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David Lorenz
„Der einzige Weg zu einer langfristig sicheren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung führt über die erneuerbaren Energien. Sie müssen erst die Atomkraft und dann die Kohlekraftwerke bis 2050 sukzessive und am Ende komplett ersetzen. Das ist die beste Beschäftigungs- und Wachstumsstrategie für unser Land.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.
„Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen. Moderne Kernkraftwerke leisten einen Beitrag zur Reduktion des Klimakillers Kohlendioxid. Das sollte auch der Bundesumweltminister im Auge behalten.“
Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident des Freistaates Bayern.
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David Lorenz
Im Atomkraftwerk Isar 1 nahe Landshut ereignete sich Anfang der Woche eine technische Panne. Laut E.ON, Betreiber der Anlage, kam es zu einem Leck an einem Brennelement. Zudem sei in der vergangenen Woche ein Transformator ausgefallen. Der Energie-Konzern gab bekannt, dass aufgrund der Störungen Isar 1 für die kommenden zehn Tage vom Netz genommen wird.
Der Ausfall könnte E.ON Berechnungen zufolge rund 10 Millionen Euro kosten. Die Fraktion der Grünen forderte derweil im bayrischen Landtag, die Panne umgehend aufzuklären.
Das Atomkraftwerk Isar 1 nördlich von München ist bereits seit 1977 am Netz und soll im kommenden Jahr planmäßig abgeschaltet werden.
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David Lorenz
Es ist einer der größten Energie-Aufträge in der Geschichte der Vereinigten Arabischen Emiraten. Für rund 40 Milliarden Dollar sollen in der Golfregion vier neue Atomkraftwerke errichtet werden.
Den Zuschlag für Planung und Umsetzung des Großauftrages hat nun ein Konsortium bestehend aus mehreren südkoreanischen Firmen bekommen, die sich somit gegen die Konkurrenz aus Frankreich, den USA und Japan durchsetzen konnten.
Im Jahr 2012 soll mit der Errichtung der Kernkraftwerke begonnen werden. Bisher verfügt die Region am Persischen Golf über keine eigenen Atommeiler.
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David Lorenz
Seit 30 Jahren kommt Italien ohne Atomstrom aus. Geht es nach Regierungschef Silvio Berlusconi, so hat diese Zeit bald ein Ende. Die italienische Regierung plant Zeitungsberichten zufolge für das Jahr 2013 den Bau von vier neuen Kernkraftwerken.
Das erste Atomkraftwerk soll dabei in unmittelbarer Nähe von Venedig errichtet werden, in Chioggia, ca. 30 Kilometer von der Touristenhochburg entfernt. Einer internen Liste des Stromversorgers Enel zufolge soll es sich bei den anderen Standorten um Monfalcone, Corso und Trino Vercellese handeln.
Direkt nach bekannt werden der angeblichen Atompläne schlugen italienische Umweltaktivisten und Bürgerinitiativen Alarm. Auch der Präsident der italienischen Grünen äußerte sich warnend zu dem Vorhaben. „Die Regierung Berlusconi führt Italien in ein gefährliches Abenteuer, für das die Italiener einen hohen Preis zahlen werden. Die 20 Milliarden Euro für den Bau der neuen Atomkraftwerke werden die Italiener zahlen müssen“, so Andrea Bonelli. Auch im benachbarten Österreich riefen die berlusconischen Planspiele heftige Reaktionen hervor. Hohe Regierungsbeamte zeigten sich „schockiert“ und „alarmiert“ ob dem italienischen Atomvorhaben.
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David Lorenz
„Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist in Deutschland aber seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall und wird sich nach meiner Einschätzung auch nicht mehr ändern.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gegenüber der „Bild“-Zeitung.
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David Lorenz
Die sommerliche Pannenserie im Atomkraftwerk Krümmel zieht personelle Konsequenzen nach sich. Der schwedische Energie-Konzern Vattenfall tauscht im kommenden Jahr den Chef des Unternehmens aus. Lars G. Josefsson, bisher in der Verantwortung für den Energielieferanten, muss dem Norweger Øystein Løseth weichen, der Vattenfall ab 2010 leiten soll.
Josefsson wird das mangelhafte Krisenmanagement im Fall Krümmel so wie der allgemein schlechte Ruf Vattenfalls angelastet, was letztendlich ausschlaggebend für den Führungswechsel war.
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David Lorenz
Der für diesen Herbst geplante Transport plutoniumhaltiger Brennelemente von Sellafield (Großbritannien) ins niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde wurde vom Energie-Konzern E.ON bis auf unbestimmte Zeit verschoben.
Als Grund gab eine Sprecherin des Unternehmens an, dass bisher noch keine exakte Route für die Überführung feststehe. Der geplante Transport hatte zuletzt das öffentliche Aufsehen erregt, da die Brennelemente zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder per Schiff von Großbritannien nach Deutschland verfrachtet werden sollten.
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David Lorenz
Was sich lange angebahnt hatte, erlangt nun Gewissheit. Der deutsche Energie-Riese RWE wird sich nicht wie geplant am Bau des Kernkraftwerkes im bulgarischem Belene beteiligen.
Grund für die gescheiterten Investitionsbemühungen ist die ungesicherte Finanzierung von Seiten der bulgarischen Regierung, deren staatliche Energiegesellschaft ursprünglich mit 51 Prozent an dem Atomkraftwerk beteiligt werden sollte. RWE hatte bereits im Vorfeld einige Millionen Euro in das ehrgeizige Vorhaben investiert, die bedingt durch den Rückzug nun abgeschrieben werden müssen.
Das Prestige-Projekt von RWE-Chef Jürgen Großmann stand vor allem bei Atomkraftgegnern und Umweltschützern stark in der Kritik, da sich Belene in einem von Erdbeben bedrohten Gebiet befindet.
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David Lorenz
Von 1998 bis 2005 Bundesminister für Umwelt: Jürgen Trittin
„Der Ausbau der erneuerbaren Energie wird durch die Verlängerung der Atomkraft ausgebremst. Die von Schwarz-Gelb als Brückentechnologie verkaufte Atomkraft bricht in Wahrheit die Brücke in das Solarzeitalter ab.“
Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, gegenüber der „Financial Times Deutschland“.
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David Lorenz
Die Geschichte des krisengeplagten Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) ist um einen Zwischenfall reicher. Nachdem das ehemalige Steinsalzbergwerk in der Vergangenheit bereits mit eindringenden Wassermassen und Gesteinsablösungen zu kämpfen hatte, stürzte nun eine instabile Decke zwischen zwei 15 Meter hohen Hohlräumen ein.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wies allerdings umgehend darauf hin, dass durch den Zwischenfall keine akute Gefahr bestehe, da beide Räume leer gestanden hätten und die radioaktiven Abfälle deutlich tiefer unter der Erde eingelagert wären. Für die Zukunft können jedoch auch Einbrüche von Kammern, in denen sich Atommüll befindet, nicht ausgeschlossen werden.
Der langjährige Betreiber der Asse, das Helmholtz Zentrum, ist inzwischen nicht mehr für den Betrieb der Lagerstätte verantwortlich. Aufgrund einer Reihe von Pannen und Ungereimtheiten untersteht die Asse seit Beginn diesen Jahres dem Bundesamt für Strahlenschutz.
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