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David Lorenz
Die Störfälle in Biblis wollen nicht abreißen. Wie der Betreiber-Konzern RWE am gestrigen Montag dem zuständigen hessischen Umweltministerium mitteilte, wurde im Block A der Anlage am 3. Juni eine defekte Rohrleitung am Nebenkühlwassersystem entdeckt.
Das Leck wurde daraufhin umgehend abgedichtet und die betroffene Leitung ausgetauscht. Laut RWE war der Kühlungsprozess des Reaktors durch den Zwischenfall zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Weder für Personal noch für die Umgebung habe eine Gefahr bestanden.
Die Reaktorblöcke A und B in Biblis sind bereits seit mehreren Monaten aufgrund anhaltender Instandsetzungsarbeiten außer Betrieb. RWE plant, das älteste deutsche Atomkraftwerk trotz nicht abreißender Proteste von Umweltschützern und Kernenergie-Gegnern in naher Zukunft wieder ans Netz zu nehmen. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.
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David Lorenz
Nach knapp zwei Jahren steht das Atomkraftwerk in Krümmel vor einer Rückkehr ans Netz. Am 28. Juni 2007 musste der Reaktor südöstlich von Hamburg aufgrund eines Trafobrandes abgeschaltet werden. Während den Sanierungsarbeiten wurden weitere Mängel in Form von fehlerhaft montierten Dübeln und Oberflächenschäden an den Rohrsystemen festgestellt. Aus diesem Grund zogen sich die Reparaturarbeiten über solch einen langen Zeitraum hin.
Inzwischen hat der Betreiber Vattenfall jedoch die bevorstehende Fertigstellung der Sanierungsarbeiten verkündet. „Wir sind mit den Arbeiten auf der Zielgeraden, und ich gehe davon aus, dass wir das Kraftwerk in den nächsten Wochen wieder anfahren können“, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Hamburger Abendblatt.
Nun steht Vattenfall allerdings noch der Gang durch die Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein bevor, der sich als äußerst langwierig herausstellen könnte.
Umweltschützer und Bürgerinitiativen haben derweil groß angelegte Protestaktionen gegen die Wiederinbetriebnahme Krümmels angekündigt. Gegenstand der Beschwerden sind laut der Atomkraftgegner offene Sicherheitsfragen sowie eine hohe Leukämie-Rate im direkten Umfeld des Kernkraftwerkes.
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David Lorenz
Die brasilianische Energieindustrie liefert den Atomgegnern des Landes neue Argumente gegen die Nutzung nuklearer Technologien. Wie erst jetzt von dem staatlichen Strom-Konzern Electronuclear bekannt gegeben wurde, ereignete sich bereits am 15. Mai ein Störfall im Atomkraftwerk Angra II nahe Rio de Janeiro.
Dabei wurde nach Angaben des Unternehmens radioaktives Material freigesetzt und vier Mitarbeiter leicht verseucht. Den betroffenen Personen gehe es nach einer umgehenden Entgiftung gesundheitlich wieder einwandfrei, wie Electronuclear in einer Pressemitteilung der Öffentlichkeit mitteilte. Auch Umwelt und Anlage seien durch den Vorfall nicht gefährdet.
Der Vorfall löste in Brasilien umgehend sturmartige Proteste aus, die sich hauptsächlich gegen die späte Bekanntgabe der Panne richten. „Der Umgang mit dem Störfall spricht Bände über die Informationspolitik unseres Landes, wenn es um Kernenergie geht“, so ein Mitglied der Umweltschutzorganisation Greenpeace.
Angra I und der Schwesterreaktor Angra II sind derzeitig die einzigen Kernkraftwerke Brasiliens, der Bau einer dritten Anlage ist bereits seit längerer Zeit in Planung. Vergangenes Jahr gab der Energieminister des Landes, Edison Lobao, bekannt, Brasilien wolle in Zukunft voll auf die Nutzung von Kernenergie setzen und bis 2060 50 bis 60 neue Atomkraftwerke errichten.
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David Lorenz
Weiterer Rückschlag für den Energie-Riesen Vattenfall. Nachdem das Bundesumweltministerium vor rund zwei Wochen bereits eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Brunsbüttel in Schleswig-Holstein abgelehnt hatte, musste der Betreiber nun einen Zwischenfall melden. Während Probeläufen des aktuell aufgrund von Revisionsarbeiten stillgelegten Kernkraftwerkes wurde ein Leck am Kühlsystem des Reaktors festgestellt.
Für das Unternehmen kommt die Panne zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da Brunsbüttel unter großem Aufwand noch in diesem Jahr wieder ans Netz gehen sollte. Seit Juli 2007 ist der Atommeiler aufgrund eines Kurzschlusses sowie verschiedener Baumängel außer Betrieb.
Beim aktuellen Vorfall handelt es sich um ein meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N (Normalfall). Laut Vattenfall hatte das Leck keinen Einfluss auf den Kühlprozess als Ganzen. Die betroffenen Gerätschaften seien inzwischen durch Neue ersetzt worden.
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David Lorenz
Die Zwischenfälle im Atomkraftwerk Biblis häufen sich. Bereits das dritte Mal im laufenden Jahr sorgt das hessische Kernkraftwerk durch eine Panne für Schlagzeilen. Die Zahl der meldepflichtigen Vorfälle soll sich seit dem 1. Januar auf sieben belaufen.
Im Reaktorblock B trat ein Leck in der Armatur eines Kühlmittelreinigungssystems auf, woraufhin ca. 50 Liter eines Harz-Wassergemisches den angebundenen Raum kontaminierten.
RWE, Betreiberkonzern des Atommeilers, unterrichtete das zuständige Umweltministerium von dem Zwischenfall, und versicherte, für Personal, Umgebung oder Anlage habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, da die ausgetretene Flüssigkeit umgehend abgesaugt wurde.
Das Kernkraftwerk ist derzeitig nicht in Betrieb, da die Reaktoren in Block A und B einem internen Prüfungsvorgang unterzogen werden.
Seit 1975 mit Unterbrechungen am Netz, ist Biblis das älteste deutsche Atomkraftwerk.
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David Lorenz
Zufall oder nicht? Während der letzten 20 Jahre wurden in der Elbmarsch südöstlich von Hamburg 18 Kinder und Jugendliche von Leukämie befallen - weltweit die höchste bekannte Rate von Blutkrebs-Erkrankungen. Umweltschützer gehen davon aus, den Grund für die vielen Befunde zu kennen: Das Atomkraftwerk Krümmel. Alle Leukämie-Fälle ereigneten sich in einem Radius von fünf Kilometern um das Kernkraftwerk.
Doch gibt es keine handfesten Beweise für einen Zusammenhang, lediglich Indizien. Die Erkrankung eines neunjährigen Mädchens rückt den Fall jetzt wieder ins öffentliche Bewusstsein.
Krümmel, Ende der 70er Jahre erbaut, ist momentan vorübergehend stillgelegt, nachdem es 2007 zu einem Transformatorbrand kam. Seit der Inbetriebnahme gab es immer wieder Zweifel an der Sicherheitslage des Atommeilers. Einmal wurde der Reaktorstahl aufgrund eines zu hohen Kupferanteils als spröde befunden, ein anderes Mal kam es zu hohen Druck- und Temperaturschwankungen im Reaktordruckbehälter. Laut dem „SPIEGEL“ stellte der TÜV zudem Verunreinigungen an vielen Blechen und Schweißnähten fest, die auf systematische Fehler hinweisen.
Daneben gibt es Gerüchte über einen Unfall im angeschlossenen Forschungszentrum, der sich 1986 zugetragen haben soll. Augenzeugen berichteten damals von blauen Stichflammen, die aus dem Gebäude loderten. Einsatzprotokolle der Feuerwehr zu dem Vorfall sind anscheinend verschwunden.
Ein Indiz für den möglichen Zusammenhang der Leukämie-Erkrankungen und dem Atomkraftwerk könnte ein vermehrtes Auftreten des Blutkrebses fünf Jahre nach dem Vorfall von 1986 sein. Vier bis sechs Jahre beträgt bei Leukämie die Zeitspanne zwischen Erkrankung und Auftreten erster Symptome. 1990 traf es innerhalb von nur einem Jahr gleich fünf Kinder, die von der lebensbedrohlichen Krankheit befallen wurden.
Die Wissenschaft ist sich indessen uneins, ob die Fälle etwas mit dem nahe liegenden Kernkraftwerk zu tun haben. Ergebnisse von Professor Mironow von der Universität Minsk, der in Bodenproben auf nicht natürliche Spaltprodukte gestoßen sein will, werden von anderen Forschern angezweifelt. Verschiedene Expertenkommissionen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein überwarfen sich in sachlichen und politischen Fragen und konnten kein einheitliches Ergebnis präsentieren.
Erst ein weiterer Befund brachte wieder Bewegung in die Sache. Mediziner und Umweltschützer fordern nun, die erneute Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes im kommenden Monat zu stoppen, bis der Grund für die häufigen Leukämie-Erkrankungen bekannt ist.
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David Lorenz
Das Kernkraftwerk in Biblis sorgt weiterhin in regelmäßigen Abständen für Schlagzeilen.
Vergangenen Dienstag kam es nach Berichten des hessischen Umweltministeriums zu einem Defekt an einer Absperrarmatur. Laut dem Betreiber des Atomkraftwerkes, RWE, hätte jedoch zu keiner Zeit Gefahr für Personal, Anlage oder Umgebung bestanden.
Allein seit Anfang März wurden in dem Kernkraftwerk fünf meldepflichtige Vorfälle bestätigt. Derzeitig sind beide Reaktoren in Biblis, Block A und Block B, wegen einem internen Prüfungsvorgang außer Betrieb.
Anhand derartiger Zwischenfälle fordern die Grünen im Land Hessen immer wieder die Stilllegung des ältesten deutschen Atomkraftwerkes.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atommeiler, Betreiber, Bündnis 90/Die Grünen, Kernkraftwerk, RWE
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David Lorenz
Laut dem hessischen Umweltministerium kam es am vergangenen Samstag in Biblis zu einem Zwischenfall beim Herunterfahren des Reaktors A mit einer Spannungsüberwachung. Gefahr für Personal und Umgebung bestehe jedoch nicht, der Vorfall bleibe ohne sicherheitstechnische Bedeutung, so der Kraftwerkbetreiber RWE.
Biblis sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder durch kleinere technische Pannen für Schlagzeilen.
Block A und B des Atomkraftwerkes sind zurzeit stillgelegt, RWE führt momentan Modernisierungs- und Nachrüstungsmaßnahmen sowie einen Brennelementwechsel durch. Block A wird voraussichtlich im September wieder in Betrieb genommen, während Block B bereits im Mai wieder angeschaltet werden soll.
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