Einträge vom August 2009
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David Lorenz
Setzt auch zukünftig auf Kernenergie: Angela Merkel
„Für eine ausgewogene Energiepolitik über das Jahr 2020 hinaus ist die Nutzung von Atomenergie eine Brückentechnologie und unverzichtbar. Ein Ausstieg in zehn Jahren, wie noch unter der rot-grünen Regierung beschlossen, kommt für die nationale Energieversorgung zu abrupt.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am gestrigen Sonntag auf einer Pressekonferenz in Hamburg.
(Photo by World Economic Forum | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Schlagworte: · Angela Merkel, Atomausstieg, Atomkonsens, CDU
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David Lorenz
Im russischen Kernkraftwerk bei Sosnowy Bor, rund 70 Kilometer von St. Petersburg entfernt, ereignete sich am vergangenen Donnerstag ein Störfall, in dessen Folge einer der vier Reaktoren abgeschaltet werden musste. Durch Untersuchungen an einer defekten Pumpe entdeckte das Kraftwerk-Personal eine undichte Stelle am Reaktor.
Ein Sprecher der Anlage lies umgehend verlauten, dass die radioaktive Strahlung, die durch das Leck nach außen getreten war, die zulässigen Grenzwerte nicht überschritten hätte. Bis kommenden Montag sollen die Reparaturarbeiten erfolgreich abgeschlossen sein und das Kernkraftwerk wieder voll hochgefahren werden.
Sosnowy Bor wird durch denselben Reaktor-Typus betrieben, der auch schon in Tschernobyl zum Einsatz kam.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, Panne, Russland, Tschernobyl
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David Lorenz
Am vergangenen Mittwoch strahlte die ARD eine Folge des Polit-Magazins „Hart aber Fair“ mit dem Thema „Welchen Preis zahlen wir für sauberen Strom?“ aus.
Die Sendung sei allen interessierten Lesern ans Herz gelegt und lässt sich kostenlos über das Internet verfolgen:
Zur Sendung
„Deutschland hat die höchsten Strompreise in Europa - und wenn wir das Licht einschalten wollen, werden wir bevormundet. Die Glühbirne wird verboten, aber wie lösen wir unsere Energieprobleme wirklich? Die Union setzt weiter auf Atomstrom, trotz Reaktorpannen.“ (Senderinformation der ARD)
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David Lorenz

Atomkraftwerk Krümmel an der Elbe
(Photo by Andreas Bemeleit | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Die negative Publicity rund um das Atomkraftwerk in Krümmel will einfach nicht abreißen. Laut dem „Spiegel“ ging der umstrittenen Kernreaktor im Juni offenbar trotz erheblicher Sicherheitsbedenken von Seiten der zuständigen Atomaufsicht wieder ans Netz.
Am 19. Juni hatte das Sozialministerium in Kiel, für die Atomaufsicht des Bundeslandes Schleswig-Holstein verantwortlich, die Wiederinbetriebnahme Krümmels nach zweijährigen Revisionsarbeiten genehmigt. Am 4. Juli musste die Anlage dann aufgrund eines Kurzschlusses am Maschinentransformator per Not-Abschaltung wieder heruntergefahren werden.
Nach Angaben des „Spiegels“, der sich auf ein Gutachten des „Öko-Institutes“ beruft, seien in Krümmel vor allem im Bereich „Organisation und Kommunikation“ gravierende Defizite aufgetreten. „Bisher wurde der Erfahrungsrückfluss und die Erfahrungsauswertung im Kernkraftwerk Krümmel unzureichend gepflegt“, so das Gutachten. „Dies kann maßgeblichen Einfluss auf die Sicherheitslage haben.“
Abschließend wurde dem Betreiber Vattenfall nahe gelegt, ein „funktionsfähiges Sicherheitsmanagementsystem“ aufzubauen und dies zeitnah zu implementieren.
Die Kieler Atomaufsicht wehrte sich derweil umgehend gegen die Berichterstattung des „Spiegels“. Die Aussagen des bereits 2007 veröffentlichten Gutachtens seien aus dem Zusammenhang gerissen und zudem äußerst selektiv zitiert worden.
Schlagworte: · Atomaufsicht, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, Krümmel, Vattenfall
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David Lorenz
Die globale Atom-Renaissance hält weiter an. Mittlerweile plant die polnische Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk, das erste Atomkraftwerk des Landes zu bauen. Bis ins Jahr 2020 soll mindestens ein Kernreaktor in Polen ans Stromnetz gehen.
Der ehrgeizige Zeitplan sieht vor, bis 2013 einen geeigneten Standort für die Anlage zu finden und spätestens 2016 mit dem Bau des Atomkraftwerks zu beginnen. Dabei wird bereits in Erwägung gezogen, den Reaktor im Norden des Landes zu errichten, da dieser Teil der Republik bisher nur lückenhaft mit Strom versorgt werden kann.
Befürworter des polnischen Atomeinstieges argumentieren mit einem stark verringerten CO2-Ausstoß. Aktuell bezieht das Land rund 90 Prozent seiner Stromerzeugnisse aus Kohlekraftwerken.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Donald Tusk, Kernkraftwerk, Kohlekraftwerk, Polen
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David Lorenz
Atomkraftwerk im niedersächsischen Grohnde
(Photo by ich bin woanders… | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Beim gestrigen Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Kernkraftwerks in Grohnde lies der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlauten, er hielte es für falsch, das Atomkraftwerk an der Oberweser wie geplant im Jahre 2018 von Netz zu nehmen.
„Es wäre ein großer Fehler, die zuverlässig laufende Anlage nur aufgrund einer politischen Entscheidung abzuschalten”, so der 50-jährige Politiker.
Laut dem so genannten Atomkonsens, 2000 unter Rot-Grün beschlossen und seit 2002 in Kraft, sollen alle Kernkraftwerke der Bundesrepublik Deutschland bis ins Jahr 2020 abgeschaltet werden.
Der Atommeiler in Grohnde ist ein 1430-Megawatt-Reaktor, wird von E.ON und den Stadtwerken Bielefeld betrieben und ist seit 1985 am Netz.
Schlagworte: · Atomkonses, Atomkraftwerk, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Christian Wulff, E.ON, Grohnde, Kernkraftwerk, SPD
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David Lorenz
Nuklearkomplex in Sellafield, Großbritannien
(Photo by dog on wheels | License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)
Das hat es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben. Der deutsche Energie-Riese E.ON plant, plutoniumhaltige Brennelemente aus dem nordenglischen Sellafield per Schiff nach Deutschland zu verfrachten. Als Umschlagplatz dient Cuxhaven, von wo aus die Brennelemente an ihren Bestimmungsort transportiert werden sollen, das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde.
Laut einer E.ON-Sprecherin steht noch kein genauer Termin für den Transport fest, man plane allerdings, den Transfer der Brennelemente noch im Herbst durchzuführen. Zuletzt wurde im Jahre 1996 radioaktives Material von Sellafield nach Deutschland verschifft.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Brennelemente, E.ON, Grohnde, Sellafield
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David Lorenz
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace will eine baldige Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Krümmel nicht akzeptieren. Jüngst reichte die Organisation einen Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung des umstrittenen Kernkraftwerkes bei der zuständigen Atomaufsicht des Landes Schleswig-Holstein ein.
Greenpeace vertritt dabei eigenen Angaben zufolge Gesundheit und Eigentümer-Interessen der Bürger, die in unmittelbarer Nähe der Anlage leben. „Die Kläger wollen nicht weiter mit der Angst vor einem schweren Störfall leben”, so ein Sprecher der Organisation am heutigen Dienstag in Kiel.
Krümmel hatte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt, als das Atomkraftwerk nach zweijährigen Revisions-Arbeiten aufgrund eines Trafokurzschlusses abermals vom Netzt genommen werden musste. Vor allem das Krisenmanagement des Betreibers Vattenfall zog national den Unmut von Atomkraftgegnern, Umweltschützern und Politikern auf sich.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Greenpeace, Kernkraftwerk, Krümmel, Panne, Vattenfall
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David Lorenz
RWE-Konzernchef Jürgen Großmann könnte in Kürze um eines seiner größten Prestige-Projekte beraubt werden. Laut „Financial Times Deutschland” steht der milliardenschwere Bau des Atomkraftwerkes im bulgarischen Belene aufgrund finanzieller Engpässe vor dem Aus.
Der deutsche Energie-Riese hält an der Projektgesellschaft zur Errichtung des Kernkraftwerkes einen Anteil von 49 Prozent. 51 Prozent sind im Besitz des Staates Bulgarien. Aus Regierungs-Kreisen der Balkan-Republik wurde nun bekannt, dass man das Projekt als überteuert einstufe und die Finanzierung derzeit nicht gewährleistet werden kann.
RWE seinerseits ist auf der Suche nach einem zusätzlichen Investor für den Bau der Anlage bisher nicht fündig geworden. Falls das ehrgeizige Projekt in Bulgarien scheitern sollte, müsste RWE Konzern-Quellen zufolge einen zweistelligen Millionen-Betrag abschreiben.
Das Vorhaben in Belene war zuletzt immer wieder in die Kritik von Umweltschützern geraten, da das geplante Atomkraftwerk in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Belene, Bulgarien, Jürgen Großmann, Kernkraftwerk, RWE
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David Lorenz
Das Kernkraftwerk Emsland im niedersächsischen Lingen ist wieder in Betrieb. Nachdem die Anlage vorvergangene Woche aufgrund eines defekten Maschinentrafos abgeschaltet werden musste, konnte das Atomkraftwerk dank erfolgreichen Funktionstests am gestrigen Montag wieder ans Netz gehen.
Der Wiederinbetriebnahme war ein Streit zwischen zuständigem Landesumweltministerium und dem Bundesumweltministerium um Sigmar Gabriel (SPD) vorangegangen. Erst am Wochenende erhielt der Betreiberkonzern RWE grünes Licht, das Kernkraftwerk wieder hochzufahren.
Laut RWE produziert der 1988 in Betrieb genommene 1400-Megawatt-Reaktorblock jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Atomstrom.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Atomstrom, Emsland, Kernkraftwerk, Panne, RWE, Sigmar Gabriel