Von: David Lorenz
Die Kreisvertretung von Temelin, Tschechien, hat einen Beschluss von 2004 aufgehoben, der besagte, das ortsansässige Atomkraftwerk nicht weiter auszubauen. Mit Vertretern des tschechischen Enegiekonzerns CEZ unterschrieb die Führung des südböhmischen Kreises nun einen Vertrag, der die Betreiber dazu ermächtigt, dem Kernkraftwerk zwei weitere Reaktorblöcke hinzuzufügen.
Im Gegenzug verpflichtet sich CEZ, während der nächsten zehn Jahre insgesamt 376 Millionen Euro in die Region nahe der deutschen Grenze zu investieren.
„Vor vielen Jahren hat man uns eine Braut aufgezwungen, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben. Doch erst jetzt wurde die fällige Mitgift zugesagt und wir sind froh, dass der Schwiegervater endlich in die Geldtasche greift um uns unseren Anteil auszuzahlen“, übte sich der zuständige Kreishauptmann in Metaphorik.
Kritik wurde derweil von Vertretern der tschechischen Atomkraftgegner-Vereinigung laut, die vehement auf bestehende Sicherheitsmängel des Atommeilers hinweisen und den Ausbau als „skandalös“ bezeichnen.

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