Einträge vom März 2009
Von:
Fabian Frick
In Deutschland sind nach der Abschaltung des ältesten aktiven Kernkraftwerks Biblis A noch 16 Kernkraftwerke in Betrieb.
2007 betrug der Anteil der Atomkraftwerke an der allgemeinen Stromerzeugung rund 22 Prozent.
Was bringt die Zukunft? Nach dem sogenannten Atomkonsens dürfen keine neuen Kernkraftwerke gebaut werden. Im Juni 2000 hat die damalige rot-grüne Regierung mit der deutschen Atomwirtschaft den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie vereinbart. Demnach sollen bis etwa 2021 alle Kernkraftwerke abgeschaltet sein. Diesem Ultimatum gingen jahrzehntelange Proteste von Atomkraft-Gegnern voraus.
Nicht nur in der Union werden nun wieder Stimmen laut, den Ausstieg aus der Kernenergie zu verhindern.
Kernkraftbefürworter argumentieren mit schwindenden Erdöl-Reserven und dem Ausstoß von Treibhausgasen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die Gegner nennen immer wieder die Möglickeit eines nuklearen Unglücks oder die ungeklärte Lage der Endlagerung als Argument für den Atomausstieg.
Der Bund hat sich gesetzlich dazu verpflichtet, bis 2030 ein Lösung für die Endlagerung zu finden.
(Quelle: Bild)
Wie stehen Sie zur Nutzung und Erzeugung von Kernenergie?
Schlagworte: · Atomausstieg, Atomkraftwerk, Biblis, Bündnis 90/Die Grünen, Endlagerung, Kernenergie, Kernkraftwerk, SPD
Von:
David Lorenz
Laut der Betreibergesellschaft (BLG) des Zwischenlagers für Atommüll in Gorleben wurde in den vergangenen Tagen ein defekter Castor-Behälter entdeckt. Das Selbstüberwachungssystem habe anscheinend einen Druckschalter im Deckel des Behälters als Ursache des Defektes ausgemacht, so die BLG
Der Behälter wurde daraufhin in einen Wartungsraum transportiert und der betroffene Schalter ausgetauscht. Aufgabe des Druckschalters ist es, den Druck zwischen Primär- und Sekundärdeckel des Behälters und damit seine Dichtheit zu überwachen.
BLG-Sprecher Jürgen Auer versicherte, dass die Dichtheit des Castor-Behälters zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen sei.
Schlagworte: · Atommüll, Castor-Behälter, Gorleben
Von:
Fabian Frick
Nach Ansicht von der Umweltschutzorganisation Greenpeace sollen die Energiekonzerne die Kosten für die Schließung des Atommülllagers in Asse übernehmen.
Aktivisten der Organisation kippten Pferdemist und Atommüllfässer vor die Türen des Energiekonzern EnBw in Berlin, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.
“EnBW, RWE und Co. haben jahrzehntelang vom Prinzip Asse profitiert: Erst am Atomstrom verdienen, dann den Atommüll in die nächstbeste Grube verklappen”, sagte Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer.
(Quelle: ddp)
Lesen Sie den vollständigen Artikel hier.
Wer soll die Kosten tragen ? Was ist Ihre Meinung ?
Schlagworte: · Asse, Atommüll, EnBW, Greenpeace, RWE
Von:
David Lorenz
Eine unvermeidbare Begleiterscheinung im Prozess der Atomstrom-Gewinnung sind die Castor-Transporte.
Dabei werden abgebrannte Brennelemente aus den Atomkraftwerken zur Wiederaufarbeitung, Zwischen- oder Endlagerung in so genannten Castor-Transportbehältern auf Gleisen transportiert. Die Wiederaufarbeitungen finden in Frankreich in La Hague oder in Großbritannien in Sellafield statt. Zwischen- oder endgelagert werden radioaktive Abfälle z.B. in Gorleben oder Ahaus in Deutschland.
Regelmäßig sind die Castor-Transporte Gegenstand von Schlagzeilen, Demonstrationen und Kritik an der Erzeugung atomarer Energien in der Bundesrepublik Deutschland.
Der öffentliche Widerstand gegen die Transporte rührt hauptsächlich aus ungelösten Sicherheitsfragen. Vor allem Transporte radioaktiver Rückstande zur Endlagerung in Gorleben geben Aktivisten immer wieder Anlass für massive Proteste und Sabotageakte.
Bestätigt sehen sich die Atomkraftgegner durch verschiedene Ereignisse und Unfälle in der Vergangenheit. So kam es beispielsweise 1997 im französischen Grenzort Apach zu einer Entgleisung eines mit Brennelementen beladenen Zuges.
1998 wurde bekannt, dass Transportbehälter (keine Castor-Behälter) über Jahre hinweg die zulässige Strahlenmenge weit überschritten. Es konnte bewiesen werden, dass das damalige Umweltministerium um Angela Merkel bereits seit mehreren Jahren über die erhöhten Strahlenwerte informiert war. Erst als die Öffentlichkeit darüber Bescheid wusste, wurden die Transporte bis ins Jahr 2001 eingestellt.
Den ersten Todesfall bei einem Blockadeversuch der Castor-Transporte gab es 2004 in der Nähe von Avincourt kurz vor der deutschen Grenze. Ein 23 Jähriger wurde damals versehentlich von dem Zug erfasst und verstarb kurze Zeit später. Der Transporter fuhr zu dem Zeitpunkt ohne Luftüberwachung, da der zuständige Helikopter gerade auftanken musste.
Der letzte bekannte Zwischenfall ereignete sich im September 2005, als im Endlager Gorleben fünf Behälter aus dem Atomkraftwerk Krümmel eine erhöhte Strahlung aufwiesen. Der Zulässige Grenzwert wurde zum Teil um das Fünffache überschritten. Laut dem zuständigen Umweltministerium aus Niedersachen bestand damals jedoch keine Gefahr für Bevölkerung und Personal.
Schlagworte: · Ahaus, Atomstrom, Castor-Transporte, Endlagerung, Gorleben, Krümmel, Wiederaufarbeitung, Zwischenlagerung
Von:
Fabian Frick
Diskutieren Sie hier über die Vor- und Nachteile von Atomstrom
Vorteile:
- Emissionsfreundlichkeit
- Hohe Energieausbeutung
- platzsparend
Nachteile:
- Risikofaktor
- Strahlungseigenschaft
- lange Halbwertszeit
- Uranvorkommen bald erschöpft
Schlagworte: · Atomstrom, Emissionshandel
Von:
Fabian Frick
Bei einer Klage von dem Energiekonzern RWE gegen das Bundesumweltministerum übte der Vorsitzende Richter Volker Igstadt Kritik am Atomgesetz aus.
“Die Regelung ist so missgestaltet, dass man höchste Anforderungen an die Interpretation stellen muss” lautete sein Urteil über das Atomgesetz.
Hier der Link zum Atomgesetz.
Wie ist Ihre Meinung zum Atomgesetz?
Schlagworte: · Atomgesetz, RWE
Von:
David Lorenz
Laut dem hessischen Umweltministerium kam es am vergangenen Samstag in Biblis zu einem Zwischenfall beim Herunterfahren des Reaktors A mit einer Spannungsüberwachung. Gefahr für Personal und Umgebung bestehe jedoch nicht, der Vorfall bleibe ohne sicherheitstechnische Bedeutung, so der Kraftwerkbetreiber RWE.
Biblis sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder durch kleinere technische Pannen für Schlagzeilen.
Block A und B des Atomkraftwerkes sind zurzeit stillgelegt, RWE führt momentan Modernisierungs- und Nachrüstungsmaßnahmen sowie einen Brennelementwechsel durch. Block A wird voraussichtlich im September wieder in Betrieb genommen, während Block B bereits im Mai wieder angeschaltet werden soll.
Schlagworte: · Atomkraftwerk, Biblis, Panne, RWE
Von:
Fabian Frick
” Ich bin sicher, dass die Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke wieder auf den Tisch kommen.”
Jürgen Großmann (RWE)
“Wir sind bereit, Rom eine massive Hilfe für die Rückkehr zur Kernenergie zu leisten.”
Nicolas Sarkozy (Staatspräsident Frankreichs)
Schlagworte: · Kernenergie, Kernkraftwerk, RWE