Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Einträge gespeichert als 'Atommüll'

Asse: Atommüllbergung kostet 2.000.000.000 Euro

Februar 21st, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Das alte Atommülllager Asse hat Ende vergangener Woche wieder für Schlagzeilen gesorgt. Einem Bericht der „Braunschweiger Zeitung“ zufolge soll die Bergung des Atommülls aus den einsturzgefährdeten Asse-Schächten zwei Milliarden Euro kosten. Die Zeitung berief sich dabei auf eine Schätzung des Bundesumweltministeriums. Darin seien allerdings noch nicht die Kosten für eine spätere Schließung der Schachtanlage und die Endlagerung der radioaktiven Abfälle enthalten. Die Fässer, die heraufgeholt werden sollen, enthalten neben Atommüll auch chemische Abfälle. Nach Einschätzung des Umweltministeriums seien die Fässer beschädigt, so die „Braunschweiger Zeitung”, kontaminierte Lösungen würden austreten.

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Proteste gegen Castor-Transport geplant

Februar 11th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Am 16. Januar startet ein Castor-Transport von Karlsruhe nach Mecklenburg-Vorpommern. Atomkraftgegner haben jetzt Proteste an 40 Orten angekündigt. Neben Mahnwachen und Sitzblockaden entlang der Transportstrecke soll es am Vorabend des Transports auch eine “Nachttanzblockade” an den Schienen in Karlsruhe geben. Der transportierte Atommüll stammt aus der stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe.

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Gorleben in der Kritik

Februar 10th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Im Zentrum der Debatte um Atomstrom steht derzeit eine Frage: Welche Gefahr geht von verbrauchten, hochradioaktiven Kernbrennelementen aus? Und wo kann man sie sicher und langfristig einlagern?

Gegner eines Endlagers in Gorleben haben heute in einem offenen Brief den Dialog mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen abgelehnt, weil es sich um eine „Alibiveranstaltung“ handele und im Gorlebener Salzstock die Baumaschinen bereits Fakten schaffen würden. Bedingung für die Aufnahme von Gesprächen sei, dass Gorleben als Endlager-Standort aufgegeben würde. Für Gorleben-Gegner ist erwiesen, dass sich der Salzstock nicht als Endlager eignet. Am kommenden Montag will Röttgen in einer öffentlichen Kreistagssitzung in Hitzacker sein Konzept für einen Dialog vorstellen.

Heute wurden außerdem die Ergebnisse einer Untersuchung des Bundesministeriums für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht, die durchgeführt wurde, nachdem es bei den Mitarbeitern des Atommüllagers Asse zu Krebserkrankungen gekommen war. Der Untersuchung zufolge seien diese nicht auf die Strahlenbelastung zurückzuführen, da diese „nach dem Stand von Wissenschaft und Technik“ dem BfS-Mitarbeiter Thomas Jung zufolge zu gering gewesen sei.

Nicht nur bei den Beschäftigten des Atommülllagers, auch bei den Bewohnern der Umgebung soll es zu einer Häufung von Krebsfällen gekommen sein. Dieser Tatsache will jetzt eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Wolfenbütteler Landrats Jörg Rohmann (SPD) auf den Grund gehen.

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Wohin mit dem Müll?

Februar 3rd, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Material sind derzeit noch im 1998 stillgelegten Forschungsreaktor in Jülich eingelagert. Was mit ihnen geschieht, wenn Ende Juni 2013 die Genehmigung ausläuft, wird jetzt von Bundesregierung und NRW-Landesregierung diskutiert.

Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) will, dass die Castoren in das Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. Die rot-grüne Landeregierung hält dagegen, dass ein Transport eine unnötige Gefährdung von Mensch und Umwelt bedeute und besteht auf einer weiteren Lagerung in Jülich. Die Bundesregierung hält aber für ausgeschlossen, dass die notwendigen Maßnahmen für eine weitere Lagerung bis zum 30. Juni erfolgen können.

Der Bund ist Hauptgesellschafter des Forschungszentrums, das Land NRW der kleinere Teilhaber. Voraussetzung dafür, dass die Castorbehälter in Jülich bleiben, ist ein neuer Beschluss des FZJ-Aufsichtsrates.

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Gorleben: Röttgen in der Kritik

Januar 25th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Im Streit um das geplante Atommüllendlager in Gorleben hat sich die CDU zu Konzessionen bereiterklärt und kündigte an, die Bürger sollten künftig mitbestimmen. Nur zum Schein, hallt es da aus dem Lager der Gegner.

Am Freitag hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen angekündigt, den Bürgern im Prüfverfahren Mitbestimmungsrechte einzuräumen. Sie sollten künftig über die Berufung von Experten und die Fragestellungen mit entscheiden. „Da geht es nicht nur um Information und Transparenz. Das ist das Angebot einer aktiven Teilhabe, das es so noch nicht gegeben hat.“, so der Minister.

Der Vorschlag Röttgens stieß jedoch auf geballte Kritik. Eine „Provokation“ gegenüber allen Bürgern, die sich seit Jahrzehnten mit dem atomaren Endlager befasst hätten, nannte Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Europäischen Grünen im Europäischen Parlament, am Sonntag Röttgens Aufforderung, ihm Bedenken und Fragen vorzutragen. Es sei mehrfach nachgewiesen worden, dass sich der Salzstock geologisch nicht zum Endlager eigne. Wiederholte Bohrungen hatten schon in den 1980er Jahren ergeben, dass ein instabiles Deckgebirge und möglicher Kontakt des radioaktiven Mülls zum Grundwasser den Salzstock ungeeignet macht.

Harsche Kritik auch von der SPD. Die Abgeordnete Ute Vogt sagte, das Tarnen, Täuschen und Tricksen gehe weiter. Erst im Herbst 2010 war ein Gesetz verabschiedet worden, das die Enteignung von Landbesitzern für das Endlager erlaubt. „Kein Dialog, sondern Hohn“, bilanzierte Vogt das Vorhaben Röttgens. „Er redet von Offenheit, aber schafft Fakten“, sagte dann auch ein Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und monierte, das Endlager werde bereits weitergebaut und Sicherheitsanalysen erstellt.

Auch die CSU sprach sich, wenn auch aus anderen Gründen, gegen den Vorschlag aus. Es habe in Gorleben genug Bürgerbeteiligung gegeben, ließ Landesgruppenchef Hans Peter Friedrich im Handelsblatt im Handelsblatt vernehmen.

Das Zulassungsverfahren könne frühestens Ende 2012 beginnen, so Röttgen. Vorab müsse der Salzstock einer Sicherheitskontrolle unterzogen werden.

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Atommülllager Asse: Decke eingestürzt

Oktober 9th, 2009 · 1 Kommentar

Von: David Lorenz

Die Geschichte des krisengeplagten Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) ist um einen Zwischenfall reicher. Nachdem das ehemalige Steinsalzbergwerk in der Vergangenheit bereits mit eindringenden Wassermassen und Gesteinsablösungen zu kämpfen hatte, stürzte nun eine instabile Decke zwischen zwei 15 Meter hohen Hohlräumen ein.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wies allerdings umgehend darauf hin, dass durch den Zwischenfall keine akute Gefahr bestehe, da beide Räume leer gestanden hätten und die radioaktiven Abfälle deutlich tiefer unter der Erde eingelagert wären. Für die Zukunft können jedoch auch Einbrüche von Kammern, in denen sich Atommüll befindet, nicht ausgeschlossen werden.

Der langjährige Betreiber der Asse, das Helmholtz Zentrum, ist inzwischen nicht mehr für den Betrieb der Lagerstätte verantwortlich. Aufgrund einer Reihe von Pannen und Ungereimtheiten untersteht die Asse seit Beginn diesen Jahres dem Bundesamt für Strahlenschutz.

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Gorleben: Risiken bewusst verharmlost?

September 9th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Wurde das Atommüll-Endlager Gorleben Anfang der achtziger Jahre trotz Bedenken zuständiger Expetern in Betrieb genommen? Laut Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ hat die schwarz-gelbe Regierung unter Helmut Kohl (CDU) 1983 massiv Einfluss auf verschiedene Gutachten genommen, die Gorleben als geeignetes Zwischen- und Endlager für radioaktive Rückstände in Frage stellten.

So ließen die damaligen Ministerien für Forschung und Inneres unter der Leitung von Heinz Riesenhuber (CDU) und Friedrich Zimmerman (CSU) angeblich kritische Passagen aus den von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) verfassten Berichten beschönigen oder an weniger prominenten Stellen platzieren. Zudem seien positive Aspekte für eine Inbetriebnahme stärker herausgehoben und das abschließende Fazit komplett diktiert worden.

Der frühere Abteilungsleiter der PTB, Helmut Röthemeyer, hatte bereits Anfang 2009 öffentlich beklagt, dass seine Behörde zum damaligen Zeitpunkt unter erheblichem Druck der Politik stand, die Gorleben unbedingt in Betrieb nehmen wollte.

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Schweden: Endlager für radioaktive Abfälle geplant

Juni 4th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der schwedische Kraftwerkbetreiber Svensk Kärnbränslehantering  (SKB) ist bei der Suche nach einem geeigneten Standort für die Endlagerung radioaktiver Abfälle fündig geworden. Bei Forsmark, etwa 200 Kilometer von Stockholm entfernt, soll in rund 500 Metern Tiefe die erste Lagerstätte Schwedens errichtet werden. Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes waren die günstigen geologische Beschaffenheiten sowie die unmittelbare Nähe zum Atomkraftwerk Forsmark in der 23.000 Einwohner zählenden Gemeinde Östhammar. Das Endlager soll im Stande sein, atomare Rückstande für mindestens 100.000 Jahre risikofrei zu verwahren.

Die langfristige Sicherheit war ausschlaggebend bei der Wahl“ so Claes Thegerstrom, Chef des Betreiber-Unternehmens. „Der Felsuntergrund ist sehr gleichmäßig und es gibt nur wenig fließendes Wasser.“

Als Termin für die Inbetriebnahme wurde ein Zeitraum zwischen 2022 und 2024 angegeben. Dem Bauantrag muss jedoch eine nötige Zulassung voraus gehen, deren Genehmigung etwa ein Jahr in Anspruch nehmen würde. Spätestens bis 2013 rechnet SKB dann mit einer Entscheidung der schwedischen Regierung.

In Schweden findet, vergleichbar mit Deutschland, derzeit eine öffentliche Diskussion um die Aufhebung des 1980 beschlossenen Atomausstieges statt. Momentan stammen rund 45 Prozent aller schwedischen Stromerzeugnisse aus der Kernenergie.

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Gabriel erwägt Schließung von Asse

April 20th, 2009 · 1 Kommentar

Von: David Lorenz

In einem Interview mit dem „SPIEGEL“ (Ausgabe 17, 20.4.09) äußert sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zu den Problemen im Endlager Asse, wo neue Funde von arsenhaltigen Pflanzenschutzmitteln und Tierkadavern nicht abreißen wollen.

„Es ist schlimm, was da an immer neuen Sachen hochkommt“, so Gabriel gegenüber der Wochenzeitung. „Diejenigen, die damals Verantwortung trugen - sei es als Betreiber des Endlagers oder in der Atomindustrie -, haben katastrophale Fehler begangen. Jetzt wird endlich alles offengelegt, und es werden erstmals unter Beteiligung der Bevölkerung alle Schließungsoptionen geprüft.“

„Wenn es technisch möglich ist und die Sache langfristig sicherer macht, bin ich dafür, allen Atommüll aus Asse rauszuholen.“

Auf die Frage, was er bei einer erneuten Amtszeit als Bundesumweltminister primär umsetzen wolle, antwortete Gabriel, dass sich die ungelöste Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll ganz oben auf seiner Liste befinden würde..

Von möglichen Konjunkturpaketen für die Zukunft erwartet der SPD-Politiker, dass „größere Anteile in die Energieeffizienz und in die Unabhängigkeit vom Öl und von der Atomenergie” gesteckt werden.

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Frankreich: Standortfrage für Endlager vor Entscheidung

April 18th, 2009 · 2 Kommentare

Von: David Lorenz

In Ostfrankreich geht Mitte Mai die Suche nach möglichen Standorten eines neuen Endlagers zu Ende. Während der nächsten Wochen soll bekannt gegeben werden, wo in Zukunft schwach aktive, langlebige Spaltprodukte eingelagert werden könnten.

Auf die Frage, ob von einem neuen Endlager möglicherweise Gefahren ausgehen, antwortete François-Michel Gonnot, Chef der französischen Agentur für die Behandlung nuklearer Abfälle, dass die betroffenen Rückstände lediglich eine schwache Strahlung aufweisen und nicht gefährlich sind.

Der zukünftige Standort des Endlagers würde laut Gonnot wirtschaftlich stark von der Inbetriebnahme profitieren. Die erwählte Gemeinde könnte mit einem Steuervorteil von 1,5 Millionen Euro jährlich rechnen, zudem würden für die nächsten 20 Jahre rund 50 Arbeitsplätze entstehen.

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