung dazu auf, „dass gefährliche Vabanquespiel“ Vattenfalls mit Krümmel umgehend zu unterbinden und die jüngsten Störfälle umfangreich zu untersuchen.
Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie die Partei die Linke setzen sich vehement für einen schnelleren Atomausstieg Deutschlands sowie eine nationale Atomaufsichtsbehörde ein. Bisher liegt die Verantwortung über Atomkraftwerke und Betreiber in Händen der einzelnen Bundesländer.
Krümmel, das nach zwei Jahren Stillstand und umfangreichen Wartungsarbeiten erst vor zwei Wochen wieder hochgefahren wurde, musste in den vergangenen Tagen aufgrund von Störfällen bereits zum wiederholten Male abgeschaltet werden.
Während die öffentliche Kritik an Betreiber und Anlage derweil immer lauter wird, sieht die Kanzlerin generell keine Sicherheitsrisiken in deutschen Atomkraftwerken. Angela Merkel betonte vehement, trotz der jüngsten Störfälle keinen schnelleren Atomausstieg vorantreiben zu wollen. Dennoch könnten die Pläne von CDU/CSU und FDP, bei veränderten Mehrheitsverhältnissen nach der diesjährigen Bundestagswahl die Laufzeiten der Kernkraftwerke zu verlängern, durch die Ereignisse in Krümmel nachhaltig über den Haufen geworfen werden.
Schlagworte: · Angela Merkel, Atomkraftwerk, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Claudia Roth, CSU, Die Linke, FDP, Greenpeace, Kernkraftwerk, Krümmel, Panne, Sigmar Gabriel, SPD, Vattenfall
Von:
David Lorenz
Das Bundesumweltministerium unter Minister Sigmar Gabriel (SPD) hat einen Antrag des Betreibers Vatenfall abgelehnt, dem Atomkraftwerk Brunsbüttel eine verlängerte Laufzeit zuzugestehen.
Als Begründung nannte Gabriel das hohe Alter des Reaktors und fehlende Sicherheitsreserven. Vattenfall hatte angestrebt, Reststrommengen vom Kernkraftwerk Krümmel auf Brunsbüttel zu übertragen. Beide Meiler sind derzeitig aufgrund andauernder Wartungsarbeiten außer Betrieb.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, dürfen Reststrommengen nur unter Zustimmung des Bundesumweltministeriums auf ältere Atomkraftwerke übertragen werden. Bereits vor gut einem Monat hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einen Antrag Vattenfalls abgelehnt, Kapazitäten vom Kernreaktor in Mülheim-Kärlich auf Brunsbüttel zu übertragen. Ähnlichen Anfragen von RWE und EnBW wurde zuvor ebenfalls nicht stattgegeben, die Entscheidung war also abzusehen.
Das Geschacher um längere Laufzeiten hat neben der wirtschaftlichen Komponente auch einen politischen Hintergrund. Die Betreiber-Konzerne der Bundesrepublik spekulieren auf einen Regierungswechsel bei der Bundestagswahl 2009. Falls es zu einer Mehrheit von CDU/CSU und FDP kommen sollte, könnte der Atomindustrie hierzulande eine Renaissance widerfahren. Politiker von Schwarz-Gelb betonten in der Vergangenheit immer wieder, die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele Deutschlands seien ohne einen erheblichen Anteil an Atomstrom nicht zu verwirklichen.
Vattenfall ließ derweil verlauten, im Falle des verweigerten Kapazitäten-Transfers vors Oberverwaltungsgericht von Schleswig-Holstein zu ziehen. „Wir werden den Bescheid des Umweltministeriums juristisch prüfen lassen“, so eine Sprecherin des Unternehmens.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atommeiler, Atomstrom, Betreiber, Brunsbüttel, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, EnBW, FDP, Kernkraftwerk, Krümmel, Mülheim-Kärlich, RWE, Sigmar Gabriel, SPD, Vattenfall
Von:
David Lorenz
Am Sonntag den 26. April 2008 jährte sich der nukleare Super-GAU von Tschernobyl zum 23. Mal. Anlässlich des historischen Datums gab der bayerische Landesverband der Grünen in München eine Erklärung ab. Diese stellt den 2002 beschlossenen Atomausstieg ins Zentrum des Parteiprogrammes für den Bundestagswahlkampf 2009.
Vor allem das Atomkraftwerk Isar 1 nahe Landshut ist Gegenstand eindringlicher Forderungen der Grünen. „Dieser Pannenreaktor ist eine tickende Zeitbombe und muss deshalb endgültig vom Netz, je schneller, desto besser“, so die Landesvorsitzenden Theresa Schopper und Dieter Janecek.
Die Politiker grenzen ihre Positionen deutlich von denen des konservativ-bürgerlichen Lagers ab: „Wer seine Stimmen an FDP und CDU/CSU vergibt, stimmt dafür, dass Isar 1 weiterläuft“, so das Duo in München.
Für die Grünen ist die Nutzung von Atomstrom weiterhin keine Option für die Zukunft. Stattdessen würde man sich bei einer Regierungs-Beteiligung nach den Wahlen intensiv für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen einsetzen.
Längere Laufzeiten der Kernkraftwerke würden laut Schopper und Janecek lediglich zu höheren Profiten der Betreiberkonzerne führen und die Situation um die Endlagerung atomarer Rückstände weiter verschärfen.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, Atommeiler, Atomstrom, Bundestagswahlkampf 2009, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Endlagerung, Erneuerbare Energien, FDP, Kernkraftwerk, Tschernobyl