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Alicia
Fast ein Vierteljahrhundert nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und ein paar Monate nach dem Beschluss der Regierung, aus dem Atomausstieg auszusteigen, erinnert Sat1 heute Abend an die Möglichkeit eines GAUs auch in deutschen Kernkraftwerken.
Ulrike Folkerts spielt Katja Wernecke, Sicherheitschefin eines norddeutschen Atomkraftwerks. Sie will den GAU aufklären, den sie mitverschuldet hat, und läuft mit knatterndem Strahlenmessgerät durch das menschenleere Hamburg. Die einstige Atomkraftverfechterin Wernecke stellt sich im couragierten Thriller „Restrisiko“ ihrer Verantwortung, sich wider alle Vernunft dafür eingesetzt zu haben, dass ein völlig veralteter Meiler länger am Netz bleibt.
Der Thriller „Restrisiko“ übt überraschend deutliche Kritik an der Atomindustrie. Parallelen zum Problemreaktor Brunsbüttel sind beabsichtigt: Oldenbüttel ist der Name des Atomkraftwerks, das im Film in die Luft geht. Gedreht wurde im österreichischen AKW Zwentendorf, einem mit Brunsbüttel identischen Reaktor, der allerdings nie ans Netz gegangen ist.
Fazit: „Restrisiko“ ist ein gut gemachter, spannender Film, der für Diskussionsstoff sorgt.
Schlagworte: · Atomenergie, Atomstrom, Brunsbüttel, Film, Kernkraftwerk, Sat1, Super-GAU
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David Lorenz
Im russischen Kernkraftwerk bei Sosnowy Bor, rund 70 Kilometer von St. Petersburg entfernt, ereignete sich am vergangenen Donnerstag ein Störfall, in dessen Folge einer der vier Reaktoren abgeschaltet werden musste. Durch Untersuchungen an einer defekten Pumpe entdeckte das Kraftwerk-Personal eine undichte Stelle am Reaktor.
Ein Sprecher der Anlage lies umgehend verlauten, dass die radioaktive Strahlung, die durch das Leck nach außen getreten war, die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten hätte. Bis kommenden Montag sollen die Reparaturarbeiten erfolgreich abgeschlossen sein und das Kernkraftwerk wieder voll hochgefahren werden.
Sosnowy Bor wird durch denselben Reaktor-Typus betrieben, der auch schon in Tschernobyl zum Einsatz kam.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, Panne, Russland, Tschernobyl
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David Lorenz
Im Gegensatz zum Atomkraftwerk Krümmel, das gestern nach zwei Jahren Stillstand wieder hochgefahren wurde, geht Brunsbüttel vorerst nicht zurück ans Netz. Laut Vattenfall, Betreiber-Unternehmen des Kernkraftwerkes nördlich von Hamburg, kommt es derzeit noch zu Verzögerungen bei den Wartungsarbeiten.
„Ich hoffe auf eine Wiederinbetriebnahme noch in diesem Jahr. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich bis nächstes Jahr verschieben wird“, so Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe.
Brunsbüttel musste im Sommer 2007, fast zeitgleich mit Krümmel, zunächst aufgrund eines Kurzschlusses heruntergefahren werden. In der Folge wurden erhebliche Mängel am Bau der Anlage bekannt, woraufhin das Atomkraftwerk komplett vom Netz genommen wurde.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Brunsbüttel, Kernkraftwerk, Krümmel, Panne, Vattenfall
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David Lorenz
Das Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim kommt nicht zur Ruhe. Nachdem vergangenen Monat bereits erhebliche Sicherheitsmängel am ältesten französischen Kernreaktor festgestellt wurden, traten letzte Woche nun große Teile der Belegschaft mit Forderungen auf mehr Lohn in den Streik.
Die daraus resultierenden Arbeits-Ausfälle beeinträchtigen auch notwendige Instandsetzungsmaßnahmen. Noch ist die allgemeine Sicherheitslage des Atomkraftwerkes allerdings nicht gefährdet, so ein Sprecher der zuständigen Gewerkschaft. Der Verband fordert für seine Mitglieder insgesamt fünf Prozent mehr Lohn sowie eine einmalige Sonderprämie von 1.500 Euro. Für das französische Betreiber-Unternehmen Electricité de France (EdF) bedeutet der Streik empfindliche finanzielle Einbußen, da der Reaktor aufgrund fehlender Arbeitskräfte momentan nicht seine volle Leistung erbringen kann. Die Streikenden sehen sich aufgrund dieser Tatsache in einer starken Verhandlungsposition. Derzeitig lehnt der Energie-Gigant jedoch alle Gespräche mit der Gewerkschafts-Vertretung kategorisch ab.
Mittlerweile wurde der Streik auf neun weitere Kernkraftwerke Frankreichs ausgeweitet. Damit sind mehr als die Hälfte der 19 Anlagen in Europas führender Atomenergie-Nation betroffen.
Unter Kernkraftgegnern stoßen die fehlenden Ansätze auf eine Konfliktlösung von Seiten EdF’s derweil auf Kritik und Unverständnis. Schließlich genießt Fessenheim in Hinblick auf Pannen und Störfalle nicht erst seit vergangenem Monat den zweifelhaften Ruf eines anfälligen Atomkraftwerkes.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Betreiber, EDF, Fessenheim, Kernkraftwerk, Panne
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David Lorenz
Nachdem vor rund vier Wochen bereits das Atomkraftwerk in Grohnde routinemäßigen Wartungsarbeiten unterzogen wurde, ging gestern Abend nun auch Brokdorf für die jährlich durchzuführende Revision vom Netz.
Das zuständige Sozialministerium Schleswig-Holsteins gab in Kiel bekannt, dass 56 der 193 im Reaktorkern befindlichen Brennelemente ausgetauscht werden sollen. Daneben müssen fällige Instandhaltungsmaßnahmen umgesetzt, sowie die Sicherheitslage des Kernkraftwerkes einer genauen Prüfung unterzogen werden.
Das Atomkraftwerk an den Ufern der Elbe wird aufgrund der Revision insgesamt einen Monat lang keinen Strom produzieren. Damit befindet sich Brokdorf in prominenter Gesellschaft, denn die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel im Norden Deutschlands befinden sich seit Störfällen aus dem Jahr 2007 ebenfalls nicht am Netz.
Brokdorf gehört zu 80 Prozent dem Betreiber-Konzern E.ON und zu 20 Prozent dem schwedischen Energie-Riesen Vattenfall. Seit 1986 ist das Kernkraftwerk in Betrieb und soll laut Atomkonsens planmäßig im Jahre 2018 abgeschaltet werden.
Schlagworte: · Atomkonsens, Atomkraftwerk, Brokdorf, Brunsbüttel, E.ON, Grohnde, Kernkraftwerk, Krümmel, Panne, RWE, Vattenfall
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David Lorenz
Trendwende auf dem Strommarkt. Im Jahr 2008 stieg der Atomstrom-Anteil am deutschen Energiemix von 22,3 Prozent aus dem Vorjahr auf 23,5 Prozent an. Auch Erzeugnisse aus Erdgas sowie von Wind-, Wasser,- und Biomasse-Kraftwerken nahmen nach einem vorläufigen Ergebnis des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem unter Anderem die größten Betreiber-Konzerne wie RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW angehören, um etwa 13 Milliarden Kilowattstunden zu, während Braun- und Steinkohle-Kraftwerke zum Teil deutlich weniger Strom produzierten als noch 2007.
Insgesamt wurden in Deutschland 2008 599,3 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, was einem Plus von lediglich 400 Millionen Kilowattstunden im Vergleich zu 2007 entspricht. Grund für die nur marginale Zunahme ist laut BDEW-Vorsitzender Hildegrard Müller der Konjunktureinbruch aus dem letzten Quartal 2008.
Die Kernenergie stellt durch das Ergebnis den größten Anteil am deutschen Strommarkt und löst somit den bisherigen Spitzenreiter, die Braunkohle, ab. Wichtigster Grund für die Trendwende ist die Tatsache, dass 2007 mehrere Atomkraftwerke aufgrund von Störfällen nicht am Netz waren (Biblis, Krümmel, Brunsbüttel). Im Februar 2008 wurde Biblis wieder in Betrieb genommen, was den Atomstrom-Anteil am deutschen Energiemix stark beeinflusste.
Vattenfall plant derweil noch für dieses Jahr die Reaktoren in Krümmel und Brunsbüttel nach umfangreichen Revisionsarbeiten wieder ans Netz zu nehmen, was den Anteil an Atomstrom-Erzeugnissen im Vergleich zur Braun- und Steinkohle weiter erhöhen würde.
Energiemix in Deutschland (2008) in Milliarden Kilowattstunden:
- Kernenergie: 140,8
- Braunkohle: 138,3
- Steinkohle: 114,4
- Erneuerbare Energien: 90,9
- Erdgas: 83,2
- Sonstige: 31,8
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atomstrom, Biblis, Brunsbüttel, E.ON, EnBW, Erneuerbare Energien, Kernkraftwerk, Krümmel, RWE, Vattenfall
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Fabian Frick
Aufgrund der aktuellen Brisanz des Themas haben wir nun auch ein Voting auf atomstrom-info.de integriert.
Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!
Schlagworte: · Umfrage Atomstrom
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David Lorenz
In der Bundesrepublik Deutschland herrscht nach wie vor große Skepsis gegenüber Atomkraftwerken und Kernenergie. Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat ergeben, dass 66 Prozent der Bürger dieses Landes den beschlossenen Atomausstieg begrüßen.
Knapp 60 Prozent der Bevölkerung sehen in der Atomenergie sogar eine ernsthafte Gefahr, während auf der anderen Seite lediglich acht Prozent der repräsentativ Befragten von keinem negativen Effekt der Technologie ausgehen.
„Die Zahlen belegen, dass eine breite Bevölkerungsmehrheit den beschlossenen Atomausstieg unterstützt. Sie zeigen auch, dass es der Atomlobby selbst mit einer millionenschweren Dauerwerbekampagne nicht gelingt, die Wahrnehmung der Atomkraftrisiken zu übertünchen. Das Gerede von einer Rückkehr der Atomenergie entpuppt sich als bloße Propaganda“, äußerte sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zu den Ergebnissen der Umfrage.
Aus Selbiger geht auch hervor, dass Anhänger von CDU/CSU sowie der FDP die Gefahren im Vergleich zu Wählern der Grünen und der Linkspartei als deutlich geringer einschätzen. Ebenso driften die Meinungen beim geplanten Zeitpunkt des Atomausstieges auseinander. CDU/CSU-, sowie FDP-Anhänger würden längere Laufzeiten befürworten, während sich die Wähler der Grünen und der Linksparte für ein früheres Abschalten deutscher Kernkraftwerke aussprechen.
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, Atomstrom, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, CSU, Die Linke, Kernenergie, Kernkraftwerk, Sigmar Gabriel, SPD
Von:
David Lorenz
Der größte Energiekonzern Deutschlands will weiter expandieren.
Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“ erläuterte E.ON-Energie-Chef Klaus Dieter Maubach die Expansions-Bestrebungen des Betreibers. Veraltete Anlagen sollen durch neue Gas-, Kohle-, und Windkraftwerke ersetzt werden. Auch Beteiligungen an ausländischen Atomkraftwerken zieht das Unternehmen laut Maubach in Betracht.
Nach internen Berechnungen durch E.ON brauche Deutschland für die Zukunft jedoch keine zusätzlichen Kernkraftwerke, um den Strom-Bedarf von Elektroautos zu decken. “Selbst in den Szenarien, die sehr optimistisch sind und die höchste zu erwartende Zahl von Elektroautos für 2020 oder 2030 voraussagen, brauchen wir kein neues Kraftwerk“, so Maubach gegenüber dem Focus.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Betreiber, E.ON, Erneuerbare Energien, Kernkraftwerk
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Fabian Frick
Politiker aus Brandeburg wollen in Polen Gespräche über das neu geplante Atomkraftwerk führen.
Polen plant das neue Kraftwerk am Standort Gryfino zu bauen, nur runde 30 km von der deutschen Grenze entfernt.
Abgeordnete des Potsdamer Landtags werden sich in nächster Zeit mit den polnischen Kollegen treffen und sprechen, sagte SPD-Fraktionschef Günter Baaske. Die Bewohner rund um der Uckermark beobachteten die Planungen mit großer Sorge, so Baaske. Die Landesregierung wolle die polnische Seite davon überzeugen, das geplante AKW so weit weg von der Grenze wie möglich zu bauen.
Mal sehen ob sich die Polen noch davon überzeugen lassen.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, SPD