Von: David Lorenz
Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs in Fessenheim, Elsass, weist laut einem Gutachten der IAEA (International Atomic Energy Agency) erhebliche Mängel bei Sicherheits-Standards auf.
Nach einer dreiwöchigen Kontrolle des Atommeilers empfahl Gabor Vamos, Leiter des Einsatzes, Elektrokabel und heißes Material besser abzudichten, um die Angestellten des Kernkraftwerkes vor Unfällen zu schützen. Zudem müsse eine Rangordnung für sicherheitsrelevante Eingriffe nach einem möglichen Vorfall erstellt werden. Insgesamt wurden 20 verbesserungswürdige Punkte festgestellt, darunter auch einige Empfehlungen an den Betreiber EDF, die nicht gegen gängige Standards verstoßen.
Einen abschließenden Bericht möchte Vamos spätestens in drei Monaten vorlegen.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Pannen in Fessenheim kam, und das Gebiet zudem einem erhöhten Erdbebenrisiko ausgesetzt ist, fordern Umweltschützer aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz bereits seit Jahren vehement eine Stilllegung des Atomkraftwerkes, das seit 1977 in Betrieb ist.

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