Einträge gespeichert als 'Erneuerbare Energien'
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Alicia
Rechtzeitig vor Beginn des Wahlkamps für die Präsidentschaftswahlen 2012 hat Nicolas Sarkozy am Dienstag den Bau von 600 Windturbinen vor der französischen Küste angekündigt. Zehn Milliarden Euro will der französische Präsident in das Projekt investieren, 10 000 Arbeitsplätze schaffen. Der Offshore-Windpark soll mit einer Leistung von 3000 Megawatt zwei Kernreaktoren des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) ersetzen.
Läutet dieser Schritt etwa eine Kehrtwende Frankreichs in Sachen Atomenergie ein? Wohl kaum. Eher scheint es, als wolle Sarkozy sich auch bei den Wählern beliebt machen, die bei der letzten Europawahl den Grünen einen Höhenflug beschert haben. Eine langfristige Abkehr des Landes von der Atomenergie, die zu 80 Prozent den französischen Strommix ausmacht, ist von Sarkozy eher nicht zu erwarten. Der Bau neuer Kernreaktoren ist ohnehin längst beschlossene Sache.
Schlagworte: · Erneuerbare Energien, Frankreich, Nicolas Sarkozy, Windkraft
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Alicia
Die Förderung der Photovoltaik in Deutschland wird weiter gekürzt. Im Juli sollen die Subventionen um bis zu 15 Prozent reduziert werden, für Anfang des nächsten Jahres ist eine weitere Kürzung geplant. Von derzeit rund 29 Cent pro eingespeister Kilowattstunde würde bis zum Jahresende die Förderung auf 22 Cent sinken. Grund für die angekündigte Maßnahme ist der Solarstrom-Boom, den Deutschland in der letzten Zeit erlebt hat und dessen Kosten über die Ökostromabgabe an die Verbraucher weitergegeben werden. Der durchschnittliche Haushalt zahlt so im Jahr 60 Euro für den Solarstrom.
„Eine Grenze der Belastbarkeit wird sichtbar“ begründete Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Pläne der Regierung, die er heute zusammen mit Vertretern der Solarbranche präsentierte. Auch diese begrüßten die geplante Maßnahme, weil sonst die gesamte Ökostrom-Förderung diskreditiert zu werden drohe. Um wie viel genau die Förderung zurückgefahren wird, soll Ende Mai bekannt gegeben werden. Je mehr neue Solaranlagen bis dahin entstehen, desto drastischer fallen die Kürzungen aus.
Schlagworte: · Ökostrom, Photovoltaik, Solarenergie, Subventionen
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Alicia
Es geht auch ohne Atomstrom. Das behauptet zumindest Greenpeace.
Einer neuen Studie der Umweltorganisation zufolge könnten 99,5 Prozent von Europas Strom bis 2050 aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. Rund 100 Millionen Euro müssten dafür in den Ausbau der Energieinfrastruktur gesteckt werden. Denn die Anforderungen an das Stromnetz unterscheiden sich stark, je nachdem, ob es sich um Strom aus herkömmlichen oder aus erneuerbaren Energiequellen handelt.
Darüber hinaus sei es notwendig, dass die EU-Regierungen umdenken. Denn es hänge vor allem mit ihrer Politik zusammen, dass gegenwärtig Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken Vorrang genieße. So würden zum Beispiel Windräder in Spitzenzeiten der Energieerzeugung gestoppt, um Kohle- und Atomkraftwerken den Zugang zu den Stromnetzen zu sichern.
Schlagworte: · Erneuerbare Energien, EU, Greenpeace, Ökostrom
September 14th, 2009 · 1 Kommentar
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David Lorenz
Offshore-Windpark vor der Küste Dänemarks
Die jüngsten Ereignisse im Atomkraftwerk Krümmel und die Enthüllungen zum Endlager Gorleben haben direkten Einfluss auf die nationale Energiepolitik. Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge plant die Große Koalition noch vor den Bundestagswahlen am 27. September den Bau von 40 Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee zu genehmigen.
Laut Bundesverkehrminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sollen rund 2.500 Windräder auf See errichtet werden. „Wir rechnen im Norden mit 30.000 neuen industriellen Arbeitsplätzen in der Offshore-Windindustrie in den kommenden Jahren“, so Tiefensee. „Die aktuelle Diskussion um das Atommülllager Gorleben zeigt uns wieder mal ganz deutlich, dass wir erneuerbare Energien weiter ausbauen müssen. Offshore-Windparks sind dabei ein sinnvoller Beitrag zur umweltbewussten Energiegewinnung.“
Nach Berechnungen des Verkehrsministeriums können durch die Anlagen bei vollem Wind rund 12.000 Megawatt Windenergie erzeugt werden - das entspräche einer Leistung von 12 mittelgroßen Atomkraftwerken und könnte ca. 12 Millionen deutsche Haushalte mit Strom versorgen.
Von den geplanten 40 Windparks sollen 30 in der Nord-, und zehn in der Ostsee errichtet werden. Dabei ist geplant, die Anlagen zwischen 50 und 90 Kilometer vor den Küsten im Meer zu platzieren. Laut Tiefensee sind 22 Windparks bereits genehmigt.
(Photo by m. prinke | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
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David Lorenz
Die Hansestadt Hamburg setzt zukünftig auf ein bundesweit einzigartiges Model der Energieversorgung. Das neu gegründete Unternehmen „Hamburg Energie“ bietet ab Herbst diesen Jahres den Bürgern der Stadt und Umgebung klimafreundliche Stromerzeugnisse an, die ohne Anteile von Kohle- oder Atomstrom produziert werden.
„Je mehr Kunden sich dem neuen Unternehmen anschließen, desto mehr wird in den Aufbau neuer nachhaltiger Erzeugungsanlagen investiert“, gab Anja Hajduk, Umweltsenatorin und Aufsichtsratchefin des Energieversorgers, am gestrigen Montag bekannt. „Dieses Modell ist in Deutschland bisher einzigartig“, so die Senatorin weiter. „Es stärkt Hamburgs Beitrag zum globalen Klimaschutz und erhöht die Lebensqualität der Metropole enorm. Daneben wird unsere Stadt als Wirtschafts- und Technologiestandort weiter gefördert und etabliert.“
Bisher ist geplant, den Strombedarf von drei verschiedenen Quellen zu beziehen: aus hocheffizienten, regionalen Kraftwärmekopplungsanlagen, von Windkraftanlagen sowie aus zugekauften Kontingenten nationaler Wasserkraftwerke. Daneben wird in diesem Jahr mit dem Bau einer eigenen Windkraftanlage begonnen, die spätestens 2011 ans Netz gehen soll.
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David Lorenz
Neue Töne im Land der Atomenergie.
Frankreich plant bis Ende 2010 den Bau von 22 Sonnenkraftwerken. Jede Verwaltungsregion der Republik soll dabei eine Solarenergie-Anlage beherbergen, so die Pläne des französischen Umweltministers Jean-Louis Borlooan.
Mit der Maßnahme will das Land auf die schwache Position Frankreichs im westeuropäischen Vergleich am Markt der erneuerbaren Energiequellen reagieren. Der größte Flächenstaat Europas liegt bei der Anzahl an Sonnenkraftwerken abgeschlagen auf Rang vier hinter Deutschland, Spanien und Italien.
„Solarenergie ist wichtig für das grüne Bewusstsein unseres Landes“, so Borlooan über die Entscheidung, zukünftig in „grünes Wachstum“ zu investieren.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber keines Falls, das Frankreich fortan die Nutzung von Atomstrom drosseln möchte. Weiterhin werden rund vier Fünftel des nationalen Strombedarfs durch die Kapazitäten von 58 Atomkraftwerken gedeckt. In naher Zukunft werden zudem drei weitere Reaktoren entstehen, die auf Basis der modernen Europäischen Druckwassertechnologie laufen sollen.
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David Lorenz
Ist unsere Zukunft durch die Nutzung von Atomstrom bestimmt? Oder haben erneuerbare Energiequellen eine ernsthafte Chance, in absehbarer Zeit unseren Strombedarf zu decken?
Gerhard Knies hat eine ganz genaue Vorstellung darüber, wie dabei die Zukunft der Solarenergie aussehen könnte.
Das Online-Medium „sueddeutsche.de“ berichtet in seiner heutigen Ausgabe von den Plänen des pensionierten Physikers, der im großen Stil die Sahara mit so genannten solarthermischen Kraftwerken bestücken will. Der Aufsichtsratchef der neu gegründeten Stiftung „Desertec“ sieht in der Ödnis aus Sand und Steinen unglaubliche Potenziale: “Die Wüsten empfangen in sechs Stunden so viel Energie von der Sonne wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht“, so Knies auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend in Berlin.
Markus Eck vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt pflichtet Knies bei. „In der Wüste kann man im Jahr mehr als 2000 Kilowattstunden pro Quadratmeter gewinnen. Das ist, als würden pro Quadratmeter 200 Liter Öl im Jahr vom Himmel regnen.”
Die Inbetriebnahme der Solarkraftwerke hätte dabei gleich mehrere Vorteile. Zum einen könnten sie in ähnlichen Dimensionen wie Atomkraftwerke Strom produzieren, womit Europa, der Nahe Osten und Teilen Afrikas versorgt werden könnten. Daneben würde die Wirtschaft in Nordafrika stark angekurbelt werden. Somit würde laut Max Schön, Präsident der deutschen Gesellschaft des Club of Rome, der Drang der Bewohner zur Migration nach Europa deutlich verringert.
Ganz zu schweigen von den enormen Vorteilen für Klima, Umwelt und Sicherheit.
Schlagworte: · Atomstrom, Erneuerbare Energien, Solarenergie
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David Lorenz
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im Bereich der Erneuerbaren Energien gab es 2008 laut dem Bundesumweltministerium einen Job-Zuwachs von 30.000 auf 280.000 Stellen.
Auch Investitionen und Erlöse aus verschiedenen Anlagen alternativer Energieerzeugung nahmen im vergangenen Jahr um 4,5 Milliarden auf 30 Milliarden Euro zu.
Laut einer Aussage des Ministeriums steuern erneuerbare Energien dem gesamten Energieverbrauch in der Bundesrepublik bereits einen Anteil von ca. 10 Prozent bei. Tendenz: klar steigend. Durch ihren Einsatz verringern die alternativen Energien laut der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) geschätzte 115 Millionen Tonnen am CO2-Austoß pro Jahr.
Bei allen Vorteilen für Wirtschaft und Klima werden derweil immer häufiger Stimmen laut, Windräder und Solarenergie-Anlagen würden die Landschaftsbilder der Republik verschandeln.
Diskutieren Sie hier über Pro und Kontra einer Zukunft Deutschlands, die durch den Gebrauch erneuerbarer Energien bestimmt ist.
Schlagworte: · Erneuerbare Energien, Solarenergie, Windräder