Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Neuer Chef für Vattenfall

November 16th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die sommerliche Pannenserie im Atomkraftwerk Krümmel zieht personelle Konsequenzen nach sich. Der schwedische Energie-Konzern Vattenfall tauscht im kommenden Jahr den Chef des Unternehmens aus. Lars G. Josefsson, bisher in der Verantwortung für den Energielieferanten, muss dem Norweger Øystein Løseth weichen, der Vattenfall ab 2010 leiten soll.

Josefsson wird das mangelhafte Krisenmanagement im Fall Krümmel so wie der allgemein schlechte Ruf Vattenfalls angelastet, was letztendlich ausschlaggebend für den Führungswechsel war.

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E.ON: Transport von Brennelementen verschoben

November 5th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der für diesen Herbst geplante Transport plutoniumhaltiger Brennelemente von Sellafield (Großbritannien) ins niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde wurde vom Energie-Konzern E.ON bis auf unbestimmte Zeit verschoben.

Als Grund gab eine Sprecherin des Unternehmens an, dass bisher noch keine exakte Route für die Überführung feststehe. Der geplante Transport hatte zuletzt das öffentliche Aufsehen erregt, da die Brennelemente zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder per Schiff von Großbritannien nach Deutschland verfrachtet werden sollten.

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RWE verzichtet auf AKW-Beteiligung in Bulgarien

Oktober 29th, 2009 · 2 Kommentare

Von: David Lorenz

Was sich lange angebahnt hatte, erlangt nun Gewissheit. Der deutsche Energie-Riese RWE wird sich nicht wie geplant am Bau des Kernkraftwerkes im bulgarischem Belene beteiligen.

Grund für die gescheiterten Investitionsbemühungen ist die ungesicherte Finanzierung von Seiten der bulgarischen Regierung, deren staatliche Energiegesellschaft ursprünglich mit 51 Prozent an dem Atomkraftwerk beteiligt werden sollte. RWE hatte bereits im Vorfeld einige Millionen Euro in das ehrgeizige Vorhaben investiert, die bedingt durch den Rückzug nun abgeschrieben werden müssen.

Das Prestige-Projekt von RWE-Chef Jürgen Großmann stand vor allem bei Atomkraftgegnern und Umweltschützern stark in der Kritik, da sich Belene in einem von Erdbeben bedrohten Gebiet befindet.

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E.ON will Kohlekraft gegen Atomstrom tauschen

September 24th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der deutsche Energie-Konzern E.ON will die Zusammenstellung seines Energie-Mixes ändern. Laut dem „Handelsblatt“ plant die Unternehmensführung, deutsche Kohlekraftwerke gegen eine Beteiligung an französischen Atomkraftwerken einzutauschen.

Dabei geht es vorerst um Kapazitäten von rund 800 Megawatt, die E.ON an den französischen Reaktoren in Fessenheim und Cattenom übernehmen will. Im Gegenzug erhält Electricité de France (EdF), der staatliche Energiekonzern Frankreichs, Anteile an Kohlekraftwerken von E.ON und der Tochter EnBW.

Darüber hinaus strebt Konzern-Chef Wulf Bernotat an, die 25-prozentige Beteiligung der EdF am französischen Stromversorger Snet zu übernehmen, an dem E.ON bereits eine Mehrheitsbeteiligung innehält. Somit würde sich E.ON als erstes privates Energie-Unternehmen auf dem französischen Strom-Markt etablieren.

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RWE: AKW-Kauf in den Niederlanden geplatzt

September 3rd, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Kernkraftwerk im niederländischen Borssele

Die Expansions-Pläne des deutschen Energie-Riesen RWE erhalten einen erneuten Dämpfer. Nachdem das Unternehmen bereits in Bulgarien einen Rückschlag hinnehmen musste, geraten nun auch die Investitions-Bemühungen in den Niederlanden ins Stocken.

RWE wollte sich ursprünglich mit 50 Prozent am einzigen niederländischen Atomkraftwerk in Borssele beteiligen. Der Anteil sollte im Zuge der geplanten Übernahme des angeschlagenen Energie-Versorgers Essent an RWE übergehen. Die EU hatte der Übernahme bereits zugestimmt, die RWE 9,3 Milliarden Euro zuzüglich bestehender Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden Euro des niederländischen Konzerns gekostet hätte.

Mittlerweile konnte allerdings Delta Energy, wie Essent mit 50 Prozent an Borssele beteiligt, eine einstweilige Verfügung gegen die Übernahme durch RWE erwirken. Delta Energy beruft sich dabei auf ein niederländisches Gesetzt, dass es privaten Investoren untersagt, nationale Kerntechnik zu kaufen.

RWE und Essent werden gegen den Gerichtsbeschluss Einspruch einlegen. Da mit einer Prozess-Dauer von mindestens sechs Jahren zu rechnen ist, wird bei der Essent-Übernahme durch RWE die Beteiligung an der Atomanlage in Borssele vorerst ausgeklammert. Der Übernahmepreis wird laut einer Sprecherin des deutschen Energie-Versorgers somit um 950 Millionen Euro vermindert.

RWE ist jedoch weiterhin stark daran interessiert, Borssele nach geklärter Rechtslage zu übernehmen.

(Photo by Radio Nederland WereldomroepLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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E.ON will Brennelemente per Schiff importieren

August 12th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Nuklearkomplex in Sellafield, Großbritannien
(Photo by dog on wheels | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Das hat es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben. Der deutsche Energie-Riese E.ON plant, plutoniumhaltige Brennelemente aus dem nordenglischen Sellafield per Schiff nach Deutschland zu verfrachten. Als Umschlagplatz dient Cuxhaven, von wo aus die Brennelemente an ihren Bestimmungsort transportiert werden sollen, das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde.

Laut einer E.ON-Sprecherin steht noch kein genauer Termin für den Transport fest, man plane allerdings, den Transfer der Brennelemente noch im Herbst durchzuführen. Zuletzt wurde im Jahre 1996 radioaktives Material von Sellafield nach Deutschland verschifft.

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Vattenfall: Kündigungswelle nach Panne in Krümmel

Juli 14th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Panne mit Folgen: Nach dem Störfall im Atomkraftwerk Krümmel laufen Vattenfall die Kunden davon. In den betroffenen Gebieten rund um Hamburg verzeichneten Ökostrom-Anbieter wie Lichtblick, Greenpeace Energy AG oder Naturstrom erhebliche Neukunden-Zuwachsraten. So verbuchte beispielsweise Lichtblick im direkten Anschluss an den Zwischenfall täglich rund 500 neue Abnehmer - anstatt der üblichen 300. Auch Greenpeace gewann jeden Tag etwa 80 bis 90 Haushalte hinzu, die Vattenfall den Rücken kehrten.

Der schwedische Energie-Riese selbst wollte die Wechsel-Welle bisher nicht bestätigen, da aufgrund des bürokratischen Aufwandes erst im August Angaben zu abgewanderten Kunden gemacht werden können.

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Vattenfall: Energie-Konzern zum Umdenken gezwungen

Juni 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der schwedische Stromerzeuger Vattenfall steht vor einem unfreiwilligen Strategiewechsel. Dem staatseigenen Unternehmen wurde von der Regierung Schwedens auferlegt, zukünftig vermindert auf die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken zu setzen.

Vor allem die zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerke im europäischen Ausland, speziell in Deutschland, zogen jüngst den Unmut der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Oloffson auf sich, die konkret die Pläne Vattenfalls zum Neubau eines Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg kritisierte. “In Zukunft werden wir umfangreiche Handlungsanweisungen für die Umstellung auf umweltfreundliche Technik geben”, so die Ministerin laut Financial Times Deutschland (FTD).

Ein Sprecher des in Stockholm ansässigen Konzerns ließ daraufhin verlauten, man werde die Direktiven des Staates umsetzen, auch wenn es sich nicht einfach gestalten werde, kurzfristig komplett auf erneuerbare Energien umzusatteln.

Vattenfall, in der Bundesrepublik hinter E.ON und RWE drittgrößtes Betreiber-Unternehmen, gewinnt in Deutschland einen Großteil seines Stroms aus fossilen Energieträgern, während der Konzern in Schweden lediglich auf Atom-, Wasser- und Windkraft setzt.

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RWE will in niederländisches Kernkraftwerk investieren

Juni 11th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Expansionspläne des deutschen Energie-Riesen RWE nehmen immer deutlichere Konturen an. Nachdem das Unternehmen bereits auf dem Strommarkt in Großbritannien tätig wurde, möchte RWE nun eine 50 prozentige Beteiligung des niederländischen Atomkraftwerks in Borssele erwerben.

Dies würde im Zuge einer Übernahme des maroden Energie-Konzerns Essent geschehen, der die Hälfte des Kernkraftwerkes im Süden der Niederlande inne hält. Allerdings werden in Politk und Wirtschaft Stimmen gegen das Investment RWE’s laut. Das Betreiber-Unternehmen Delta, in Besitz der anderen 50 Prozent von Borssele, würde die Anteile von Essent gerne selber kaufen. Letzten Endes wird die Entscheidung von den Eignern des mit 9,3 Milliarden Euro verschuldeten Energie-Versorgers sowie der nötigen Genehmigung durch die EU-Kommission abhängen. Laut RWE sind bereits rund 90 Prozent der Anteilseigner Essents mit einer Übernahme durch den deutschen Konzern einverstanden.

RWE ist aufgrund des nationalen Atomkonsenses, der die Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke bis 2020 regelt, an ausländischen Kernenergie-Projekten interessiert und bereit, im großen Stile zu investieren. Borssele passt exakt in dieses Schema. Das einzige Kernkraftwerk der Niederlande soll noch bis 2033 Strom erzeugen.

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Wirtschaftskrise erfasst Energie-Konzern

Mai 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Wirtschaftskrise macht auch vor dem hyperrentablen Energie-Sektor nicht halt

Das musste im letzten Quartal Branchen-Primus E.ON schmerzhaft erfahren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde der Überschuss von Januar bis März zwar um 2,5 Milliarden Euro gesteigert (ein Plus von 17 Prozent), doch das ist lediglich stichtagsbezogenen Derivatsgeschäften zu verdanken. Ohne diese Erträge wäre der Gewinn um zwei Prozent auf 1,8 Milliarden Euro geschrumpft.

Im Vergleich zu anderen Branchen handelt es sich dabei sicherlich um Jammern auf hohem Niveau, doch der Energie-Wirtschaftszweig war in den vergangenen Jahren stets für neue Super-Zahlen und Rekordgewinne verantwortlich und schien von der Finanzkrise lange nicht betroffen zu sein.

Neben der weltweiten Rezession gibt es einen weiteren Grund für die stagnierenden Zahlen von E.ON: stillstehende Atomkraftwerke sowie ein Absatz-Einbruch auf dem Gas-Markt.

Dennoch konnte der Energie-Riese zuletzt seinen Umsatz um 14 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro steigern. Für das laufende Geschäftsjahr geht die Konzern-Führung von ähnlichen Zahlen wie 2008 aus. Aufgrund der aktuell unsicheren Lage ist die Prognose allerdings möglichen Schwankungen ausgesetzt.

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