Von: Fabian Frick
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat angeregt, eine Kernbrennstoffsteuer für Stromkonzerne einzuführen. Mit dem Geld soll die Sanierung der maroden Atommülllager Asse und Morsleben finanziert werden. “Im Ansatz richtig”, meint Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer, aber ein Cent pro Kilowattstunde sei zu wenig.
Gabriels Vorschlag für eine Kernbrennstoffsteuer ist angesichts der Milliardensubventionen die in die Atomindustrie fliessen, zu niedrig. Die Steuer muss deutlich über einem Cent pro Kilowattstunde liegen, damit auch in Zukunft schwer kalkulierbare Entsorgungskosten abgedeckt werden können.
Auf der Pressekonferenz vom Mittwoch bestätigte Umweltminister Gabriel die von Greenpeace aufgedeckten Fakten: Über 70 Prozent des Atommülls in der Asse stammen aus deutschen Atomkraftwerken. Der strahlende Müll wurde über das Kernforschungszentrum Karlsruhe im Salzbergwerk entsorgt.
Münchmeyer: Greenpeace fordert, dass die vom BMU geschätzten 7,7 Milliarden Euro für die Sanierung der Asse und von Morsleben von den Energiekonzernen EnBW, RWE + Co. übernommen werden müssen. Es ist unzumutbar, dass der Steuerzahler für Fehler der Stromkonzerne zahlen muss.
Was meinen Sie, ist die Steuer der richtige Weg?

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