Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Einträge gespeichert als 'Atomenergie Ausland'

RWE: AKW-Kauf in den Niederlanden geplatzt

September 3rd, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Kernkraftwerk im niederländischen Borssele

Die Expansions-Pläne des deutschen Energie-Riesen RWE erhalten einen erneuten Dämpfer. Nachdem das Unternehmen bereits in Bulgarien einen Rückschlag hinnehmen musste, geraten nun auch die Investitions-Bemühungen in den Niederlanden ins Stocken.

RWE wollte sich ursprünglich mit 50 Prozent am einzigen niederländischen Atomkraftwerk in Borssele beteiligen. Der Anteil sollte im Zuge der geplanten Übernahme des angeschlagenen Energie-Versorgers Essent an RWE übergehen. Die EU hatte der Übernahme bereits zugestimmt, die RWE 9,3 Milliarden Euro zuzüglich bestehender Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden Euro des niederländischen Konzerns gekostet hätte.

Mittlerweile konnte allerdings Delta Energy, wie Essent mit 50 Prozent an Borssele beteiligt, eine einstweilige Verfügung gegen die Übernahme durch RWE erwirken. Delta Energy beruft sich dabei auf ein niederländisches Gesetzt, dass es privaten Investoren untersagt, nationale Kerntechnik zu kaufen.

RWE und Essent werden gegen den Gerichtsbeschluss Einspruch einlegen. Da mit einer Prozess-Dauer von mindestens sechs Jahren zu rechnen ist, wird bei der Essent-Übernahme durch RWE die Beteiligung an der Atomanlage in Borssele vorerst ausgeklammert. Der Übernahmepreis wird laut einer Sprecherin des deutschen Energie-Versorgers somit um 950 Millionen Euro vermindert.

RWE ist jedoch weiterhin stark daran interessiert, Borssele nach geklärter Rechtslage zu übernehmen.

(Photo by Radio Nederland WereldomroepLicense: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

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Polen plant den Atomeinstieg

August 15th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die globale Atom-Renaissance hält weiter an. Mittlerweile plant die polnische Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk, das erste Atomkraftwerk des Landes zu bauen. Bis ins Jahr 2020 soll mindestens ein Kernreaktor in Polen ans Stromnetz gehen.

Der ehrgeizige Zeitplan sieht vor, bis 2013 einen geeigneten Standort für die Anlage zu finden und spätestens 2016 mit dem Bau des Atomkraftwerks zu beginnen. Dabei wird bereits in Erwägung gezogen, den Reaktor im Norden des Landes zu errichten, da dieser Teil der Republik bisher nur lückenhaft mit Strom versorgt werden kann.

Befürworter des polnischen Atomeinstieges argumentieren mit einem stark verringerten CO2-Ausstoß. Aktuell bezieht das Land rund 90 Prozent seiner Stromerzeugnisse aus Kohlekraftwerken.

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RWE-Projekt in Bulgarien vor dem Aus

August 10th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

RWE-Konzernchef Jürgen Großmann könnte in Kürze um eines seiner größten Prestige-Projekte beraubt werden. Laut „Financial Times Deutschland” steht der milliardenschwere Bau des Atomkraftwerkes im bulgarischen Belene aufgrund finanzieller Engpässe vor dem Aus.

Der deutsche Energie-Riese hält an der Projektgesellschaft zur Errichtung des Kernkraftwerkes einen Anteil von 49 Prozent. 51 Prozent sind im Besitz des Staates Bulgarien. Aus Regierungs-Kreisen der Balkan-Republik wurde nun bekannt, dass man das Projekt als überteuert einstufe und die Finanzierung derzeit nicht gewährleistet werden kann.

RWE seinerseits ist auf der Suche nach einem zusätzlichen Investor für den Bau der Anlage bisher nicht fündig geworden. Falls das ehrgeizige Projekt in Bulgarien scheitern sollte, müsste RWE Konzern-Quellen zufolge einen zweistelligen Millionen-Betrag abschreiben.

Das Vorhaben in Belene war zuletzt immer wieder in die Kritik von Umweltschützern geraten, da das geplante Atomkraftwerk in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt.

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Litauen: Neues Atomkraftwerk in Planung

Juni 15th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Ähnlich der Situation in Armenien muss Litauen im kommenden Jahr das Kernkraftwerk Ignalina aufgrund seines hohen Alters (Inbetriebnahme: 1984) sowie diverser Baumängel auf Anordnung der EU vom Netz nehmen. Das baltische Atomkraftwerk, das die Länder Litauen, Estland, Lettland und Polen mit Strom versorgt, hat mittlerweile nur noch einen von ursprünglich zwei Reaktoren in Betrieb. Bereits 2004 wurde der erste Block heruntergefahren.

Da Litauen eine große Abhängigkeit von der Nutzung atomaren Stroms aufweist, ist schon seit geraumer Zeit der Bau eines neuen Kernkraftwerkes am selben Standort geplant. Ohne ausreichende Kapazitäten an eigenen Energiequellen würde das Land in extreme Abhängigkeiten von russischen Strom-Importen schlittern, was die Regierung um Ministerpräsident Andrius Kubilius unbedingt verhindern will. Daher sollen bereits im Jahr 2018 zwei Reaktoren mit einer Leistung von zusammengerechnet 3.200 Megawatt in Betrieb genommen werden.

Aufgrund interner Streitigkeiten zwischen den beteiligten Nationen steht ein Abschluss des ehrgeizigen Projektes momentan allerdings noch auf der Kippe. Lettlands Staatschef Valdis Dombrovskis weiß wegen etlichen offenen Fragen den Optimismus seines litauischen Amtskollegen nicht zu teilen und geht frühestens für das Jahr 2025 mit einer Fertigstellung der Anlage aus.

Der deutsche Strom-Konzern E.ON sowie das schwedische Energie-Unternehmen Vattenfall sollen derweil bereits Interesse an einer Inbetriebnahme des neuen Atomkraftwerkes bekundet haben.

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Vattenfall: Energie-Konzern zum Umdenken gezwungen

Juni 13th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der schwedische Stromerzeuger Vattenfall steht vor einem unfreiwilligen Strategiewechsel. Dem staatseigenen Unternehmen wurde von der Regierung Schwedens auferlegt, zukünftig vermindert auf die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken zu setzen.

Vor allem die zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerke im europäischen Ausland, speziell in Deutschland, zogen jüngst den Unmut der schwedischen Wirtschaftsministerin Maud Oloffson auf sich, die konkret die Pläne Vattenfalls zum Neubau eines Kohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg kritisierte. “In Zukunft werden wir umfangreiche Handlungsanweisungen für die Umstellung auf umweltfreundliche Technik geben”, so die Ministerin laut Financial Times Deutschland (FTD).

Ein Sprecher des in Stockholm ansässigen Konzerns ließ daraufhin verlauten, man werde die Direktiven des Staates umsetzen, auch wenn es sich nicht einfach gestalten werde, kurzfristig komplett auf erneuerbare Energien umzusatteln.

Vattenfall, in der Bundesrepublik hinter E.ON und RWE drittgrößtes Betreiber-Unternehmen, gewinnt in Deutschland einen Großteil seines Stroms aus fossilen Energieträgern, während der Konzern in Schweden lediglich auf Atom-, Wasser- und Windkraft setzt.

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RWE will in niederländisches Kernkraftwerk investieren

Juni 11th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Die Expansionspläne des deutschen Energie-Riesen RWE nehmen immer deutlichere Konturen an. Nachdem das Unternehmen bereits auf dem Strommarkt in Großbritannien tätig wurde, möchte RWE nun eine 50 prozentige Beteiligung des niederländischen Atomkraftwerks in Borssele erwerben.

Dies würde im Zuge einer Übernahme des maroden Energie-Konzerns Essent geschehen, der die Hälfte des Kernkraftwerkes im Süden der Niederlande inne hält. Allerdings werden in Politk und Wirtschaft Stimmen gegen das Investment RWE’s laut. Das Betreiber-Unternehmen Delta, in Besitz der anderen 50 Prozent von Borssele, würde die Anteile von Essent gerne selber kaufen. Letzten Endes wird die Entscheidung von den Eignern des mit 9,3 Milliarden Euro verschuldeten Energie-Versorgers sowie der nötigen Genehmigung durch die EU-Kommission abhängen. Laut RWE sind bereits rund 90 Prozent der Anteilseigner Essents mit einer Übernahme durch den deutschen Konzern einverstanden.

RWE ist aufgrund des nationalen Atomkonsenses, der die Abschaltung aller deutschen Atomkraftwerke bis 2020 regelt, an ausländischen Kernenergie-Projekten interessiert und bereit, im großen Stile zu investieren. Borssele passt exakt in dieses Schema. Das einzige Kernkraftwerk der Niederlande soll noch bis 2033 Strom erzeugen.

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Spanien: Ältestes Atomkraftwerk vor Laufzeitverlängerung

Juni 8th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Das mit 39 Jahren älteste Kernkraftwerk Spaniens in Santa Maria de Garoña sollte ursprünglich noch in diesem Jahr vom Netz gehen. Nun entschied die zuständige Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit (CSN), eine Laufzeitverlängerung von zehn Jahren zu genehmigen, falls rund 50 Millionen Euro vom Betreiber-Unternehmen Nuclenor in die Modernisierung des Atomkraftwerkes investiert werden würden.

Der Kernreaktor in Norden Spaniens wies zuletzt kleinere technische Mängel auf, die laut CSN prinzipiell aber kein Sicherheitsrisiko mit sich bringen.

Die nationale Aufsichtsbehörde ist jedoch nicht im Besitzt der Entscheidungsgewalt über eine Laufzeitverlängerung, sie kann lediglich Empfehlungen an die spanische Regierung abgeben. Das Kabinett um Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero steht der Frage nach zusätzlichen Kapazitäten Garoñas gespalten gegenüber. Gerüchten zufolge wurde die Veröffentlichung des CSN-Berichtes gezielt verzögert, um das Thema aus der gestrigen Europa-Wahl herauszuhalten. Die Regierung hat nun einen Monat Zeit, eine Entscheidung in der als wegweisend angesehenen Frage für die energie-politische Zukunft des Landes zu treffen.

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Neues Atomkraftwerk: Armenien lenkt ein

Juni 5th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Nach langen Verhandlungen und gehörigem Druck der EU-Kommission hat sich Armenien bereiterklärt, den umstrittenen Atommeiler in Medsamor abzuschalten und durch ein neues Kernkraftwerk zu ersetzen.

Rund 4,5 Milliarden US-Dollar wird die armenische Regierung in den Neubau des Reaktors investieren, der spätestens 2017 ans Netz gehen soll. Laut dem armenischen Energieministerium ist abermals Medsamor als Standort für den neuen Meiler vorgesehen. Den Zuschlag für die Bauarbeiten des Atomkraftwerkes erhielt das internationale Konsortium Worley Parsons mit Sitz im australischen Sydney.

Bisher deckt der Reaktor nahe der armenischen Hauptstadt Eriwan rund 40 Prozent des nationalen Strombedarfs ab. Armenien ist das einzige Land in der Kaukasus-Region, das neben eigener Nutzung von Kernenergie auch Atomstrom in seine Nachbarstaaten exportiert. In der Vergangenheit hatte Medsamor mit einem Brandfall (1982) sowie durch schwere Erdbeben-Schäden (1989) für Schlagzeilen gesorgt.

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Schweden: Endlager für radioaktive Abfälle geplant

Juni 4th, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Der schwedische Kraftwerkbetreiber Svensk Kärnbränslehantering  (SKB) ist bei der Suche nach einem geeigneten Standort für die Endlagerung radioaktiver Abfälle fündig geworden. Bei Forsmark, etwa 200 Kilometer von Stockholm entfernt, soll in rund 500 Metern Tiefe die erste Lagerstätte Schwedens errichtet werden. Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes waren die günstigen geologische Beschaffenheiten sowie die unmittelbare Nähe zum Atomkraftwerk Forsmark in der 23.000 Einwohner zählenden Gemeinde Östhammar. Das Endlager soll im Stande sein, atomare Rückstande für mindestens 100.000 Jahre risikofrei zu verwahren.

Die langfristige Sicherheit war ausschlaggebend bei der Wahl“ so Claes Thegerstrom, Chef des Betreiber-Unternehmens. „Der Felsuntergrund ist sehr gleichmäßig und es gibt nur wenig fließendes Wasser.“

Als Termin für die Inbetriebnahme wurde ein Zeitraum zwischen 2022 und 2024 angegeben. Dem Bauantrag muss jedoch eine nötige Zulassung voraus gehen, deren Genehmigung etwa ein Jahr in Anspruch nehmen würde. Spätestens bis 2013 rechnet SKB dann mit einer Entscheidung der schwedischen Regierung.

In Schweden findet, vergleichbar mit Deutschland, derzeit eine öffentliche Diskussion um die Aufhebung des 1980 beschlossenen Atomausstieges statt. Momentan stammen rund 45 Prozent aller schwedischen Stromerzeugnisse aus der Kernenergie.

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Vertraulicher US-Atombericht sorgt im Internet für Aufsehen

Juni 3rd, 2009 · Keine Kommentare

Von: David Lorenz

Irrtümlicherweise veröffentlichte die US-amerikanische Regierung am gestrigen Dienstag einen Bericht gespickt mit vielen Details über nationale Atomanlagen, genaue Lagerorte und zivile nukleare Programme. Das 266 Seiten umfassende Dokument landete laut der „New York Times“ auf der Website der staatseigenen Druckerei und war eigentlich für die Internationale Atomenergiebehörde IAEA gedacht.

Die „streng vertraulichen“ Daten waren laut Experten jedoch in groben Zügen bereits bekannt und die Veröffentlichung stelle für die USA lediglich „minimale Risiken“ dar. Anders sieht das ein Mitarbeiter des privaten „Institute for Science an International Security“, der die Panne als gefährlich einstufte. „Die Information über den Standort von Kernbrennstoffen kann Diebe und Terroristen anlocken. Solche Daten gibt man nicht heraus“, so der Sicherheitsexperte gegenüber der „New York Times.“

In dem Bericht geht es vor allem um die Aufschlüsselung und Erläuterung des zivilen Nuklearprogramms der Vereinigten Staaten im Zuge einer Politik der Öffnung und Transparenz gegenüber der IAEA. Militärische Informationen oder Standorte von nuklearen Waffen beinhalte das Dokument Angaben zufolge nicht.

Der Bericht ist mittlerweile von der Website der Druckerei entfern worden. Wer die Panne zu verantworten hat, konnte noch nicht geklärt werden.

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