Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Fessenheim bleibt am Netz

März 9th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Im Atomland Frankreich bleibt erstmal alles beim Alten – trotz der Pläne des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, verstärkt auf alternative Energieformen zu setzen. Das Straßburger Verwaltungsgericht hat heute die Klage des Trinationalen Atomschutzverbandes (TRAS) abgelehnt. Der TRAS hatte Ende 2008 beantragt, das Atomkraftwerk Fessenheim wegen erheblicher Sicherheitsmängel sofort vom Netz zu nehmen.

Axel Mayer, Vizepräsident des TRAS und Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sieht in der Entscheidung des Gerichts zumindest einen Teilerfolg. Das Gericht hatte dem TRAS insofern recht gegeben, als es fehlende gesetzliche Regelungen in Bezug auf die Wasseremissionen bemängelte. Drängende Probleme wie Erdbebengefährdung und Alterungserscheinungen habe das Gericht nicht berücksichtigt, monierte Mayer. Der TRAS ist eine Vertretung von Umweltvereinigungen und Privatpersonen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Im AKW Fessenheim wird seit 1977 Strom erzeugt. Somit ist Fessenheim das betriebsälteste Kernkraftwerk Frankreichs. Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN will demnächst über eine Betriebsverlängerung für Fessenheim entscheiden. EDF, staatlicher französischer Energieversorger, will das Atomkraftwerk weitere zehn Jahre am Netz lassen.

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Sicherheitsmängel im AKW Neckarwestheim?

Februar 23rd, 2011 · 1 Kommentar

Von: Alicia

Der zweitälteste Kernreaktor Deutschlands steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik von Greenpeace und Grünen: Ihnen zufolge entspricht das baden-württembergische Atomkraftwerk nicht den gängigen Sicherheitsstandards.

Greenpeace wirft Umweltministerin Tanja Gönner vor, sich den schon 2007 vom Betreiber EnBW entworfenen Nachrüstplan nicht bewilligt zu haben und damit die Bevölkerung unnötigen Risiken auszusetzen. Die Umweltorganisation veröffentlichte den EnBW-Antrag, auf dessen Existenz bereits im Januar die Deutsche Umwelthilfe hingewiesen hatte, auf ihrer Homepage. Tobias Riedl, Greenpeace-Atomexperte, kritisierte die Ministerin: „Dass nicht einmal die gröbsten Risiken des Reaktors beseitigt wurden, ist höchst fahrlässig und gefährlich.“

Die Vorwürfe seien falsch, konterte das Umweltministerium. Das Atomkraftwerk entspreche geltenden Sicherheitsstandards, der Antrag ziele lediglich auf eine weitere Verbesserung der Sicherheit ab. Der Nachrüstplan habe dem Bundesumweltministerium vorgelegen, aber auch dort habe man keinen Handlungsbedarf gesehen. „Greenpeace betreibt verantwortungslose Panikmache“, glaubt man im Umweltministerium.

Franz Untersteller, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, warf Gönner vor, die Bevölkerung über die Sicherheit des Atomkraftwerks Neckarwestheim täuschen zu wollen. EnBW selbst räume ein, das Atomkraftwerk entspreche in sicherheitsrelevanten Bereichen nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Der Konzern hätte andernfalls keine Liste mit Nachrüstungsmaßnahmen bei der baden-württembergischen Atomaufsichtsbehörde eingereicht. Die Grünen hatten bereits im Januar gefordert, den Reaktor vom Netz zu nehmen.

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Atomstudie: Schavan verhindert Publikation

September 16th, 2009 · 1 Kommentar

Von: David Lorenz

Annette Schavan ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung

Brisante Enthüllung vor der anstehenden Bundestagswahl. Laut „Financial Times Deutschland“ hält Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bereits seit mehreren Monaten eine von ihr selbst in Auftrag gegebene Studie zur nationalen Gewinnung und Nutzung von Kernenergie zurück. Rund 100 renommierte Forscher sprechen sich in dem Gutachten für den Bau neuer Atomkraftwerke aus. Daneben regen sie die Suche nach alternativen Standorten für die Endlagerung von radioaktiven Rückständen in Deutschland an.

Das Ergebnis der Studie steht somit im direkten Kontrast zum Programm der CDU, das den Neubau von Kernkraftwerken bisher nicht vorsah. Auch in Sachen Endlagerung kommt es zu einem anderen Fazit als Schavan, die Gorleben stets als geeigneten Standort für die Deponierung von Atommüll darstellte.

Der Verschluss des Gutachtens dürfte für Schavan und die CDU jedoch noch einen anderen Grund haben. Zwar tritt die Union zusammen mit der FDP für längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke ein, doch aufgrund der kritischen Haltung vieler Bundesbürger wurde im bisherigen Wahlkampf kaum auf das Thema eingegangen. Das Gutachten der Forschergruppe hätte durch eine Veröffentlichung neue Diskussionen angeregt und dem politischen Gegner, in Form von SPD, Grünen und der Linken, Angriffsfläche für den Wahlkampf geboten. Genannte Parteien werben offensiv mit dem Atomausstieg um Stimmen bei der Bundestagswahl.

(Photo by Andreas SchepersLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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Ging Krümmel trotz Sicherheitsbedenken ans Netz?

August 18th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz


Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe
(Photo by Andreas BemeleitLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Die negative Publicity rund um das Atomkraftwerk in Krümmel will einfach nicht abreißen. Laut dem „Spiegel“ ging der umstrittenen Kernreaktor im Juni offenbar trotz erheblicher Sicherheitsbedenken von Seiten der zuständigen Atomaufsicht wieder ans Netz.

Am 19. Juni hatte das Sozialministerium in Kiel, für die Atomaufsicht des Bundeslandes Schleswig-Holstein verantwortlich, die Wiederinbetriebnahme Krümmels nach zweijährigen Revisionsarbeiten genehmigt. Am 4. Juli musste die Anlage dann aufgrund eines Kurzschlusses am Maschinentransformator per Not-Abschaltung wieder heruntergefahren werden.

Nach Angaben des „Spiegels“, der sich auf ein Gutachten des „Öko-Institutes“ beruft, seien in Krümmel vor allem im Bereich „Organisation und Kommunikation“ gravierende Defizite aufgetreten. „Bisher wurde der Erfahrungsrückfluss und die Erfahrungsauswertung im Kernkraftwerk Krümmel unzureichend gepflegt“, so das Gutachten. „Dies kann maßgeblichen Einfluss auf die Sicherheitslage haben.“

Abschließend wurde dem Betreiber Vattenfall nahe gelegt, ein „funktionsfähiges Sicherheitsmanagementsystem“ aufzubauen und dies zeitnah zu implementieren.

Die Kieler Atomaufsicht wehrte sich derweil umgehend gegen die Berichterstattung des „Spiegels“. Die Aussagen des bereits 2007 veröffentlichten Gutachtens seien aus dem Zusammenhang gerissen und zudem äußerst selektiv zitiert worden.

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Emsland wieder am Netz

August 4th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Das Kernkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen ist wieder in Betrieb. Nachdem die Anlage vorvergangene Woche aufgrund eines defekten Maschinentrafos abgeschaltet werden musste, konnte das Atomkraftwerk dank erfolgreichen Funktionstests am gestrigen Montag wieder ans Netz gehen.

Der Wiederinbetriebnahme war ein Streit zwischen zuständigem Landesumweltministerium und dem Bundesumweltministerium um Sigmar Gabriel (SPD) vorangegangen. Erst am Wochenende erhielt der Betreiberkonzern RWE grünes Licht, das Kernkraftwerk wieder hochzufahren.

Laut RWE produziert der 1988 in Betrieb genommene 1400-Megawatt-Reaktorblock jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Atomstrom.

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Brunsbüttel-Comeback verzögert sich weiter

Juni 23rd, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Im Gegensatz zum Atomkraftwerk Krümmel, das gestern nach zwei Jahren Stillstand wieder hochgefahren wurde, geht Brunsbüttel vorerst nicht zurück ans Netz. Laut Vattenfall, Betreiber-Unternehmen des Kernkraftwerkes nördlich von Hamburg, kommt es derzeit noch zu Verzögerungen bei den Wartungsarbeiten.

„Ich hoffe auf eine Wiederinbetriebnahme noch in diesem Jahr. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich bis nächstes Jahr verschieben wird“, so Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe.

Brunsbüttel musste im Sommer 2007, fast zeitgleich mit Krümmel, zunächst aufgrund eines Kurzschlusses heruntergefahren werden. In der Folge wurden erhebliche Mängel am Bau der Anlage bekannt, woraufhin das Atomkraftwerk komplett vom Netz genommen wurde.

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Bauarbeiten in Krümmel vor Abschluss

Juni 2nd, 2009 · 1 Kommentar

Von: David Lorenz

Nach knapp zwei Jahren steht das Atomkraftwerk in Krümmel vor einer Rückkehr ans Netz. Am 28. Juni 2007 musste der Reaktor südöstlich von Hamburg aufgrund eines Trafobrandes abgeschaltet werden. Während den Sanierungsarbeiten wurden weitere Mängel in Form von fehlerhaft montierten Dübeln und Oberflächenschäden an den Rohrsystemen festgestellt. Aus diesem Grund zogen sich die Reparaturarbeiten über solch einen langen Zeitraum hin.

Inzwischen hat der Betreiber Vattenfall jedoch die bevorstehende Fertigstellung der Sanierungsarbeiten verkündet. „Wir sind mit den Arbeiten auf der Zielgeraden, und ich gehe davon aus, dass wir das Kraftwerk in den nächsten Wochen wieder anfahren können“, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Hamburger Abendblatt.

Nun steht Vattenfall allerdings noch der Gang durch die Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein bevor, der sich als äußerst langwierig herausstellen könnte.

Umweltschützer und Bürgerinitiativen haben derweil groß angelegte Protestaktionen gegen die Wiederinbetriebnahme Krümmels angekündigt. Gegenstand der Beschwerden sind laut der Atomkraftgegner offene Sicherheitsfragen sowie eine hohe Leukämie-Rate im direkten Umfeld des Kernkraftwerkes.

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Routine-Revision in Grohnde

Mai 8th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Aufgrund jährlicher Wartungsarbeiten geht das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln kommenden Samstag für rund zwei Wochen vom Netz.

Laut dem niedersächsischen Umweltministerium sollen während dieser Zeit 48 der 193 Brennelemente ausgetauscht, sowie der Reaktor auf sicherheitsrelevante Punkte hin überprüft werden. Zudem müssen Armaturen und Behälter kontrolliert, das nukleare Dampferzeugungssystem per Röntgen- und Ultraschallprüfung durchleuchtet, und Instandhaltungsmaßnahmen routinemäßig vorgenommen werden. 

Das Kernkraftwerk an der Weser, in Besitz von E.ON, hat eine voraussichtliche Laufzeit bis ins Jahr 2017 und ist bereits seit 1984 in Betrieb.

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Atomkraftwerk Krümmel für weltweit höchste Leukämie-Rate verantwortlich?

April 21st, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Zufall oder nicht? Während der letzten 20 Jahre wurden in der Elbmarsch südöstlich von Hamburg 18 Kinder und Jugendliche von Leukämie befallen - weltweit die höchste bekannte Rate von Blutkrebs-Erkrankungen. Umweltschützer gehen davon aus, den Grund für die vielen Befunde zu kennen: Das Atomkraftwerk Krümmel. Alle Leukämie-Fälle ereigneten sich in einem Radius von fünf Kilometern um das Kernkraftwerk.

Doch gibt es keine handfesten Beweise für einen Zusammenhang, lediglich Indizien. Die Erkrankung eines neunjährigen Mädchens rückt den Fall jetzt wieder ins öffentliche Bewusstsein.

Krümmel, Ende der 70er Jahre erbaut, ist momentan vorübergehend stillgelegt, nachdem es 2007 zu einem Transformatorbrand kam. Seit der Inbetriebnahme gab es immer wieder Zweifel an der Sicherheitslage des Atommeilers. Einmal wurde der Reaktorstahl aufgrund eines zu hohen Kupferanteils als spröde befunden, ein anderes Mal kam es zu hohen Druck- und Temperaturschwankungen im Reaktordruckbehälter. Laut dem „SPIEGEL“ stellte der TÜV zudem Verunreinigungen an vielen Blechen und Schweißnähten fest, die auf systematische Fehler hinweisen.

Daneben gibt es Gerüchte über einen Unfall im angeschlossenen Forschungszentrum, der sich 1986 zugetragen haben soll. Augenzeugen berichteten damals von blauen Stichflammen, die aus dem Gebäude loderten. Einsatzprotokolle der Feuerwehr zu dem Vorfall sind anscheinend verschwunden.

Ein Indiz für den möglichen  Zusammenhang der Leukämie-Erkrankungen und dem Atomkraftwerk könnte ein vermehrtes Auftreten des Blutkrebses fünf Jahre nach dem Vorfall von 1986 sein. Vier bis sechs Jahre beträgt bei Leukämie die Zeitspanne zwischen Erkrankung und Auftreten erster Symptome. 1990 traf es innerhalb von nur einem Jahr gleich fünf Kinder, die von der lebensbedrohlichen Krankheit befallen wurden.

Die Wissenschaft ist sich indessen uneins, ob die Fälle etwas mit dem nahe liegenden Kernkraftwerk zu tun haben. Ergebnisse von Professor Mironow von der Universität Minsk, der in Bodenproben auf nicht natürliche Spaltprodukte gestoßen sein will, werden von anderen Forschern angezweifelt. Verschiedene Expertenkommissionen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein überwarfen sich in sachlichen und politischen Fragen und konnten kein einheitliches Ergebnis präsentieren.

Erst ein weiterer Befund brachte wieder Bewegung in die Sache. Mediziner und Umweltschützer fordern nun, die erneute Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes im kommenden Monat zu stoppen, bis der Grund für die häufigen Leukämie-Erkrankungen bekannt ist.

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Restmenge an Atomstrom in Deutschland schon zur Hälfte produziert

April 10th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Ära des deutschen Atomstroms ist bereits zu einer Hälfte Geschichte.

So zumindest will es der Atomkonsens aus dem Jahre 2000, der die Betreiberfirmen beschränkt, insgesamt nicht mehr als 2623 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom zu produzieren. Gegenwärtig steht den 17 Atomkraftwerken Deutschlands laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) noch eine Reststrommenge von 1241 Kilowattstunden zu, was einem Anteil von 53 Prozent am ursprünglichen Umfang entspricht.

Ein genauer Zeitpunkt, wann die einzelnen Kernkraftwerke abgeschaltet werden, lässt sich anhand der restlichen Kapazitäten nicht errechnen, da mehrere Meiler aufgrund von Störungen oder Pannen zeitweise außer Betrieb waren.

Aus Reihen der CDU/CSU sowie der FDP werden seit längerem Stimmen laut, die eine Abkehr vom Atomausstieg fordern, der noch unter der ehemaligen rot-grünen Regierung durchgesetzt wurde.

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