Atomstrom-Info.de: Infos und Diskussion

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Hilfe für Japan

März 17th, 2011 · 1 Kommentar

Von: Alicia

Nach dem größten Erdbeben seiner Geschichte und der verheerenden Tsunami-Welle werden in Japan jetzt ganz dringend Spenden benötigt. Über eine Million Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, hunderttausende Menschen hausen in Notunterkünften. Besonders Kinder leiden unter der Situation, viele sind von ihren Eltern getrennt. Die Organisation “Save the Children” hilft Kindern in Sendai, einer Stadt in der stark verwüsteten Präfektur Miyagi. Wer spenden will, findet hier weitere Informationen: http://www.savethechildren.de/#

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Denn sie wussten nicht, was sie tun

März 16th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Zurzeit stolpert die schwarz-gelbe Koalition von einer Glaubwürdigkeitskrise in die nächste: Erst die Taktiererei im Fall Guttenberg, jetzt das hilflose Hin und Her der Regierung angesichts der Atomkatastrophe in Japan. Noch vor kurzem wurde der Ausstieg aus dem Atomausstieg beschlossen. Jetzt sollen plötzlich die alten Meiler ohne gesetzliche Grundlage vom Netz – ein offensichtlicher Rechtsbruch, wie die Opposition heute bemängelte. Außerdem hat die Regierung sich und der Atomindustrie ein Moratorium von drei Monaten auferlegt, um über die Sicherheit der Atomkraftwerke nachzudenken. Doch was sollte dabei herauskommen, was nicht vorher schon bekannt war? Panische Handlungen vor einer Landtagswahl, die zum Debakel für den baden-württembergischen Landesvater Stefan Mappus (CDU) zu werden droht. Der teure EnBW-Deal und sein bisheriger Einsatz für Atomkraft könnten ihn jetzt den Sieg kosten.

Ist der Meinungsumschwung der Regierung mehr als nur ein allzu durchsichtiges Wahlkampfmanöver? Auch von anderen altbekannten Atomkraft-Hardlinern waren bei einer Spiegel Online-Befragung auf einmal ungewohnt sanfte Töne zu hören. Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrats der CDU, der im vergangenen Oktober noch zu den Unterstützern einer Kampagne für Kernenergie gehörte, gibt sich nachdenklich: „Wir sind immer davon ausgegangen, dass Industrienationen die Technik eines sicheren Betriebs mit Kompetenz beherrschen. Hier hat Japan ein Fragezeichen gesetzt.“ Niemand spricht mehr von der Versorgungssicherheit, die durch den Ausstieg aus der Atomkraft angeblich gefährdet würde.

Späte Einsicht der Verantwortlichen in das unkalkulierbare Risiko der Atomenergie? Oder haben Politiker und Atomindustrie lange Jahre wider besseres Wissen die Kernkraft unterstützt, deren Risiken längst bekannt waren? Diskutieren Sie mit!

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Atomstrom: Unterstützung schwindet

März 15th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Während in Japan die atomare Katastrophe außer Kontrolle gerät und immer neue Hiobsbotschaften aus dem Unglücks-AKW Fukushima eintreffen, schlägt auch hierzulande die Stimmung um. Eine Mehrheit von 53 Prozent plädiert einer Infratest-Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend zufolge dafür, dass die deutschen Atomkraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden sollen; Hunderttausende Menschen haben in den vergangenen Tagen gegen Atomkraft demonstriert.

Auch in der schwarz-gelben Regierung schwindet die Unterstützung für Atomkraft – auch wenn manche Kommentatoren in den Ankündigungen aus den Reihen der CDU, veraltete Atomkraftwerke vorübergehend abzuschalten und die Laufzeitverlängerung auszusetzen, reines Wahlkampfgetöse sehen.

Die Gegner der Atomenergie in Deutschland bekommen neues Futter durch bislang unbekannte Studien, denen zufolge AKWs auch in Deutschland nicht erdbebensicher sind. Darüber berichtete heute Spiegel Online. Gründe seien, dass die Stärke möglicher Erdbeben in Deutschland unterschätzt werde, der Untergrund vor dem Bau bestehender Atomkraftwerke nicht ausreichend geprüft worden sei und mögliche Erdbebenfolgen vernachlässigt würden.

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Eilantrag auf Baustopp in Gorleben

Februar 14th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Einen Eilantrag auf sofortigen Baustopp des Atommüllendlagers in Gorleben haben am vergangenen Freitag Atomkraftgegner aus dem Wendland beim Verwaltungsgericht Lüneburg gestellt. Nach Ansicht der Atomkraftgegner sollen die Arbeiten am Salzstock unverzüglich eingestellt werden, da dieser sich nicht für die sichere Lagerung radioaktiver Abfälle eigne. Die derzeitige Bundesregierung hatte nach einer zehnjährigen Pause der Erkundungen unter der Vorgängerregierung die Arbeiten im vergangenen Jahr wieder aufnehmen lassen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen wird heute zu einer öffentlichen Sitzung im Kreistag Lüchow-Danneberg erwartet.

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Greenpeace: Gorleben als Endlager nicht geeignet

Februar 8th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Bislang unveröffentlichte Untersuchungsberichte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) belegen der Umweltorganisation Greenpeace zufolge, dass in Gorleben kein Endlager eingerichtet werden dürfe. Der dafür vorgesehene Bereich sei „offenbar komplett von Gaseinschlüssen durchzogen“, berichtete Greenpeace am Montag.

Ein von Greenpeace mit der Auswertung der Berichte beauftragter Wissenschaftler sei zu dem Schluss gekommen, „dass eine sichere Lagerung hoch radioaktiven Atommülls in Gorleben unmöglich ist, da der Salzstock seine notwendige Barrierefunktion gegenüber der Umwelt nicht erfüllt.“ Das sei durch den hohen Anteil von Gaseinschlüssen im Gestein bedingt.

Greenpeace forderte deshalb Bundesumweltminister Norbert Röttgen dazu auf, die Endlagerpläne für Gorleben zu stoppen. „Es gab in der Vergangenheit Wege für das Gas in den Saltstock und damit kann es auch in Zukunft über diese Risse und Klüfte zu Wanderungen von Gas, Wasser oder Radionukliden kommen“, warnte Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler.

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Laufzeitverlängerung: Auch Greenpeace klagt

Februar 1st, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke ist nicht verfassungskonform. Davon ist nicht nur die Opposition aus SPD und Grünen, sondern auch Greenpeace überzeugt.

Gemeinsam mit Anwohnern der sieben ältesten Atommeiler der Bundesrepublik will die Umweltorganisation eine Verfassungsbeschwerde gegen die Verlängerung der Laufzeit um durchschnittlich zwölf Jahre einreichen. Besonders die alten Reaktoren entsprächen nicht den heutigen Sicherheitsstandards und würden dem Absturz eines großen Passagierflugzeugs nicht standhalten. Für heute hat Greenpeace weitere Details zu der Klage angekündigt.

Verfassungsrechtler räumen der Klage Erfolgschancen ein. Denn die Novellen des Atomgesetzes sind von CDU und FDP ohne die Zustimmung des Bundesrats durchgebracht worden. Die Bundesländer üben aber die Atomaufsicht über Meiler auf ihrem Gebiet aus.

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Quo vadis Kernkraft?

Januar 31st, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Die Oppositionsklage gegen die von der Regierung geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist beinahe fertig und soll in den nächsten Wochen dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt werden. Unterdessen bereitet sich das Nachbarland Schweiz auf ein Referendum vor, das über den Bau eines neuen Kernkraftwerks im Berner Umland entscheiden soll.

Im hitzigen Streit zwischen Verfechtern und Gegnern der Kernkraft hat sich am Samstag Eduard Kiener, der ehemalige Direktor des eidgenössischen Bundesamtes für Energie, in einem Interview mit der Tageszeitung „Bund“ für einen Ausbau der Kernenergie ausgesprochen. Seine Argumente sind altbekannt: Der drohende Strommangel, die gute CO2-Bilanz, die Schattenseiten der Erneuerbaren, das bei neuen Reaktortypen vergleichsweise geringe Risiko und die niedrigen Kosten vermengt er zu einem wenig überzeugenden Plädoyer für den Bau von gleich zwei neuen Kernkraftwerken in der Schweiz. Er führt angeblich neutrale wissenschaftliche Untersuchungen auf, um seine Argumente zu stützen – eine davon durchgeführt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, das sich in der Vergangenheit solarenergiekritische Studien von der US-amerikanischen Kohle- und Erdöl-Lobby finanzieren ließ.

Weil Kiener weiß, dass solche Volksentscheide viel mehr als von Fakten vom Emotionalen geprägt sind, versucht er einen neuen Popanz aufzubauen: Die Angst vor einer Mangelversorgung mit Strom. „Mit der Versorgungssicherheit ist nicht zu spaßen“, sagt Kiener. Doch wie realistisch ist das Szenario von Stromausfällen im Bankenstaat? Tatsache ist: 40 Prozent des Stroms stammen aus Kernenergie, 60 Prozent aus Wasserkraft. Seit Jahren bleibt die in der Schweiz hergestellte Strommenge konstant. Der Stromverbrauch aber steigt.

Doch selbst wenn Stromlieferungen aus dem Ausland ausfallen und zu einem Strommangel in der Schweiz führen sollten: Die Bedrohung einer nuklearen Katastrophe ist symbolisch viel stärker aufgeladen und rührt an tief sitzende Katastrophenängste. Die Vorstellung von schwarzen Computerbildschirmen und Abendessen bei Kerzenschein mutet dagegen fast heimelig an.

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Sarkozy setzt auf Windenergie

Januar 26th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Rechtzeitig vor Beginn des Wahlkamps für die Präsidentschaftswahlen 2012 hat Nicolas Sarkozy am Dienstag den Bau von 600 Windturbinen vor der französischen Küste angekündigt. Zehn Milliarden Euro will der französische Präsident in das Projekt investieren, 10 000 Arbeitsplätze schaffen. Der Offshore-Windpark soll mit einer Leistung von 3000 Megawatt zwei Kernreaktoren des Typs EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) ersetzen.

Läutet dieser Schritt etwa eine Kehrtwende Frankreichs in Sachen Atomenergie ein? Wohl kaum. Eher scheint es, als wolle Sarkozy sich auch bei den Wählern beliebt machen, die bei der letzten Europawahl den Grünen einen Höhenflug beschert haben. Eine langfristige Abkehr des Landes von der Atomenergie, die zu 80 Prozent den französischen Strommix ausmacht, ist von Sarkozy eher nicht zu erwarten. Der Bau neuer Kernreaktoren ist ohnehin längst beschlossene Sache.

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Atomstrom in Zukunft zu teuer?

Januar 21st, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Der Kanton Bern stimmt am 13. Februar über einen Reaktor-Neubau auf dem Gebiet des Kernkraftwerks Mühleberg ab. Wegen seiner Nähe zu Bern und technischer Probleme ist das aus den 60er Jahren stammende KKW hoch umstritten. Aber auch der Neubau stößt nicht nur auf Zustimmung in der Schweiz. Votieren die Bewohner des Kantons gegen das neue Kraftwerk, ist das zwar nicht juristisch bindend, politisch wäre es dann aber nicht mehr vertretbar.

Die Basler Zeitung hat ausgerechnet, dass der Neubau den Betreiber BKW acht Milliarden Euro kosten wird, und damit Stellung gegen das Vorhaben bezogen. Atomstrom könne bei diesen hohen Kosten nicht konkurrenzfähig bleiben, schreibt die Basler Zeitung, und greift damit das Argument der Atomkraft-Befürworter an, für preiswerten Strom gebe es keine Alternative.

Welcher Reaktortyp in Mühleberg stehen wird, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass neue Reaktoren strengen Sicherheitsbestimmungen unterworfen sind. Wurde in den 1960er-Jahren noch das statistische Risiko von einer Kernschmelze alle 1000 bis 10 000 Jahre als ausreichend sicher empfunden, müssen heutige Reaktoren die Vorgaben der Internationalen Atomenergiebehörde erfüllen: Statistisch soll höchstens ein Super-GAU alle 100 000 Jahre stattfinden. Technologien zur Verhinderung einer Kernschmelze sowie die Computersimulationen des Worst Case verschlingen hohe Geldsummen. Auch gegen Hacker-Angriffe auf das Computersystem müssen die neuen Reaktoren abgesichert werden.

Der Neubau wird teuer, so das Fazit der Basler Zeitung, ob Atomstrom sich auch in Zukunft gegen Ökostrom und Strom aus fossilen Energieträgern durchsetzen könne, bleibe abzuwarten.

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Weniger Solar-Subventionen

Januar 20th, 2011 · Keine Kommentare

Von: Alicia

Die Förderung der Photovoltaik in Deutschland wird weiter gekürzt. Im Juli sollen die Subventionen um bis zu 15 Prozent reduziert werden, für Anfang des nächsten Jahres ist eine weitere Kürzung geplant. Von derzeit rund 29 Cent pro eingespeister Kilowattstunde würde bis zum Jahresende die Förderung auf 22 Cent sinken. Grund für die angekündigte Maßnahme ist der Solarstrom-Boom, den Deutschland in der letzten Zeit erlebt hat und dessen Kosten über die Ökostromabgabe an die Verbraucher weitergegeben werden. Der durchschnittliche Haushalt zahlt so im Jahr 60 Euro für den Solarstrom.

„Eine Grenze der Belastbarkeit wird sichtbar“ begründete Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Pläne der Regierung, die er heute zusammen mit Vertretern der Solarbranche präsentierte. Auch diese begrüßten die geplante Maßnahme, weil sonst die gesamte Ökostrom-Förderung diskreditiert zu werden drohe. Um wie viel genau die Förderung zurückgefahren wird, soll Ende Mai bekannt gegeben werden. Je mehr neue Solaranlagen bis dahin entstehen, desto drastischer fallen die Kürzungen aus.

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