Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Einträge gespeichert als 'Zitate aus Wirtschaft und Politik'

Röttgen pro, Seehofer kontra Atomausstieg

Februar 17th, 2010 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

„Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien. Sie müssen erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen. Das ist die beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land.“

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

„Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen. Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten.“

Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern.

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Umweltminister prognostiziert Ende der Atomenergie

November 26th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

„Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist in Deutschland aber seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall und wird sich nach meiner Einschätzung auch nicht mehr ändern.“

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Bild“-Zeitung.

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Trittin kritisiert schwarz-gelbe Atompläne

Oktober 19th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Von 1998 bis 2005 Bundesminister für Umwelt: Jürgen Trittin

„Der Ausbau der erneuerbaren Energie wird durch die Verlängerung der Atomkraft ausgebremst. Die von Schwarz-Gelb als Brückentechnologie verkaufte Atomkraft bricht in Wahrheit die Brücke in das Solarzeitalter ab.“

Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, gegenüber der „Financial Times Deutschland“.

(Photo by gruenenrwLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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Merkel gegen fristgerechten Atomausstieg

August 31st, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Setzt auch zukünftig auf Kernenergie: Angela Merkel

„Für eine ausgewogene Energiepolitik über das Jahr 2020 hinaus ist die Nutzung von Atomenergie eine Brückentechnologie und unverzichtbar. Ein Ausstieg in zehn Jahren, wie noch unter der rot-grünen Regierung beschlossen, kommt für die nationale Energieversorgung zu abrupt.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am gestrigen Sonntag auf einer Pressekonferenz in Hamburg.

(Photo by World Economic ForumLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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Atomkraftwerk Grohnde: Wulff will längere Laufzeit

August 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Atomkraftwerk im niedersächsischen Grohnde
(Photo by ich bin woanders… | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Beim gestrigen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kernkraftwerks in Grohnde lies der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlauten, er hielte es für falsch, das Atomkraftwerk an der Oberweser wie geplant im Jahre 2018 von Netz zu nehmen.

„Es wäre ein großer Fehler, die zuverlässig laufende Anlage nur aufgrund einer politischen Entscheidung abzuschalten”, so der 50-jährige Politiker.

Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden.

Der Atommeiler in Grohnde ist ein 1430-Megawatt-Reaktor, wird von E.ON und den Stadtwerken Bielefeld betrieben und ist seit 1985 am Netz.

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Schavan vs. Gabriel

Juli 27th, 2009 · 1 Kommentar

Von: David Lorenz

„Ich bin außerordentlich beunruhigt über die Sicherheitslage in Philippsburg, Krümmel und Emsland. In allen drei Atomkraftwerken gibt es Probleme im Bereich der Maschinentransformatoren, obwohl alle drei Anlagen kurz zuvor in der Revision waren oder umfassend saniert wurden. Inzwischen sind sechs von 17 eigentlich noch laufenden Reaktoren in Deutschland vom Netz - aus Sicherheitsgründen wohlgemerkt.“

Sigmar Gabriel (SPD), Bundesumweltminister, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

„Wer will, dass Deutschland bei der Energieversorgung eine vernünftige Perspektive hat, darf die Kernkraft nicht verteufeln. Es ist verantwortungslos, die Pannen in Krümmel für Propaganda zu nutzen.“

Annette Schavan (CDU), Bundesforschungsministerin, gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

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Merkel unzufrieden mit Vattenfall

Juli 22nd, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Ungewohnt deutlich äußerste sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den jüngsten Vorfällen im Atomkraftwerk Krümmel. „Es kann einem schon der Zorn ins Gesicht steigen“, so Merkel gegenüber der ARD. „Ich bin sehr, sehr unzufrieden mit der Situation, dass es auch nach zwei Jahren Reparaturen an dem Atommeiler wieder zu Zwischenfällen kam.“

Merkel geht somit erstmals öffentlich auf Konfrontationskurs zu Vattenfall, dem schwedischen Betreiberkonzern des pannengeplagten Kernkraftwerkes. Die großen Vorbehalte in der deutschen Bevölkerung gegenüber der Nutzung von Kernenergie haben sich durch die aktuellen Störfalle in Krümmel zuletzt weiter verstärkt. Für CDU/CSU und FDP kommt die jüngste Anti-Atomkraft-Stimmung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da ursprünglich mit verlängerten Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke und einer Atomstrom-Renaissance für die Bundestagswahlen im kommenden September geworben werden sollte.

Die Kanzlerin musste zudem fehlende Fortschritte bei der Deponierung von radioaktiven Abfällen einräumen. „Die Endlagerungsfrage ist leider ungeklärt“, gestand Merkel ein. Allerdings machte sie dafür zu einem großen Teil Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie die zahlreichen Atomkraftgegner in Deutschland verantwortlich, die den Ausbau des Zwischenlagers in Gorleben zu einem Endlager durch die Suche nach alternativen Standorten verzögern würden. „Wir hätten weit kommen können, wenn der Umweltminister es gewollt hätte“, so die Bundeskanzlerin.

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Gabriel rät Vattenfall-Kunden zu Stromwechsel

Juli 18th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Nach den Vorkommnissen im Atomkraftwerk Krümmel hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) den Kunden des schwedischen Energie-Riesen Vattenfall einen Stromanbieter-Wechsel nahe gelegt.

„Der Verbraucher ist der Souverän. Jeder kann Vattenfall verlassen, wenn er mit der Unternehmenspolitik nicht einverstanden ist“, so Gabriel gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. „Vattenfall hat alle Chancen, diese Kunden mit einer anderen Politik zurückzugewinnen.“

Außerdem machte sich der 49-Jährige abermals für die Schließung des pannengeplagten Kernkraftwerkes in Krümmel stark. „Das Rest-Vertrauen in das Unternehmen kehrt nur zurück, wenn es nicht permanent mit einem Problemreaktor identifiziert wird. Vattenfall sollte nicht ernsthaft auf die Idee kommen, Krümmel wieder hochzufahren.“

Der Stromanbieter musste im direkten Anschluss an den jüngsten Störfall bereits eine Welle von Kunden-Abgängen in Hamburg und Umgebung hinnehmen.

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Gabriel kontert Koch

Juli 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Reaktion von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf die Kritik des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) lies nicht lange auf sich warten. Nachdem Koch eine unbegrenzte Laufzeit deutscher Kernkraftwerke gefordert hatte und die Atomausstiegs-Bemühungen Gabriels heftig kritisierte, fand dieser gegenüber dem „Hessischen Rundfunk“ deutliche Worte: „Personen wie Roland Koch, die am lautesten nach einem Festhalten an der Atomenergie rufen, scheuen wie der Teufel das Weihwasser, wenn man in ihrem Bundesland nach möglichen Endlagerungsstätten für Atommüll sucht.“

Auch nannte Gabriel die Bestrebungen von Union und FDP, ältere deutsche Atommeiler weiterhin zu betreiben, einen Skandal. Dies diene lediglich den Interessen der Atomwirtschaft und berge ein großes Sicherheitsrisiko. Abermals machte Gabriel deutlich, dass er eine zentrale Atomaufsicht sowie den vorgezogenen Atomausstieg für die Zukunft Deutschlands als unumgänglich betrachtet.

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Mehrheit der Deutschen kontra Krümmel & Co.

Juli 11th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Panne von Krümmel aus der vergangenen Woche hat direkten Einfluss auf das Bewusstsein der Deutschen im Hinblick auf ältere Atomkraftwerke. Eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ kann jetzt zu dem Ergebnis, dass rund 72 Prozent der Bundesbürger für eine sofortige Abschaltung des Kernkraftwerkes in Krümmel sowie anderer älterer Atommeiler sind. Nur 26 Prozent der Befragten sind für einen Verbleib von Krümmel & Co. am deutschen Stromnetz.

Währenddessen rückt die zukünftige Nutzung von Atomstrom mitten ins Zentrum des diesjährigen Bundestagswahlkampfes. Während SPD, Grüne und die Linke geschlossen für einen Atomausstieg bis ins Jahr 2020 oder sogar früher eintreten, und damit laut der Emnid-Umfrage den Nerv der Wähler treffen, setzen sich CDU, CSU und die FDP nach wie vor mehrheitlich für verlängerte Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke ein.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) machte sich jüngst für individuelle Laufzeiten der einzelnen Kernkraftwerke stark. „Die Laufzeiten sollen zukünftig streng nach den vorliegenden Sicherheitskriterien festgelegt werden“, so Wulff gegenüber der Online-Ausgabe der „WELT“. Pannen wie die in Krümmel müssten sorgfältig untersucht und aufgeklärt werden. „Kraftwerke, die sicher sind und bei denen es keinen Zweifel am neuesten Stand der Technik gibt, sollen weiter betrieben werden“, so der 50-Jährige.

Roland Koch (CDU) geht sogar noch einen Schritt weiter. Der hessische Ministerpräsident forderte gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ unbegrenzte Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland. „Wir wollen alle politischen Laufzeitbeschränkungen aufheben. Die Frage, wie lange ein Kernkraftwerk sicher ist, soll nach dem Stand von Wissenschaft und Technik entschieden werden - der TÜV und nicht Herr Gabriel soll das bestimmen.

Gleichzeitig übte Koch allerdings harsche Kritik an der missglückten Kommunikationspolitik von Seiten des Betreibers im Falle Krümmel. „Die Dummheit der Energiekonzerne in ihrer Kommunikation ist kaum noch beschreibbar. Konzerne wie Vattenfall machen sich so unfreiwillig selbst zu den größten Gegnern der Kernkraft.“

SPD-Chef Franz Müntefering setzte sich währenddessen lautstark für eine Stilllegung des Pannenreaktors an der Elbe ein. „Was in Krümmel passiert stinkt zum Himmel. Legt das Ding endlich still.“

Vattenfall sieht sich mittlerweile von einer nationalen Kampagne gegen das Unternehmen bedroht. Gegenüber dem „Focus“ äußerste sich Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka mit deutlichen Worten. „Ich warne ausdrücklich vor einem Anti-Atomwahlkampf auf unsere Kosten. Das Ereignis in Krümmel jetzt zu instrumentalisieren, ist unverantwortlich. Der Kurzschluss war ein bedauerlicher Einzelfall und die Sicherheitslage des Reaktors war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Einige Politiker versuchen jetzt, mit den Ängsten der Menschen in diesem Land auf Stimmenfang zu gehen.“

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