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David Lorenz
Investitions-Pläne deutscher Energie-Konzerne im europäischen Ausland haben Hochkonjunktur.
Nachdem bereits ein Gemeinschaftsunternehmen um die Betreiber E.ON und RWE in Großbritannien den Strommarkt aufmischen will, gibt es weitere Expansions-Bemühungen zu vermelden. E.ON möchte sich Medienberichten zufolge in das französische Kernkraftwerk bei Penly (Normandie) einkaufen.
„Wir diskutieren mit E.ON über einen Austausch von Aktiva“, so der Chef des französischen Stromanbieters EDF, Pierre Gadonneix, am vergangenen Dienstag gegenüber dem Pariser Wirtschaftsblatt „Les Echos“.
Für EDF hat die Beteiligung auch einen politischen Hintergrund, da durch die Zusammenarbeit mit E.ON der Vorwurf entkräftet werden könnte, Frankreich würde seinen Strommarkt für Investitionen aus dem Ausland abriegeln. Der Staatskonzern hält in der Grande Nation quasi die Monopolstellung auf dem Energie-Sektor. Daneben ist EDF mit Investitionen in Großbritannien, der Schweiz, Italien, Belgien und Deutschland teils mit starken Markt-Positionen ausgestattet.
E.ON, deutscher Marktführer in Sachen Energieversorgung, plant derweil, die nationale Konkurrenz mit ins Boot zu holen. EnBW soll laut Bestrebungen des Unternehmens mit 500 Megawatt Atomstrom am Projekt in Frankreich beteiligt werden. Insgesamt würde der Verbund etwa 8,5 Prozent an dem Kernkraftwerk erwerben.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atomstrom, Betreiber, E.ON, EDF, EnBW, Kernkraftwerk, RWE
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David Lorenz
Das Atomkraftwerk in Krümmel ist seit knapp zwei Jahren aufgrund von andauernden Sanierungsarbeiten außer Betrieb. Im Juni 2007 kam es in dem Kernreaktor zu einem Transformatorbrand, der schwerwiegende Schäden an der Anlage verursachte.
Die Reparaturarbeiten stehen laut Vattenfall, Berteiber des Krafwerks, kurz vor dem Abschluss. In den kommenden Wochen soll ein Antrag auf die Wiederinbetriebnahme des Reaktors bei den zuständigen Stellen eingereicht werden.
„Weil wir bisher einen konstruktiven Dialog mit der Genehmigungsbehörde gehabt haben, gehe ich davon aus, dass wir den Reaktor ab diesem Sommer wieder hochfahren können“, so Tuomo Hatakka, Chef des Energiekonzerns, gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Betreiber, Kernkraftwerk, Krümmel, Vattenfall
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David Lorenz
Auf der Hauptversammlung des Energie-Riesen E.ON in Essen gab Konzernchef Wulf Bernotat am gestrigen Mittwoch überraschend bekannt, seinen im Mai 2010 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. Als Grund gab der Manager die Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen an.
Seit 2003 hält der 60-Jährige nun schon die Leitung des größten deutschen Energielieferanten inne. Sein persönliches Fazit für diese Zeit viel durchaus positiv aus. E.ON habe sich hervorragend auf dem europäischen Markt positioniert und die Aussichten für die Zukunft seien viel versprechend.
Dabei solle der Konzern laut Bernotat nicht durch Zukäufe, sondern aus eigener Kraft weiter wachsen. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen hauptsächlich durch Investitionen in Spanien, Frankreich, Italien Russland an Marktmacht gewonnen.
Vor allem die Modernisierung bestehender Kraftwerke und Stromnetze soll nach Plänen des scheidenden Konzern-Chefs zukünftig Gegenstand finanzieller Aufwendungen sein. Daneben sieht E.ON vor, moderne Kohle- und Gaskraftwerke in Deutschland und Großbritannien zu errichten.
Als Nachfolger für Bernotat wird derweils Johannes Teyssen, stellvertretender Vorstandschef, gehandelt. Der Aufsichtsrat des Unternehmens lies jedoch umgehend verlauten, man werde sich bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger Zeit lassen.
Bernotat selbst übte währenddessen auf der Hauptversammlung harsche Kritik an der europäischen Energiepolitik. „Je nach kurzfristiger Stimmungslage stehen mal die Energiepreise, mal der Klimaschutz und mal eine sichere Versorgung im Mittelpunkt. Wir können aber die Schwerpunkte unserer Unternehmensstrategie nicht immer wieder den Schwankungen der energiepolitischen Debatte anpassen.”
Schlagworte: · Betreiber, E.ON
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David Lorenz
Im zweiten Teil der Betreiber-Serie auf atomstrom-info soll nach RWE heute E.ON vorgestellt werden, der größte Energie-Lieferant Deutschlands.
E.ON wurde im Juni 2000 durch eine Fusion der Konzerne VEBA und VIAG gegründet. Der Firmensitz befindet sich in Düsseldorf und das Unternehmen ist an der Börse notiert. Zu den Kernkompetenzen der Aktiengesellschaft gehört der Handel mit Gas und Elektrizität an Endverbraucher sowie Industrie und Handel. Teils stammt der Strom aus eigenen Atomkraftwerken, teils wird er in großen Mengen aus dem Ausland hinzugekauft.
Die Distributionswege von E.ON funktionieren bevorzugt über Zwischenhändler auf regionaler Ebene, zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens gehören Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Österreich, die Niederlande, Tschechien, Rumänien und die Slowakei.
Der Energie-Riese beschäftigt aktuell rund 93.500 Mitarbeiter und konnte 2008 einen Umsatz von 87,65 Milliarden Euro erwirtschaften.
Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungs-unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für E.ON waren das im Jahr 2007 folgende Werte:
- Erneuerbare Energieträger: 14 Prozent
- Kernenergie: 38,5 Prozent
- Fossile Energieträger: 47,5 Prozent
Das Unternehmen betreibt mittels der Tochtergesellschaft E.ON Kernkraft GmbH folgende aktive Atomkraftwerke in Deutschland:
- Brokdorf
- Grafenrheinfeld
- Grohnde
- Isar 1 und 2
- Unterweser
- Grundremmingen B und C
- Brunsbüttel
- Krümmel
- Emsland
Daneben verfügt E.ON über mehrere Gas-, Öl-, Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke sowie drei Biomasse- und ein Hybridkraftwerk. Außerdem ist das Unternehmen in Besitz eines eigenen Stromnetzes.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atomstrom, Betreiber, Brokdorf, Brunsbüttel, E.ON, Emsland, Erneuerbare Energien, Grafenrheinfeld, Grohnde, Grundremmingen, Isar 1, Isar 2, Kernkraftwerk, Krümmel, RWE, Stromnetz, Unterweser
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David Lorenz
E.ON und RWE drängen mit aller Macht auf den britischen Energiemarkt.
In Form eines frisch gegründeten Gemeinschafts-unternehmens ersteigerten die Stromkonzerne in Großbritannien zwei äußerst begehrte Grundstücke, auf denen bis 2018 jeweils ein neues Atomkraftwerk entstehen soll.
Die britische Regierung hatte 2008 den Bau dreier Kernreaktoren ausgeschrieben, von denen nun zwei von E.ON und RWE betrieben werden sollen. Dabei streben die deutschen Energie-Riesen eine Gesamt-Kapazität von 6.000 Megawatt an. Der französische Konzern EDF bekam den Zuschlag für Meiler Nummer drei.
Bei den Standorten für die geplanten Atomkraftwerke handelt es sich laut der zuständigen Behörde, National Decommissioning Authority (NDA), um die besten Großbritanniens.
Für RWE/E.ON ist die Inbetriebnahme ausländischer Kernkraftwerke deswegen so interessant, da ihnen in Deutschland bis 2020 bei aktueller politischer Lage der Atomausstieg droht. Kommt es jedoch zu veränderten Mehrheitsverhältnissen im Bundestag nach der Wahl 2009, könnten sich die Voraussetzungen komplett verändern.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, Atommeiler, Betreiber, Bundestagswahlkampf 2009, E.ON, Kernkraftwerk, RWE
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David Lorenz
Die Pläne des Energiekonzerns RWE, im bulgarischen Belene ein Atomkraftwerk zu betreiben, haben einen empfindlichen Dämpfer erlitten.
Vergangenen Sonntag ereignete sich in der Gegend ein Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala. Zu Schaden kam laut Berichten niemand, doch wirft der Vorfall Fragen nach der Sicherheitslage des Standortes auf.
RWE hatte immer wieder betont, beim Bau des Kernkraftwerkes würden höchste Standards eingehalten und die Anlage sei absolut erdbebensicher.
Belene war bereits zuvor in die Schlagzeilen geraten, da die finanzielle Grundlage des Projektes anscheinend auf äußerst wackligen Beinen steht. Die bulgarische Regierung muss sich laut Vertrag mit 51 Prozent am Bau des 3,8 Milliarden Euro teuren Atomkraftwerkes beteiligen. Die übrigen 49 Prozent werden von RWE übernommen.
Aufgrund finanzieller Engpässe versucht Bulgarien nun, das Geld mit Hilfe des russischen Energiekonzerns “Atomstrojexport” zu beschaffen. Der osteuropäische Betreiber, eng mit Siemens verbandelt, soll im Gegenzug Generalunternehmer des Meilers in Bulgarien werden.
Nicht nur bei Umweltschützern, auch innerhalb des RWE-Konzerns ist die geplante Beteiligung aufgrund der Lage in einem Erdbebengebiet höchst umstritten. Doch Belene gilt als wichtiges Prestigeobjekt von RWE-Chef Jürgen Großmann, der die Inbetriebnahme gegen alle internen Kritiker durchboxen will.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atommeiler, Belene, Betreiber, Jürgen Großmann, Kernkraftwerk, RWE, Siemens
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David Lorenz
Bereits seit längerem besteht in Deutschland der Verdacht, Energie-Konzerne wie RWE, E.ON oder Vattenfall würden Strommengen absichtlich verknappen, um die Preise für den Verbraucher hoch zu halten.
Nun schaltet sich das Kartellamt ein.
Laut einem Pressebericht durchleuchtet die Bonner Behörde in einer groß angelegten Aktion die Preisgestaltung von 60 Unternehmen der Strombranche. Im Vordergrund des Verfahrens stehen dabei Kraftwerksbetreiber und Großhändler. Endverteiler wie verschiedene Stadtwerke sind dagegen von geringerem Interesse für das Kartellamt.
Gegenüber der „Financial Times Deutschland“ äußerte sich ein Sprecher der Behörde, die Unternehmen müssten bis Anfang Mai in umfangreichen Fragebögen Auskunft zu ihrem Angebotsverhalten offen legen.
Seit 2005 gestattet das deutsche Kartellrecht so genannte Sektorenuntersuchungen, die bei Verstößen gegen geltende Gesetze als Grundlage für Auflagen oder Strafen dienen können. Die Mineralölindustrie sowie das Ferngasnetz wurden im vergangenen Jahr bereits Gegenstand ähnlicher Untersuchungen. In den kommenden Wochen rechnet das Kartellamt in beiden Fällen mit Ergebnissen.
Schlagworte: · E.ON, Kartellamt, RWE, Stadtwerke, Strompreis, Vattenfall
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David Lorenz
Die RWE AG ist hinter E.ON der zweitgrößte Energiekonzern in Deutschland. Das Unternehmen betreibt die Atomkraftwerke in Biblis, Emsland, Gundremmingen, Lingen, Mülheim-Kärlich und Belene (Bulgarien). Daneben verfügt RWE über verschiedene Braunkohle-, Steinkohle-, Gas- und Wasserkraftwerke sowie eine Müllverbrennungsanlage und eine eigene Gas-Leitung durch Tschechien.
Außerdem ist RWE im Besitz verschiedener Stromnetze, Umspannanlagen und einer eigenen Eisenbahnstrecke.
Seinen Sitz hat das traditionsreiche Unternehmen (Gründungsjahr 1898) in Essen. Der Firmenname lautete bis 1990 „Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG“.
Seit Dezember 2005 sind alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms auszuweisen. Für RWE waren das im Jahr 2007 folgende Werte:
- Erneuerbare Energieträger: 18 Prozent
- Kernenergie: 16 Prozent
- Fossile Energieträger: 66 Prozent
RWE beschäftigte 2008 weltweit 60.000 Mitarbeiter, der Umsatz betrug im selben Jahr 48,96 Milliarden Euro. Das Unternehmen unterhält verschiedenen Tochterfirmen in Europa, hauptsächlich in England, Polen und Tschechien.
2007 hatte RWE ein Missbrauchsverfahren von der EU-Kommission am Hals, die dem Energieriesen vorwarf, Konkurrenten gezielt den Zugang zum Erdgasmarkt über das firmeneigene Transportnetz zu erschweren. Nach einer Bußgeld-Androhung über einen dreistelligen Millionen-Betrag willigte RWE ein, sein Gas-Übertragungsnetz in Deutschland an einen neutralen Dritten zu verkaufen. Das Verfahren wurde daraufhin erst im März 2009 eingestellt, mit der Bedingung, den geplanten Verkauf auch umzusetzen.
Schlagworte: · Atomstrom, Betreiber, Biblis, E.ON, Energiekonzern, Erneuerbare Energien, RWE, Stromnetz